Meer Europa

Kulinarisches

Kulinarisches Brevier Norwegen

Ich hoffe, dass ich beim nächsten Mal (wenn ich die Schlussetappe in Norwegen fahre) mehr über norwegische Essensgewohnheiten, über Spezialitäten und die Qualtität der Restaurants sprechen kann. Viel zu selten hatte ich dieses Mal Gelegenheit, in Gasthöfen einzukehren. Und die Supermärkte unterwegs boten kaum Besonderes. Mangels Alternative musste ich mich oft von Konserven ernähren. Tunfisch in Öl oder in Tomatensoße eingelegte Makrelen: Mehr als einmal griff ich zu. Es schmeckte. Nur norwegischen Filter-Kaffee (allgegenwärtig) kann ich langsam nicht mehr ab. Zum Aufwachen ganz gut. Aber kein Genuss.

Alkohol: In den Restaurants und Bars fast unerschwinglich. Ein Lager oder Pis (0,4l) fängt bei ca. 9 Euro an, geht aber auch schon mal bis 12 Euro. Ein Glas Wein (0,12 l) ca. 10 Euro – der Preis steigt rasant mit der Qualität. 15 Euro für einen Schluck guten Sauvignon Blanc – nicht ungewöhnlich. Dosenbier gibt es in Supermärkten zu kaufen (ca. 3 Euro.) Wein dagegen nur in staatlichen Alkoholshops (Vinmonopolet).

Die sind auf dem Land aber eher selten. Eine Flasche durchschnittlicher Côtes du Rhône liegt bei ca. 12 bis 13 Euro.

Und ja: Gebäck ist in Norwegen richtig klasse. Ob Brot oder Zimtbolle.

Das macht Spaß.

Lakselv

Hotelrestaurant Porsanger Vertshus

Pasta mit Hühnchen. Anständig.

Repvag

Hotelrestaurant Repvag

Dorsch in Teigmantel (Polnische Art). Etwas trocken, aber ausgesprochen gut. Fisch auf den Punkt gegart. Gebratene Kartoffeln waren knackig und (Gottseidank) nicht ölig.

Tromsö

Restaurant Fiskekompaniet am Hafen.

Vorspeise: Fish Soup, white fish, smoked salmon, mousseline, bottarga. Hauptspeise: Baked Bacalhau, tomato purèe, saffron risotto, olive-tomato and caper salsa.

Von meinem Reiseführer hochgepriesenes Fischlokal. Jedoch völlig enttäuschend. Sowohl Fischsuppe als als auch Kabeljau. Koch hatte u.a. komplett Salz vergessen. Wusste auch nicht, was würzen sonst heißt. Eigengeschmack wog das nicht auf. Hatte keine Lust, mich zu beschweren. Hätte es aber tun sollen/müssen.

Finnsnes

Hugo’s Pub

Eintopf mit gepökeltem Rentier. Kraut und Rüben. Sättigend. Mehr nicht.

Gratangen

Hotelrestaurant Fjell Gratangen

Vorspeise: Pulled Rentier und Lachspaste auf Brot. Hauptseite: Gebratener heimischer Lachs. Nachspeise: Mascarpone-Creme. Endlich mal ein Koch, der sich anstrengte. Ich war spät gekommen (eigentlich nach Küchenschluss). Aber der nette Koch wärmte noch ein paar Reste auf. Dafür wirklich köstlich.

Narvik

Arild’s Grillbar (Zentrum)

Beef-Wrap. Mit allem. Gut.

Kobbelv

Kobbelv Vertshus

Moose “karbonade” dinner. (Served with mushroom, onion sauce, fried potatoes, vegetables.) Das Rentier-Hacksteak war saftig. Wieder war ich überrascht über den feinen und zarten Geschmack von Rentierfleisch. Der Rest: na ja.

Ornes

Hotelrestaurant Ornes

Panfried cod tongues from Rost. (Served with cooked potatoes, sour cream dressing and salad.) Fischgeschmack ging in der Panade völlig unter. Schade.

Trondheim

Restaurant Folk og Fe. Sehr ambitioniertes Lokal an der historischen Brücke Gamle Bybro, das wahlweise ein 3 oder 6 Gänge Menü anbietet. Fast täglich wechselnde Menüfolge. Köche pflegen eine experimentelle nordische Gorurmetküche.

Vor “Schreck”, endlich einmal exzellent zu essen, habe ich vergessen, mir Notizen zu machen und bekam das 3 Gang Menü dann später auch nicht mehr richtig zusammen. Schon die Vorspeise (Seeteufelcreme mit Kartoffelchips) hatte eine solche Vielfalt an Aromen, dass ich fast überfordert war. Die Hauptspeise (gebratener Seehecht) war samt butterzarter Soße unbeschreiblich. Mir ein Rätsel, wie man so eine krosse Haut hinbekommt, ohne dass sie verbrannt schmeckt und ohne, dass das Fischfleisch übergart wird. Und dann das schmelzige Nusseisirre.

Ich war kulinarisch wieder versöhnt mit Norwegen 🙂

Restaurant Baklandet Skydsstation

Man muss nur in die Stadt gehen und schon hat man eine Riesenauswahl an guten Lokalen. Am zweiten Tag in Trondheim besuchte ich den Platzhirsch der lokalen Küche. Exzellente Hausmannskost. Ob intensive und leicht scharf gewürzte würzige Fischsuppe (Red tomoato-based fish soup
w/ salmon, pollock, shrimp, carrots, celery, herbs. Bread and butter) oder der Klassiker Rentiergulasch (Wild reindeer casserole in a delicious rich sauce With onions and mushrooms. Served with potatoes,Crisp mixed salad, wild cranberries and flatbread). Das war Gasthausküche at it’s best! Ganz zu schweigen vom hausgemachten Kuchen (cheescake with blueberry sauce). Kriegt man besser nicht hin.

Kulinarisches Brevier Finnland

Zu den Geheimnissen der finnischen Küche bin ich nicht vorgedrungen. Das lag auch daran, dass ich unterwegs nicht häufig genug Restaurants fand, in denen einheimisch oder irgendwie “nordisch” gekocht wurde. Die Gasthofdichte auf dem Land – selbst entlang der Ostseeküste – ist gering.

Wenn ein Lokal offen hatte, dann waren es oft Pizzerien, Schnellimbisse, Kebab-Stuben. Die Qualität dort: miserabelst. Einmal musste ich eine Pizza – trotz Riesenhungers – sofort entsorgen. Sie schwamm in Fett und trug eine verklebte billige Käsematte – schlicht ungenießbar.

Wenn ich Glück hatte gab’s wenigstens Meeressnacks aus der Tiefkühltruhe.

Oder – und das war dann köstlich – belegte Brote aller Art. Einmal bestellte ich in einem Kiosk ein Dosenbier dazu. Es ist eigentlich nicht erlaubt, dieses auch im Imbiss gleich zu trinken. Die Wirtin camouflierte das Bier aber augenzwinkernd. Schüttete es in Kaffeehumpen, so dass es aussah, als tränke ich Cappuccino.

Und dann gab es noch die Burger-Stuben. Nicht so ganz mein Geschmack. Aber besser als verhungern. Immerhin war die Qualität des Fleisches und vor allem auch der Brötchen gut.

Fand ich dann doch ein Restaurant, war das Essen meist das, was wir bei uns “gutbürgerlich” nennen. Die Preise stattlich. Die Hauptgerichte etwa zwischen 20 bis 25 Euro. Bier und Wein in den Lokalen astronomisch teuer. Da half dann nur “Selbstversorgung” in den staatlichen “Alko”-Shops.

