Meer Europa

Tag 200 (26.04.2017) / Frankreich: Fréjus -> Juan-les-Pins

Strecke: 52 km (10:45 – 15:45 Uhr)

Zwei (!) Hundertster Tag meiner jetzt schon langen Europa-Umrundung. Netto mehr als ein halbes Jahr auf dem Europa-Sattel zugebracht. Ich war ein bißchen in Feierstimmung, der Himmel aber nicht. Wolkenverhangen. Ab und zu regnete es.

An diesem Strand, landeten am 14. August 1944 die Alliierten, um Frankreich und Europa zu befreien.

Stone washed

Ein Landungsboot der US-Marine zeugt davon.

Heroes

Trotz trübem Wetter: grandiose Natur! Porphyrrot.

Red flowers red stones

Das Massif de l’Estérel schiebt sich mit Wucht zwischen Fréjus und Cannes und hat doch lauschige Plätzchen. Wer würde nicht gerne mit dem Besitzer da unten tauschen, wenigsten für ein paar Wochen im Jahr und sein Abendbrot direkt auf der Meerterrasse zubereiten? Windbeschützt von rotem Fels und wild wuchernden Pinien.

Hier könnt ich wohnen / Teil 1

Eine wunderschöne Panoramastraße führt um die zerklüfteten Bergzüge herum. Und immer wieder entdeckte ich Orte, an denen ich es gut mal ein halbes Jahr aushalten könnte. (Und dass sich kein Mensch nähere!)

Hier könnt ich wohnen / Teil 2
Hier könnt ich wohnen / Teil 3

Ich verlangsamte meine Fahrt. Hielt immer wieder an. Staunte.

Red ball
Red stone

Nur der angekündigte Regen trieb mich weiter.

Red sand

“Where do you go to my lovely”?
Natürlich nach Juan-les-Pins.

Konnte aber bei der Ankunft in dem legendären Badeort der Côte d’Azur nicht ganz begreifen, was so legendär an ihm ist.
Lag es am grauen Wetter? An den leeren Stränden? Den verlassenen Kneipen? Den schon ziemlich heruntergekommenen Seitenstraßen? Den trotz Tristesse irreal überhöhten Preisen in den wenigen offenen Lokalen?

Unterkunft: Hotel “Villa Nina”. Strandnah. Eine Oase in der Schar der gesichtslosen Großhotels. Eine kleine privat geführte Villa, innen sehr geschmackvoll und kolonial eingerichtet. Sogar bezahlbar (59 Euro ohne Frühstück). Absolut zu empfehlen. Fahrrad in Hofschuppen abgestellt.