Sie lagen manchmal etwas versteckt (Absicht?). Aber dort gab es für den Preis eines 0,12 l Glases im Restaurant gleich die ganze Flasche. Ein akzeptabler Côtes du Rhône kostet dort etwa 12 Euro.

Tammisaari

Restaurant Fyren, direkt am Hafen. Neu, riesige Glasfront, die den Blick auf die Ostsee freigibt. Ambitionierte Küche, die gleichwohl auf Klassiker setzt.

Gebratener Lachs mit grünem Spargeld und Pell-Kartoffeln. Gut

Karuna

Restaurant/Pension Kievari. Eigentlich unglaublich, dass es in einem so winzigen Dorf ein solch gutes Restaurant gibt. Wenngleich die Karte sehr übersichtlich war und ich nicht viel mehr als die Wahl zwischen Burger und Steak hatte – hier wurde aber mit Liebe gebrutzelt. So gut wie alle Zutaten kamen aus der näheren Umgebung und waren “Bio”. Sogar das Bier war aus einer kleinen Craftbeer-Brauerei einige Kilometer entfernt.

Beefburger. Mit selbstangerührten Soßen und Chutney. Klasse.

Turku

Restaurant Vaakahuone Pavilion. Beliebtes Fischlokal mit Terrasse, direkt am Fluss. Schneller und freundlicher Service. Jazz gab’s live und umsonst.

Gebratener Lachs mit gekochten Kartoffeln und Paprikagemüse. Ordentlich.

Oulu

Restaurant Hellas. Schönes und gemütliches Lokal im Zentrum.

Jerusalem artichoke soup. Overcooked beef brisket and pork rips. Suppe fein. Rinderbrust zart. Für meinen Geschmack hätte es nicht so eine dicke Béarnaise Sauce gebraucht.

Rovaniemi

Restaurant Monte Rosa (im Hotel Arctic City). Sehr gute Küche. Wie so häufig befinden sich viele der besseren Restaurants in Finnland in Hotels.

Dreierlei Brot mit gesalzener cremiger Butter ist Standard. Lachssusppe mit Pellkartoffeln.

Rentier auf 2 Arten zubereitet. Waldbeeren mit Joghurt Eis. Alles – Suppe, Fleisch, Nachspeise – richtig köstlich. Überrascht war ich über das zarte, sehr aromatische Rentierfleisch, das so gar nicht nach “Wild” schmeckte (wobei ich das mag). Die Nachspeise klang in der Ankündigung simpel, war aber sehr raffiniert kombiniert.

Restaurant Nili. Touristisches Lokal, ein bisschen auf mittelalterlich getrimmt. Sicher stimmungsvoll, wenn nicht so viele Gruppen da wären. Das machte den Ort eher zu einer Durchlauf-Kantine.

Bear meat stock.

Caramelized pork side and fresh pea mayonnaise with mustard. Arctic pikeperch in rye crust and carrot foam. Homemade oven cheese of colostrum milk and garden berries.

Das ganze Menü klang sehr raffiniert, aber alles (bis auf die Bärensuppe) war eine einzige Enttäuschung. Vielleicht hatte der Koch keinen guten Tag. Beim Zander fehlte Salz und Pfeffer. Das Schweinefleisch war Gummi. Und die Nachspeise war lieblos.

Sodankylä

Restaurant im Hotel Sodankylä. Gutes Niveau.

Parmesan Snails. Reindeer Wok. Schnecken gut. Und sehr gut wieder einmal das Rentier. Geschnetzelt, im Wok zubereitet, mit noch krossem Gemüse drapiert und mit Sauerrahm verfeinert.

Inari

Restaurant Aanaar im Hotel Kultahovi. Sehr schön an einer Stromschnelle gelegen, unweit des Zentrums von Inari. Restaurant hat Gourmet-Ansprüche und erfüllt sie auch. Bestes Essen, seit ich in Finnland unterwegs bin.

Vorspeise: Nettle and Lingonberry Toast. Reindeer calf’s liver and matsutake jus.

Hauptspeise: Grilled Lake Imari Whitefish. Hollandaise sauce seasoned with pine needles, cauliflower purée and carrot and lemon air.

Nachspeise: Bark cake crumble, sweet grass ice ceam, berries and spruce needle granita.

Irre, das Nessel-Brot. Mir ein Rätsel, wie man so was hinbekommt. Sensationeller Geschmack und erst in der Kombi mit den Beeren. Unglaublich. Der Fisch auf den Punkt gegart mit einer fantastischen Hollondaise. Und die Aromenbombe zum Schluss: unglaublich. Da wurde mit Tannennadeln experimentiert, mit unterschiedlichen Texturen. Ich war verzaubert. Später las ich, dass die Küche schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Total verdient.

Karigasniemi

Restaurant des Hotels Hansabar. Hatte etwas von einer bayerischen Gaststube. Das Bier floss gut und die Speisen waren vor allem üppig.

Smoked-reindeer pasta. Sehr anständiges Wirtshaus-Essen. Zum wiederholten Male war ich vom Geschmack des Rentierfleisches (diesmal geräuchert) sehr angetan.

Kulinarisches Brevier Friesland, Dänemark, Schweden

Wie soll ich’s sagen. Die nordische Küche gilt für Gourmets als internationale Referenz in Sachen Kreativität und Geschmackserlebnis. Auf dem platten dänischen Land merkte ich davon wenig. In der Nebensaison sind die meisten Restaurants zu. Manchmal fand ich als einzige Nahrungsquelle nur noch (Gottseidank!) eine offene Pizzeria. In den Städten war es schwierig, Einheimisches/Regionales zu finden. Internationaler Standard dagegen: no problem. Es war aber auch eine Frage des Geldbeutels. Wirklich Gourmetrestaurants waren völlig außerhalb meines Reise-Budgets.
Zu den Preisen überhaupt: Hauptspeisen fingen bei 25 bis 30 Euro an. Ein Thekenbier: meist bis 9 Euro. Ebenso ein Glas (0,1l) Wein. Irre. Was ich aber nicht verstand: In den Supermärkten waren die Preise fast vergleichbar mit deutschen Einkaufszentren. Was also machten die Bars und Restaurants so teuer?

Bevor ich Dänemark kulinarisch erkundete, hielt ich mich noch einen Tag in Norddeutschland auf:

Niebüll 

Hummersuppe und Scholle FinkenwerderArt
Gute Hausmannskost in friesischem Traditionslokal (Restaurant Friesenhof) 

Jetzt aber DÄNEMARK:

Ribe

Steak af Oksefilet med fedtkant af kødkvæg fra Freygaard
(Steak von Rinderfilet mit sauce Bearnaise.) Sehr gute Fleischqualität. Aber fast noch mehr als das Hauptgericht überzeugte mich das vorher servierte selbst gebackene Brot mit köstlicher Butter – die einfache Variante des berühmten Smørrebrød.

Restaurant Saelhundeneak 
Stimmungsvolles Lokal – im Stil eines Bauerngasthofes. Am Ufer des Flusses Ribe gelegen. Etwas langsamer Service.

Ringkobing

Gemüsesuppe mit Ravioli und Pizza mit Meeresfrüchten
Trockene Supermarktravioli in der Suppe und aufgetaute und kaum wirklich durchgegarte Tiefkühltruhe-Muscheln. 

Pizzeria in der kleinen Altstadt. Ich war froh, dass überhaupt etwas aufhatte. Ich war völlig ausgehungert und hätte auch gegrillte Putzlappen gegessen.

Kitmoeller

Pizza mit Ruccola. Schmeckte so wie sie aussah. Nach nichts. Aber wie schon den Tag vorher: Im Ort hatte zu später Stunde nur 1 Lokal auf. Ich war dankbar.

Lonstrup

Scholle Finkenwerder Art
Gab’s also auch o Dänemark.  War ja klar, gibt auch dort Friesen.Essen war reichlich. Scholle aber nicht so gut wie in Niebüll (siehe oben.)

Restaurant Daddy’s  Nette Tresenbedienung, die auch den (ziemlich leeren) Gastraum flott bediente. Der Saal etwas steril und leicht bieder eingerichtet.(Nix hygge.)

Skagen

Tagesfang – mit Krabben, Gurken und Dill 
Zum ersten Mal wirklich begeistert. Obwohl ich nicht herausbekam, um welchen (festen) Weißfisch es sich handelte. Er war zart und köstlich. Die aufgeschäumt Krustentiersoße klasse. Dill und Gurke- klassisch- rundeten das Ganze mit frischen Aromen ab.

Restaurant Jakob’s Café -in Fußgängerzone. Lokal eher im Stil eines Brauhauses. Um so überraschender die Qualität der Speisekarte.

Aalborg

Hummersuppe mit Ravioli und  Spareribs 
Suppe gut. Fleisch vollständig ausgetrocknet.

Restaurant Søgaards Bryghus Brauhaus an lauschigem Platz. Riesig, überlaufen – mit sehr gutem Bier. Aber leider mit furchtbarem Essen.

Hummersuppe und Fettucine mit Lachs und Parmesan. 
Beides anständig, aber doch ambitionslos.

Restaurant Fellini Schön gelegenes Lokal in der Altstadt. Aufmerksame Bedienung. Gemütlicher Innenhof.

Aarhus

Hummersuppe und Moules Frites 
Suppe Standard. Venusmuscheln mit Pommes auch. 

Restaurant Oli Bistrot Tolle bretonische Atmosphäre. Kleines Lokal.

 

Kopenhagen

Gebratener Ziegenkäse / Gegrilltes Hähnchen / Bondepige 
Sehr abwechslungsreich und toller Geschmack: ALLES!

Restaurant Madclubben  Großes Restaurant mit mehreren Theken. Super durchorganisiert und trotz Größe sehr gemütlich. Tolles Konzept: Man zahlt Festpreis für 2 oder 3 Gänge und stellt sich dann aus großer Speisekarte das eigene Menü zusammen.Funktioniert prächtig. 

Chicken Wings mit Bier 
Superschmackhaftes Craft-Bier und höllisch scharfe gestützte Hühnchenflügel

Restaurant: Pigs  Riesiges Braugasthaus. Innen: nur Biertische und -bänke. Wie ein riesiger überdachter Biergarten. Mittags auch viele Geschäftsleute, abends tobt der (alternative) Bär.

Schließlich noch Schweden:

Göteborg

Grandiose Pizzen, mal  weiß, mal rot. Ausgefallene Kombis. Dazu tolle Craft-Biere. Riesenauswahl.

Restaurant: Brewers Bier Bar  in In-Viertel Haag. Von sympathischen Bier-Freaks betrieben. Eher kleines, intimes Lokal. Super Bier – Super Pizzen.

Kulinarisches Brevier Niederlande

Erste Überraschung: Es gibt mehr als Pommes und Kibbeling (frittierter Fisch).
Zweite Überraschung: Es gibt gar keine niederländische Küche. Alles was ich gegessen habe, fällt unter “internationale Küche”. Die war aber richtig gut.
Drittens: Ein paar “holländische” Spezialitäten gab es dann doch: Lamm etwa – von der Natur gesalzen. (Schafe weiden auf Dämmen, deren Wiesen das Salz des Meerwassers aufgenommen haben.)
Viertens: Nichts war billig. Ausgehen ist in den Niederlanden eher kostspielig.
Und zum Fünften: Viele Lokale hatten richtig gute Weinkarten. Die meisten Bars wussten auch mit Rotwein umzugehen (leicht gekühlt servieren!).
Alles in allem (bis auf die Preise) also ein Vergnügen, sich bewirten zu lassen.

Zoutelande

Bisque van schaaldieren me zure room en croutons Suppe von Meeresfrüchten mit Crouton. (9 Euro)
Zacht gegaarde lamsbout, gelakt met bbq saus Lammkeule mit BBQ-Sauce glasiert. (21 Euro)

Suppe ausgezeichnet mit witzigem Groß-Crouton. Was sich genau darauf befand, weiß ich nicht. Schmeckte nach Stör – von welchem Fisch? Who knows.
Lamm klasse geschmort. BBQ-Sauce ein wenig zu aufdringlich. Vielfältiges Gemüse – gut gegart, knackig.

Restaurant Het Verschil (in gleichnamigem Hotel) im Ortszentrum. Stimmungsvolles Lokal, in dem zwar klassisch gekocht wird, das aber dennoch experimentierfreudig und modern daherkommt.

Den Haag / Sheveningen

Austern (Klasse 2 / Normandie)
Thunfischfilet mit Pfeffersoße und Sprossen und Zuckerschoten

Austern frisch, klasse. Zwiebelvinaigrette eigentlich überflüssig. Die Zitrone reichte völlig. (9 Euro)
Thunfisch aufmerksam zubereitet. Köstlich. Soße war eher nicht pfeffrig, hatte dafür einen Tick zu viel Sojasauce abbekommen. (19,95 Euro)

Restaurant Vigo ( Stadtteil Sheveningen). Sehr geschmackvolles Lokal, ambitioniert. Junges Publikum.

Alkmaar

Vers Brood Klein Brot mit 3 Dipps (Mayonnaise und 2 Tapenaden) (5,50 Euro)
Halve Kreeft Halber Hummer

Gute Vorspeise (wenn auch etwas labbriges Toastbrot).
Hummer verschenkt. Mit Mayonnaise zugekleistert, so dass der Eigengeschmack völlig überlagert war. Schade.

Restaurant: 1480 Foodbar. schön an einer Gracht gelegen. Modernes, jugendliches Flair. Hat sich kulinarisch etwas überhoben.

Den Burg (Texel)

Zwiebelsuppe mit Texel-Käse gratiniert. (4,75 Euro)
Duo van Lam Zweierlei vom Lamm. (27 Euro)

Hervorragendes regionale Gerichte. Suppe intensiv ohne aufdringlich zu schmecken.
Lamm ausgezeichnet. War mit Portwein glassiert.
Und dazu ein köstliches Bier aus der örtlichen Brauerei.

Restaurant: De Smulpot (in gleichnamigem Hotel). Stimmungsvoll. Bis auf den letzten Platz gefüllt. Scheint der Klassiker im Ort zu sein. Alles wirkt sehr professionell und doch auch mit genügend Zeit für den Gast. Sehr zu empfehlen.

Groningen

Tom Yam Fischsuppe mit Garnelen. (7,50 Euro)
Khang Phed Eend Scharfes Curry mit Entenbrust. (19 Euro)

Suppe köstlich. Curry gut – aber Ente schmeckt nach … nach scharf, sonst nichts.

Restaurant Cho Fah. Stadtmitte. Die zwei, drei Restaurants, die ich mir notiert hatte, waren voll. Also wählte ich die Thai-Küche. Sie war gut besucht, aber eben nicht völlig besetzt. Ich ging zufrieden raus, war aber nicht rundum angetan. Es wurde zu wenig wert auf den Eigengeschmack der Hauptzutaten gelegt (Garnelen, Entenbrust). Brühe oder Sauce jeweils zu dominant.

Leer

(Ja – ich weiß – die Stadt liegt jenseits der Grenze in Deutschland- ist aber so friesisch wie auf der niederländischen Seite.)

Bruschetta mit Parmesan
Dreierlei vom Fisch (Seezunge, Kabeljau, Wolfsbarsch) mit Kartoffelpüree

Bruschetta überladen – viel zu viel Parmesan.
Fisch – gut. Wobei ich kaum Unterschiede zwischen den 3 Filets schmeckte. Dem Koch gelang es nicht, die Eigenarten schmeckbar zu machen.

Lokal: Hafenbar Schön am Ortsteich gelegen. Restaurant gut besucht. Wirkt ambitioniert, hat aber noch viel Luft nach oben.

Kulinarisches Brevier: Griechenland 2

Wie schon bei der ersten Griechenlandtour war ich auch diesmal erstaunt, wie vielfältig die regionale Küche ist und wie gut selbst die einfachen Lokale sind.
Essen lauwarm und in Öl schwimmend – das war gestern.

Athen

Restaurant Yantes (Stadtteil Exarchia)
Schöner, ruhiger Innenhof und auf postmoden getrimmtes Restaurant – mit exzellenter Küche.

1) Lentil salad “bio” with sun-dried tomatoe 
2) Fresh sardines with potatoes, white whine and fresh thym 
3) Tsatsiki 
4) Restina (0,25l)

Linsensalat mit getrockneten Tomaten. Dazu viel Petersilie, die wie ein Geschmacksverstärker wirkten. Richtig gute Kombi, wenn auch mit ein wenig zu viel Flüssigkeit. Die Sardinen auf Scheiben von gedämpften Kartoffeln. Aber auch hier eine Spur zu viel Öl dazu gegeben. Tsatsiki sehr fein püriert!

Chalkida

Restaurant Delfinia
Eher rustikales Touristen-Lokal am Kai. Ausgesprochen nette und schnelle Bedienung.

1) Mediterraner Salat (Tomaten, Frischkäse, Kapern, Ruccola)
2) Souflaki (mit BB Sauce)

Salat klasse und reichlich. Souflaki fast zu üppig portioniert. BB-Sauce rauchig.

Rovies

Namenloses Restaurant am kleinen zentralen Platz

1) Gebratene Kartoffeln
2) Tsatsiki
3) Teigtasche mit Fleischfüllung

Deftig, rustikal, einigermaßen sättigend. Gut ist allerdings etwas anderes.

Agiokampes

Restaurant Ouzeri the Dolphins
Schön gelegen, direkt am Meeresufer. Machte allerdings extrem früh zu (gegen 18:30 Uhr) – so dass ich Glück hatte, überhaupt noch etwas zu bekommen. Ich wurde als einziger Gast schnell bedient und schnell wieder hinauskomplimentiert. Vorsaison!

1) Oktopus aufgetaut und schlecht gewärmt. Dazu Brot.
2) In einem der wenigen offenen Shops kaufte ich mir danach einen heimischen Wein und ein Päckchen Walnüsse.
Der Wein war allerdings gekippt und ungenießbar.
Pechtag.

Volos

Restaurant Tsipouradiko Dionysis
Am Hafen. Nettes, eher traditionell gestaltetes Restaurant.

1) Kartoffelsalat (war eher Kartoffelstampf)
2) Shrimps in pikanter Tomatensauce

Alles sehr konventionell. Okay, aber ohne besonderen Geschmack.

Platamonas

Restaurant ΨAPOTABEPNA TO ΛIMANAKI
Beliebtes Hafen-Lokal.

1) Knoblauchbrot
2) Brokkolisalat
3) Fangfischer Fisch (Fagri)
4) Pudding und orientalisches Gebäck

Knofelbrot ausgezeichnet. Salat mit roten Paprikastreifen, Gurken und schwarzen Oliven verfeinert, lauwarm – ebenfalls gut. Fisch mit zartem und sehr intensivem Fleisch. Punktgenau gegart. Dazu eine feine Buttersauce mit Zitronenaroma und viel Peterle. Die Nachspeise eine Zuckerbombe. Zu viel Honig, Zucker und Sirup für meinen Gaumen.

Makrygialos

Restaurant ΓΕΥΣΕΙΣ ΤΗΣ ΘΑΛΑΣΣΑΣ
An Küstenpromenade. Schönes Restaurant, modern eingerichtet. Sehr gute Küche.

1) Auberginensalat (mit Knoblauch, Feta, Zitrone und Petersilie aufgepeppt)
2) Miesmuscheln (herausgelöst, zu kleinen Kugeln zusammengeklebt und dann frittiert)

Grandioses Essen.

Thessaloniki

Restaurant Full tou Meze
Trendiges Restaurant im szenigen Kneipeniertel (in der Nähe des Jüdischen Museums). Spezialisiert auf griechische Tapas = Mezes.

1) Hühnchenleber mit roten Zwiebeln und wenig Essig
2) Schrimps in Tomaten-Feta-Sauce
3) Gefüllte Champignons (Feta, Parmesan und gehackten Champignons)

Alles tadellos, vor allem die Leber exzellent- toll saftig gebraten.

Am nächsten Tag gleich ein zweites Mal ins gleiche Lokal gegangen.

1) Linguine mit Garnelen
2) Gemüselasagne

Diesmal nicht so begeistert wie beim ersten Mal. Auch Köche haben Tagesform.

Restaurant Aristotélous
Sehr traditionelles Lokal. Ouzeria. Old fashioned im besten Sinne. Hier geht alles ein wenig langsamer, entspannter. Kellner sind sehr gut ausgebildet und verstehen ihren Job. Freundlich und distanziert zugleich.
Sehr gute Küche!
Restaurant ist ein wenig schwer zu finden. Es liegt in einem stillen Innenhof.

Good old times

1) Anchovis in lauwarmem Sud.
2) Gebratene rote Paprika

Klasse!

1) Risotto in Oktopus-Tinte
2) Mit Feta gefüllter gebratener Tintenfisch
3) Hausgemachter Kuchen

Alle Mezes (Vorspeisen / Tapas) wirklich hervorragend. Lokal ist sehr zu empfehlen.

Nea Moudania

Restaurant Erodius
An der Hafenpromenade. Modern. Sieht von außen nach “nobel” aus. Löst den Anspruch aber (außer bei den Preisen) nicht ganz ein.

1) Tsatsiki
2) Mediterraner Salat
3) Frittierte Sardinen

Das beste war noch das hausgemachte (sehr “grobe”) Tsatsiki. Die Sardinen waren verschenkt.

Neos Marmaras

Restaurant Taverna Christos
Sehr sympathisches Lokal direkt am Meer.

1) Auberginensalat
2) Anchovis-Suppe
3) Hausgemachter Kuchen

Anchovis Suppe fantastisch (Basis: Fischsuppe – Anchovis gaben der Suppe den speziellen Geschmack. Mit Peperoni-Scheiben, Zitronenscheiben und Feta gewürzt. Klasse

Sarti

Restaurant Alexandros
(Bin mir über den Restaurant-Namen nicht mehr so sicher. Hab vergessen, ihn aufzuschreiben.)
Sehr klassisches Lokal – mit viel griechischem Holz. Strandnah. Sehr angenehmer Betreiber und aufmerksamer Gastgeber.

1) Kartoffelauflauf mit Speck und viel Käse
2) Frittierte Garnelen (aus Tiefkühltruhe)

Ging so. Über die Qualität der Küche lässt sich nicht viel sagen. Ich war einziger Gast. Kam sehr spät. Die Mutter des Wirtes improvisierte etwas. Ich wurde satt und war sehr zufrieden.

Ierissos

Restaurant Mouragio
An Strandpromenade. Sehr gute Küche. Flotter, gut ausgebildeter Kellner.

1) Fischsuppe
2) Fangfischer Fisch in Zitronensud – auf Gemüse
3) Kandierte Orange

Sehr schmackhafte Suppe. Richtig guter Platt-Fisch (habe den Namen allerdings nicht verstanden). Etwas gewöhnungsbedürftig die Nachspeise.

Asprovalta

Restaurant Votsalakia
An Strandpromenade. Klassischer Grieche. Auf Meeresfrüchte spezialisiert. (Was auch sonst.)

1) Teller Halbe/Halbe (Tsatsiki/Auberginensalat)
2) Tintenfisch gebraten.

Sehr sehr zarter Tintenfisch. Trotz der Menge: Habe alles verschlungen – mit Freude.

Drama

Restaurant Ellinikon Gefsipoleion
Schickes Restaurant im Zentrum. Fast alles in Weiß gehalten – selbst Holz-Tische und Holz-Stühle.
Junges Publikum und junge Bedienung – vor und hinter der Theke. Küche hat wohl Gourmet-Anspruch. Speisekarte nur auf Griechisch. Offenbar ist man in Drama nicht auf ausländischen Tourismus eingestellt.

1) Kartoffel-Paprika Eintopf
2) Miesmuscheln in Weißweinsud

Eher durchschnittliche Kost.

Restaurant Meating
Restaurant mit coolem ins ziemlich Schwarz gehendem Look. Ambitionierte Bistro-Küche.

1) Salat mit Jungem Spinat und marinierten Pilzen
2) Wolfsbarsch auf Karottenpüree mit Zitronensauce

Sehr sehr feiner Geschmack.

Xanthi

Restaurant Palia Poli
Restaurant in historischem Gewölbekeller. Ambitionierte Regionalküche. Vile Fleisch. Auch Wild.

1) Fischsuppe
2) Geschmortes Lamm (mit Honig und Thymian mariniert)

Köstlich. Beides.

Komotini

Restaurant Sultan Tepe
Restaurant im Zentrum, das gleichzeitig Feinkostladen ist oder umgekehrt. Sehr nette Atmosphäre. Familienbetrieb (wie fast alle kleineren Restaurants.)

1) Gekochtes Kraut mit Speck
2) Rippchen mit Senf
3) Selbstgemachte Fritten

Deftiges, gleichwohl gutes Essen. Aber definitiv zu viel.

Alexandroupolis

Restaurant Nisiotiko
Seafood-Restaurant. Exzellent. Etwas kühles, modernistisches Interieur.

1) Auberginensalat
2) Aal im Weinsud

Unglaublich zart der Aal. Und überhaupt nicht fett. Manchmal zweifelte ich, dass ich die Speisekarte richtig gelesen hatte. Ich stöberte noch mal im Menü. Es war Aal. Chapeau!

Souflil

Namenloser Schnellimbiss

Ich war froh, überhaupt eine offene Lokalität gefunden zu haben. Gab mich mit wenig Essen und viele Bier zufrieden.

Kulinarisches Brevier: Frankreich / Teil 4 (Mittelmeer)

Wieder Frankreich und wieder nicht recht überzeugt. Kulinarisches Paradies ist anderswo. In Spanien zum Beispiel.
Selten war etwas wirklich schlecht. “Exzellent” aber kam kaum vor. Jammere ich jetzt auf hohem Niveau? Ich weiß es nicht. Vielleicht liegt es am budget, das ich zu klein ansetzte. Aber im Bereich von 30 bis 40 Euro für ein einfaches Menü ohne Wein (eigentlich nicht so wenig Geld) strengen sich französische Mittelmeerköche offenbar nicht mehr an.
To make a long speech short: Ich habe gut gegessen, aber kein Gefühl für außergewöhnliche Leistung bekommen.

Collioure

Gruissan

Saintes-Maries-de-la-Mer

Marseilles

Cassis

Le Lavandou

Fréjus

Juan-les-Pins

Kulinarisches Brevier: Spanien / Teil 4

Tapas und Wein. Das ist die Kurzformel für die ersten Woche entlang der spanischen Atlantik und Mittelmeerküste. Und das ist auch die Formel, wie ich die architektonische Katastrophe entlang der Küste einigermaßen ertragen konnte. Selbst Alltagsweine (weiß und rot) enttäuschten mich fast nie. Selten aß ich schlecht. Und immer wieder wurde ich davon überrascht, dass Tapas vor allem in Andalusien meist selbstverständlich zu einem Getränk gereicht werden. Wie oft reklamierte ich falsche Rechnungen, gab an, dass ich vielmehr gegessen hätte als berechnet wurde. Immer gab es die gleiche Antwort: Tapas sind bei Wein und Bier dabei. Ich verstehe nicht, wie sich das rechnet. Schon gar nicht, weil es oft handwerklich aufwändige kleine Gerichte waren.

Immer mehr gewöhnte ich mich auch an das andalusische Frühstück: Tostadas! Geröstetes Weißbrot, auf die ein Tomatensugo gestrichen wurde. Mal fein, mal grob, mal wenig gewürzt, mal herzhaft. Hing ganz davon ab. Mit ein bisschen Olivenöl und frischem Pfeffer konnte man sie am Tisch verfeinern. Köstlich.

Die Hauptspeisen: Natürlich vorwiegend Fisch und Meeresfrüchte. Ich hatte den Eindruck, dass in Nordspanien noch eine Spur raffinierter gekocht wurde. Aber insgesamt: Sehr gutes Niveau, oft sogar in ausgesprochen touristischen Gegenden.

Huelva

1) Queso con Anchoas (Ziegenkäse mit Sardellen) 14,00 Euro
2) Riñones (gebratene Nieren) 13,50 Euro

Gute Qualität. Aber nicht herausragend.

Restaurant “Portichueleo”. Altstadt. Ein wenig auf Etepetete gemacht, im Grunde aber sehr bürgerliche und traditionelle Küche. Ein wenig überteuert.

Lepe

Ración Jamón Ibérico 13,00 Euro

Standard. Und standardmäßig gut.

Sevilla

1) Tapa Paella 3, 00 Euro
2) Tapa Ternera a la cervez Kalbfleisch in Biersoßea 3,00 Euro
3) Alcachofas con Jamón Artischocken mit Kochschinken. 8,00 Euro

Tapas ordentlich. Sehr köstlich die gebratenen Artischocken.

Tapasrestaurant “La Sacristia”. Altstadt.Touristenlokal. Nicht unbedingt die erste Adresse. Aber die Gaststätten, die ich mir ausgesucht hatte, waren übervoll. Ich war zufrieden.

Später in einem anderen Touristenlokal hab’ ich ein wenig “nachgelegt.”

1) Tapa Antun Rojo (Gebratener Thunfisch) 4,00 Euro
2) Tapa Espinacas (Spinat) 3,00 Euro

Beides fein! Thunfisch auf eine Art Pesto mit mediterranem Gemüse (gebraten). Spinat klassisch mit Speckwürfeln.

Bar “La Catedral”. Ebenfalls Altstadt.

Vetaherrado

Manchmal, wenn mich unterwegs der Hunger quälte, half auf der Schnelle nur ein gut gekühltes Bier und eine Semmel mit Jamón Ibérico.

Jerez

1) Carpaccio Bacalao (Kabeljau mit kandierten Orangen)
2) Arroz negro (Reis in schwarzer Tintenfischsoß mit Garnelen)

Beides Extraklasse. Das Carpaccio ein Gedicht. Hauchdünner weißer Fisch. Extrem schmackhafte Orangen. Gekonnt gewürzte Soße, die nie den Fisch übertrumpfte.

Restaurant “la Cruz Blanca”. Altstadt. Schöne Terrasse. Sehr gute Küche. Empfehlenswert.

Zahara de los Atúnes

1) Ración Albóndigas (Fleischbällchen) 7,50 Euro
2) Atun Plancha (gebratener Roter Thunfisch).

Beide Gerichte nicht fein, aber sehr gut zubereitet.

Hotelrestaurant “Almadraba”. Traditionelles Lokal. Von Einheimischen stark frequentiert. Gut!

Tarifa

Tortitas de Camarones (Mehlfladen mit Garnelen). Andalusische Spezialität. Teig wird aus Mehl und Kichererbsenpüree hergestellt. Mit Petersilie und Zwiebeln gewürzt. Ausgebacken. Köstlich.

Atún Degustación (Thunfisch in 4 Varianten). 29, 0 Euro

Von gelungen bis misslungen: alles dabei. Sehr zartes Filet. Sehr zähes Bauchfleisch. Guter Sushi-Versuch. Trockenes eingelegtes Thunfischfleisch.
Von Zahara bis Tarifa und ein wenig darüber hinaus ist berühmte Thunfischgegend. Fischer sind spezialisiert. In Zahara gibt es das “bekannte” Thunfischschlachten. Blutrotes Hafenbecken währende der Fangsaison. Also aß ich auf dieser Strecke immer wieder Thunfisch – weil frisch. Frisch war er hier wohl auch, aber die Zubereitung ließ teilweise zu wünschen übrig.

Restaurant: “La Pescadería”. Touristisch orientiert.

Gaucín


1) Tapa zum Wein (Anchoas)
2) 1/2 Ración Croquetas 6,20 Euro
3) 1/2 Ración Camarones 7,20 Euro

4) Tarte (Apfelkuchen) 2,00 Euro

Alles sehr klassisch und gut.

Bar-Restaurant: “Casa Antonia”. Zentraler Platz. Sehr schöne Terrassenbar im Zentrum. Äußerst freundliche Betreiber.

Ronda

1) Queso de cabra al horno, compota de manzana y mermelada casera de mango (Gebackener Ziegenkäse in Blätterteig mit Mango Marmelade und Apfelkompott) 14,00 Euro

2) Rabo de toro “Pedro Romero” (Ochsenschwanz) 19,00 Euro

Köstlich. Beides. Sehr fein die Vorspeise. Sehr gekonnt das Schmorgericht.

Traditionslokal “Pedro Romero”. Gegenüber der Stierkampfarena. Schöne Atmosphäre. Stiertrophäen an den Wänden. Kellner sind sich der Tradition bewusst. Distinguiert, aber nie überheblich. Empfehlung.

Pizzara

Rincón de la Victoria

Paella. 14,00 Euro

Hatte Lust auf klassische Meeresfrüchte+Fleisch Paella. Da sie aber meist nur für 2 Personen angeboten wird, habe ich halt die doppelte Menge verputzt. Ich hatte Hunger. War nix für Feinschmecker. Eher für Magenfüller.

Restaurant “El Castillo”. Muss man nicht hin.

Salobreña

1) Amuse-Gueule
2) Ensalada de mango (Mango Salat) 11,00 Euro
3) Bacalao Bahía (Kabeljau) 14,00 Euro

Grandioser Salat. Selten so beglückt gewesen nach dem Verspeisen von Grünzeug. Superfrisch. Gereifte Mango mit Avocado gemischt. Grüne schmackhafte Tomaten mit Mozzarella belegt. Erdbeeren dazwischen. Das Ganze auf Basis eines unaufdringlichen Pestos. Alles mit grobem Meersalz bestreut. Selbst die wenigen eingestreuten Himbeeren passten. Welch eine Kombi! Bin nah dran zu sagen: best salad ever.
Aber auch der Kabeljau auf einem Tomatensugo und mit Parmesan überbacken war klasse.

Restaurant “Bahía” am Strand. War eine Empfehlung der Hotelrezeptionistin. Sie überzeugte mich nicht in die von Reiseführern angeführten In-Lokale zu gehen. Sie hatte mehr als Recht.

Almería

1) Chorizo Ibérico 7,50 Euro
2) Salmonetes (Meerbarben) 8,00 Euro

Klassische Gerichte in einem klassischen Lokal: “Casa Puga”. Altstadt. Sehr stilvoll und doch ungezwungen.

Alle weiteren Gerichte waren Tapas zum Wein. Ob Sardellen auf Artischockenherzen, Thunfischbrot, Fleischbrühe, Fleischklößchen oder selbst Lasagne als Tapa oder Schnecken.
Oft verstand ich nicht, wie man solche Köstlichkeiten quasi umsonst servieren konnte. Klasse.

San José

1) Amejas a la Marinera (Venusmuscheln) 14,00 Euro
2) Paletilla de Cabrito Estilo Doña Pakyta (Schulter vom Zicklein) 18,00 Euro

Beides professionell angerichtet. Schmackhaft. Fehlte aber jeweils der besondere Kick.

Hotelrestaurant Doña Pakyta. Etwas steril. Fantastischer Meerblick. Küche gut, aber nicht exzellent. Bedienung etwas ungelenk, dennoch freundlich.

Wenig später noch in eine Weinbar im Zentrum gegangen. Wieder ein köstliches Tapa als Beigabe:
Kaninchen-Kotelett.

Mojácar

1) Ensalda Tropical Gemischter Salat 9,50 Euro
2) Salmón Gebratener Lachs 15,00 Euro

Beim Salt so ziemlich alles zusammen gemixt. Meeresfrüchte. Früchte. Grüner Salat. Funktionierte weitgehend – ohne aber an die Qualität des tropischen Salats von Sloabreña heranzureichen. Lachs sauber zubereitet. Mit grobem Meersalz. Nicht zu trocken.

Restaurant AURORA. Strandrestaurant. Schön. Stylisch. Ein wenig auf edel gemacht, aber ohne steif zu sein. Sicher eine bessere Adresse unter all den standardisierten Touristenlokalen.

Cartagena

1) Tomate Partido/Bonito (Tomate mit Thunfisch) 2,80 Euro
2) Rabo Toro (Ochsenschwanz) 9,00 Euro

Guter Tomatensalat mit geräuchertem Thunfisch. Ochsenschwanz klassisch geschmort.

Restaurant “El Abasto”. Traditionslokal. Viel von Einheimischen besucht.

Alicante

1) Espardeñas (Seegurken) 14,90 Euro
2) Atún con ortiguillas de mar (Thunfisch mit Seeanemonen)
3) La classics tarta Tatin (Apfelkuchen).

Hab etwas gewagt: mir unbekannte Meeresfrüchte gegessen. Seegurken: Ungemein köstlich. Thunfisch mit essbaren Seeanemonen: irre Kombi. Ich war sprachlos. Und dann dieser wahnsinnige Apfelkuchen. Eigentlich ohne festen Teig. Mehr auf eine Masse aufgesetzt. Dazu getrocknete Waldfrüchte. Allerbeste Küche.

Restaurant: El Portal Tabernakel & Wines. In-Lokal. Eigentlich eine Tapas-Bar. Aber von der “ganz” gehobenen Sorte. Einige Tische, viele Plätze an “Ess”-Theke. Dazu eine riesige Weinauswahl. Absolute Empfehlung.

Torrevieja

Navajas (Schwertmuscheln) 6,00 Euro

Diese Muscheln waren in einer so guten Brühe zubereitet worden, dass ich sie wie eine Suppe trank und den Teller danach noch abschleckte. Unglaublich gut. Und der Preis einfach nicht begreifbar. 6 große Schwertmuscheln für 6 Euro. Eigentlich gibt es das nicht.

Restaurant “Mesón Real”. Ich war nur auf der Durchreise durch Torrevieja. Hatte aber Mittagshunger und hielt eher zufällig vor diesem Lokal, das aussah als gäbe es hier traditionelle Küche. Es gab sie! Dazu ein Kellner alter Schule. Junge, hatte ich Glück.

Altéa

Ceviche de Corvina (Ceviche mit Seebarsch) 12,00 Euro

Mit Mango verfeinerte Ceviche. Herrlich frisch. Nur wenig Grünzeug. Ein wenig Koriander gab den Pfiff.

Restaurant “El LLar”. Altstadt. Sehr schön, mit kleiner Straßenterrasse.

Dénia

Lubina a la plancha (Seebarsch) 13,00 Euro

Rustikal zubereitet. Mit sehr viel Knoblauch. Fast zu viel. Fisch zart und fangfrisch.

Restaurant “La Bahía”. Hafennähe. An kleinem schnuckeligen Platz. Sehr sympathische einfache Gaststätte. Offenbar von einheimischer Fischerkooperative betrieben.

Valencia

Croquetas de bacalao (Kabeljau-Kroketten) 5,00 Euro.

Alcossebre


1) Salmonetes
2) Arroz negro

Etwas zu trocken gebratene Salmonetes. Der Meeresfrüchte-Reis in Schwarzer Tintenfischsoße dagegen köstlich.

Restaurantname leider vergessen.

Almarda

Klassiker!

Deltebre

Völlig überforderte Küche. Das Menü optisch durchaus ansprechend. Kulinarisch aber ein Desaster. Geschmacklos. Alles

Cambrils

Meeresfrüchte Linguine. Exzellent.

Barcelona

1) Carxofa Arrebossades (Gebratene Artischocken) 8,75 Euro
2) Tronc de Bacalla (Kabeljau) 19,00 Euro

Bio-Essen. Hervorragend. Exzellente Artischocken. Exquisiter Kabeljau in sizilianisch inspiriertem Gemüsesud.

Restaurant: Allium. Altstadt. Sehr gemütlich. Sehr freundlicher und zuvorkommender Service. Gute Bioweine. Empfehlenswert.

Palamós

Katalanische Form der Papas Bravas. Tolles Amuse-Gueule.

1) Caneló de rostit i foie-gras (Canneloni mit Leberpastete und Parmesan) 15,00 Euro
2) Prix de la Llotja de Palamós Fangfischer Tagesfisch. 30,00 Euro
3) Pastis de formatge Käsekuchen 7,00 Euro

Grandioses Menü. Schon die Pasta außergewöhnlich. Der Fisch (verstand den Namen nicht) in einer hervorragenden Soße. Das weiße Fleisch enorm zart. Der Kuchen ein Gedicht. Der Teig bestand aus einer hart gebackenen Platte, die auf einer Art Quark geparkt war. Dazu Eis und eine rote Früchtesoße. Von getrockneten Waldfrüchten umrahmt.

Restaurant: La Menta. Altstadt. Stilvoll, eher klein. Sehr junges Personal. Sehr aufmerksam. Empfehlung.

Kulinarisches Brevier: Portugal / Teil 2

Lissabon

Kabeljau

“Gebratener Kabeljau mit geröstetem Knoblauch auf gekochtem Mangold und Kartoffeln im traditionellen portugiesischem Stil (=”Gequellte”)”. (18 Euro)
Sehr gut! Auf den Punkt gegart. Intensiver Knoblauchgeschmack, verstärkt durch Olivenöl, das mit Knoblauch parfümiert war.

Restaurant “Sea me”. Barrio Alto. Von außen eher unscheinbar. Innen modern und geräumig. Äußerst professionelle Bedienung. Fisch vor offener Küche auf großem Tisch und auf Eis gelagert. Hat fast Marktstand-Charakter. Absolut empfehlenswertes Restaurant.

Rotbarbe

1) “Queijo de Olveha curado Alentejo” (Reifer Schafskäse aus dem Alentejo) (5,0 E)
2) “Salada de Febras” (Salat aus gegrilltem Schweinefleisch) (5,90 E)
3) “Salmonetes grelhados” (Gegrillte Rotbarben) (19,0 E)

Leicht salziger, sehr schmackhafter Käse. Klasse Fleischsalat. Äußerst gut gewürzt. Sehr gute Rotbarben. Sie wurden mit Kartoffeln und Salat serviert. Zum Fisch gab es mit gebratenem Knoblauch parfümiertes und mit grobem Meersalz gewürztes Olivenöl. Obwohl Knoblauch und Salz grob, gaben beide dem Fisch eine feine Note. Sehr überzeugend.

Restaurant “Ponto Final”. Cacilhas. Traumhaft am Tejo gelegen, mit phantastischem Blick über den Fluss auf das Zentrum von Lissabon. Terrasse auf einem stillgelegten Kai. Sehr freundliche Bedienung. Empfehlung!

Alcácer do Sal

1) “Schafskäse” (aus lokaler Produktion) (2,50 E)
2) “Linguiça ‘assada'” (Gebratene Hausmacherwurst) (3,30 E)

3) “Calderado de Enguias” (Aal mit gebackenen Kartoffeln in Fsch-Eintopf) (12,00 E)

4) “Mousse de chocolat casera” (2,50 E)

Sowohl der Käse als auch die geratene Wurst ausgesprochen gut. Wurst war eine Art Mini-Chorizo, die im eigenen Fett gebrutzelt wurde. Leicht scharf.
Der Aal Eintopf schlicht exzellent. Überhaupt nicht fett, wie sonst Aale oft serviert werden. Eintopf mit Kartoffeln, Zwiebeln, enthäuteten Tomaten und Lorbeerblatt zubereitet und leicht mit Minze parfümiert. Klasse!
Mousse okay.

Restaurant “Retiro Sadino”. Im Zentrum, direkt am Fluss. Kleine nette Aussenterrasse. Innen etwas schwülstig eingerichtet. Aufmerksame Bedienung, guter Koch.

Odeceixe

“Coelho frito com Almeijoas” (Gebratenes Kaninchen mit Muscheln) (9,00 E)

Herausragender Kaninchen-Geschmack. Superzart. Passte auch mit den Muscheln zusammen. Ergab eine interessante Kombination.

Restaurant “Chaparro”. Im Orts-Zentrum. Sehr schönes Lokal mit großer Aussenterrasse. Spezialisiert auf lokale Küche. Sehr empfehlenswert!

Carrapateira

1) “Picas em azeite biológico de Oliveira” (Eingelegte Sardinen) (5,50 E)
2) “Porco bravo estufado em Vinho Tinto)” (Wildschwein-Eintopf in Rotwein) (9,50 E)

Vorspeise und Hauptgericht gut, aber ohne Raffinesse. Sardinen waren leicht pfeffrig gewürzt. Und das Wildschwein schien mir eher ein Hausschwein zu sein. War zudem ein wenig zu trocken geraten. Trotzdem nicht schlecht.

Restaurant “Petisqueira Refinada”. Im Orts-Zentrum. Urig eingerichtet. Es war eh überraschend, dass es in diesem winzigen Ort überhaupt ein Lokal gab.

Lagos

“Tartaro Atum” (Thunfisch-Tartar) (7,90 E)

Exzellentes Tartar. Mit Mango-Stückchen verfeinert. Mit gutem Olivenöl mariniert. Und schließlich mit Ruccola drapiert. Alles stimmte.

Restaurant “Tavinos”. Grandioses Weinlokal in der Altstadt. Riesen Auswahl an spanischen Tropfen. Exzellente Beratung und sehr nette Kerle hinter der Theke.

1) “Mit Speck gefüllte Pilze” (5,10 E)
2) “Arroz camarao” (Reispfanne mit Garnelen.) (10,50 E)

Pilze sehr gut und Füllung aromatisch. Reispfanne war gut, eher rustikal. Für meinen Geschmack fehlte ein wenig der Pfiff.

Restaurant “O Alberto”. Das Restaurant ist – laut Reiseführer – sehr bei den Einheimischen beliebt. Zumindest bei denen, die es traditionell lieben. Genauso war auch das servierte Essen. Grundsolide. Nicht verkünstelt. Der Wirt kochte selbst in der einsehbaren Küche. Sehr sympathisch.

1) Amuse gueule: Lachsconsommé mit Couscous, Fetakäse und Salat
2) Jakobsmuscheln auf 3 Arten: mit Miso-Kruste, karamellisiert mit Guave-Chutney, und geräuchert auf Lauchpüree (15,80 E)

3) Corvina-Filet (Seebarsch), kurz angebraten, auf schwarzem Bohnenpüree, gedünsteter Rote Beete. Mit Kräutersauce. (22,50 E)
4) Birnen-Mandel-Tarte, mit Joghurt-Zimt-Parfait und Honig-Sauce. (9,50 E)

Ein Menü zum Dahinschmelzen. Lachsconsommé mit intensivem Geschmack. Die Jakobsmuscheln, egal wie zubereitet, köstlich. Der Fisch super gegart.Kross, krachende Haut. Sowohl Bohnen als auch Rote Beete ergänzten den Fisch großartig. Und irre gut die Nachspeisenkombi.
Das Ganze hatte Sternequalität.

Restaurant: “Dos Artistas” in Altstadt. Sehr geschmackvoll eingerichtet. Aufmerksamer Service. Herausragende Küche. Weine etwas überteuert. Muss wohl so sein.

Albufeira

Gebratene Sardinen (7,50 Euro)
Musste auch mal wieder sein. Der Klassiker! Kann man nicht viel falsch machen. Vorausgesetzt, der Fisch ist frisch gefangen.

Tavira

1) Couvert: Oliven, Sardinen in der Konserve, Kräuterbutter.
2) “Gebratene Garnelen”
3) “Gebratener Tintenfisch”
4) “Zitronenkuchen mit Merengue”

Alles sehr gut. Sowohl Garnelen als auch Tintenfisch waren jeweils pikant gewürzt. Zitronenkuchen klasse.

Restaurant: “Ponto de Encontro”, in Altstadt. Sehr einladendes Lokal ohne Schischi. Scheint beliebt zu sein.

Kulinarisches Brevier Moldawien

In Chișinău bin ich 2 Tage vor meinem geplanten Rückflug angekommen. Hatte also Zeit, mir die Stadt anzuschauen und nach besonderen Restaurants zu suchen.
Das kulinarische Angebot ist überraschend groß. Von westeuropäisch inspirierter Küche bis zu russischen und und rumänischen Klassikern. Überrascht hat mich auch die Anzahl richtig guter Cafés, allesamt sehr modern eingerichtet.
Es gibt in diesem doch eher armen Land offenbar ein zahlungskräftiges Publikum, das den westlichen Lebensstil kopiert und auch gerne seine (finanziellen) Privilegien zur Schau stellt. In großen Teilen der Stadt ist Armut deutlich spürbar. Die Märkte voll, aber mit überschaubarem Angebot. Fast alles wird auf der Straße angeboten.

Was das Spezifische an der Moldawischen Küche ist, erschloss sich mir natürlich in so kurzer Zeit nicht.
Es war mir am Ende meiner Rreise aber auch egal. Ich liess mich treiben.

In vielen Restaurants gab es sehr guten einheimischen Wein. Die Winzer in Moldau scheinen mächtig aufgeholt zu haben.

In den Lokalen bestellte ich einfach drauf los. Die Speisekarten waren meist in russisch geschrieben. Und wenn sie mal ein wenig englisch aufwiesen, verstanden die Kellner das Geschriebene oder von mir Erfragte nicht. Ich kam aber durch.

Die Preise waren wie im ganzen Osten ziemlich moderat.

1) Wine Bar/ Q-Bar (Altstadt)
t-e-0161-moldawien-cichinau-gesamt-01

Brokkoli-Creme Suppe
Pasta mit Meeresfrüchten
Mousse au chocolat

Feines Essen mit deutlich französischen Akzenten. Das war auch am Publikum zu erkennen. Im Restaurant fast ausschließlich französische Expats.

2) Orasul Vechi (Altstadt)

t-e-0161-moldawien-cichinau-gesamt-02

Borschtsch
Geschmorter Hase mit saurer Creme

Ausgesprochen nette, fast studentische Atmosphäre. Essen durchschnittlich, aber okay.

3) La Taifas (Altstadt)

t-e-0161-moldawien-cichinau-gesamt-03

Zweierlei Dolmades
Fischsuppe
Rostbraten

Dolmades mal mit Wein-, mal mit Kohlblättern. Letztere schmeckten mir fast besser. Insgesamt ausgesprochen gute Küche.

Kellerlokal. Sehr ambitioniert. Folkloristisch. Live Band, die dezent Volkslieder anstimmte.

Kulinarisches Brevier Rumänien

Zu kurz durchstreifte ich Ostrumänien, um etwas Substantielles zum gastronomischen Angebot zu sagen. Eine kulinarische Reise war es jedenfalls nicht. Immerhin sehr solide Kost. Und wieder gestaunt, wie billig die Restaurantpreise sind.

Siret

t-e-0158-rumaenien-putna-01

Salată cu piept de pui şi dressing de usturoi (Salat mit Hähnchenbrust und Knoblauchdressing) 3 Euro

Angenehm frischer Geschmack. Sehr saftige Tomaten.

Restaurant New Spring Siret. Sehr nettes Gartenlokal.

Putna

t-e-0158-rumaenien-putna-gesamt

Gebratenes Fischfilet
Pfannkuchen mit Himbeercreme

Schade um den Fisch. Er schmeckte nicht schlecht. ABER: Ich hatte vorher gesehen, wie er ausgenommen und in Teile zerlegt worden war. Also herrlich frisch aus einem See oder Bach gefischt. Und dann leider frittiert und sehr trocken serviert. Vielleicht mag man dies hier so. Ich fand es verschenkt.

Pfannkuchen gut.

Restaurant: Cabana Putna Dorina. Pensionsgaststätte. Riesiger Raum – auf Bustouristen zugeschnitten. Ich war aber (fast) allein. Aufmerksame Gastgeber.

Rădăuți

t-e-0159-rumaenien-suceava-national-01

Schweinelende im Speckmantel in Rotweinsoße mit selbstgemachten Fritten 4,25 Euro

Ausgesprochen gut!

Restaurant “Nationale” im Zentrum von Rădăuți. Kleiner Biergarten an der Straße. Drinnen geräumig im traditionellen Wirtshausstil. Anscheinend sehr beliebt bei den Einheimischen. Es war voll.

Suceava

t-e-0159-rumaeniensuceava-gesamt

Schaschlik.
Gut und reichlich. Mit sehr gutem selbstgebackenen Fadenbrot.

Großes Gartenrestaurant im Zentrum. Sehr voll.

Iași

t-e-0160-rumaenien-iasi-gesamt

Rinderbrühe
Gulasch mit Polenta

So lala.

In einem Straßenrestaurant der Fußgängerzone gegessen. Die interessanten  Restaurants waren voll.