Meer Europa

Schlagwort Archiv: Eintopf

Kulinarisches Brevier: Norwegen 1

Ich hoffe, dass ich beim nächsten Mal (wenn ich die Schlussetappe in Norwegen fahre) mehr über norwegische Essensgewohnheiten, über Spezialitäten und die Qualtität der Restaurants sprechen kann. Viel zu selten hatte ich dieses Mal Gelegenheit, in Gasthöfen einzukehren. Und die Supermärkte unterwegs boten kaum Besonderes. Mangels Alternative musste ich mich oft von Konserven ernähren. Thunfisch in Öl oder in Tomatensoße eingelegte Makrelen: Mehr als einmal griff ich zu. Es schmeckte. Nur norwegischen Filter-Kaffee (allgegenwärtig) kann ich langsam nicht mehr ab. Zum Aufwachen ganz gut. Aber kein Genuss.

Alkohol: In den Restaurants und Bars fast unerschwinglich. Ein Lager oder Pis (0,4l) fängt bei ca. 9 Euro an, geht aber auch schon mal bis 12 Euro. Ein Glas Wein (0,12 l) ca. 10 Euro – der Preis steigt rasant mit der Qualität. 15 Euro für einen Schluck guten Sauvignon Blanc – nicht ungewöhnlich. Dosenbier gibt es in Supermärkten zu kaufen (ca. 3 Euro.) Wein dagegen nur in staatlichen Alkoholshops (Vinmonopolet).

Die sind auf dem Land aber eher selten. Eine Flasche durchschnittlicher Côtes du Rhône liegt bei ca. 12 bis 13 Euro.

Und ja: Gebäck ist in Norwegen richtig klasse. Ob Brot oder Zimtbolle.

Das macht Spaß.

Lakselv

Hotelrestaurant “Porsanger Vertshus

Pasta mit Hühnchen.
Anständig.

Repvag

Hotelrestaurant Repvag

Dorsch in Teigmantel
(Polnische Art)
Etwas trocken, aber ausgesprochen gut. Fisch auf den Punkt gegart. Gebratene Kartoffeln waren knackig und (Gottseidank) nicht ölig.

Tromsö

Restaurant “Fiskekompaniet”, am Hafen
Von meinem Reiseführer hochgepriesenes Fischlokal. Jedoch völlig enttäuschend.

Fish Soup
white fish, smoked salmon, mousseline, bottarga
Baked Bacalhau
tomato purèe, saffron risotto, olive-tomato and caper salsa

Sowohl Fischsuppe als als auch Kabeljau. Koch hatte u.a. komplett Salz vergessen. Wusste auch nicht, was würzen sonst heißt. Eigengeschmack wog das nicht auf. Hatte keine Lust, mich zu beschweren. Hätte es aber tun sollen/müssen.

Finnsnes

Hugo’s Pub

Eintopf mit gepökeltem Rentier
Kraut und Rüben. Sättigend. Mehr nicht.

Gratangen

Hotelrestaurant “Fjell Gratangen”
Endlich mal ein Koch, der sich anstrengte. Ich war spät gekommen (eigentlich nach Küchenschluss). Aber der nette Koch wärmte noch ein paar Reste auf. Dafür wirklich köstlich.

Pulled Rentier und Lachspaste auf Brot.
Gebratener heimischer Lachs

Mascarpone-Creme

Narvik

Bude mit Terrasse “Arild’s Grillbar”, Zentrum

Beef-Wrap
Mit allem
Gut.

Kobbelv

Restaurant “Kobbelv Vertshus”

Moose “karbonade” dinner
(Served with mushroom, onion sauce, fried potatoes, vegetables)
Das Rentier-Hacksteak war saftig. Wieder war ich überrascht über den feinen und zarten Geschmack von Rentierfleisch. Der Rest: na ja.

Ornes

Hotelrestaurant “Ornes

Panfried cod tongues from Rost
(Served with cooked potatoes, sour cream dressing and salad)
Fischgeschmack ging in der Panade völlig unter. Schade.

Trondheim

Restaurant “Folk og Fe
Sehr ambitioniertes Lokal an der historischen Brücke Gamle Bybro, das wahlweise ein 3 oder 6 Gänge Menü anbietet. Fast täglich wechselnde Menüfolge. Köche pflegen eine experimentelle nordische Gorurmetküche.

Vor “Schreck”,
endlich einmal exzellent zu essen, habe ich vergessen, mir Notizen zu machen und bekam das 3 Gänge Menü dann später auch nicht mehr richtig zusammen. Schon die Vorspeise
(Seeteufelcreme mit Kartoffelchips)
hatte eine solche Vielfalt an Aromen, dass ich fast überfordert war. Die Hauptspeise
(Gebratener Seehecht)
war samt butterzarter Soße unbeschreiblich. Mir ein Rätsel, wie man so eine krosse Haut hinbekommt, ohne dass sie verbrannt schmeckt und ohne, dass das Fischfleisch übergart wird.
Und dann das schmelzige
Nusseis
Irre!

Ich war kulinarisch wieder versöhnt mit Norwegen 🙂

Trondheim

Restaurant “Baklandet Skydsstation
Man muss nur in die Stadt gehen und schon hat man eine Riesenauswahl an guten Lokalen. Am zweiten Tag in Trondheim besuchte ich den Platzhirsch der lokalen Küche. Exzellente Hausmannskost.

Ob intensive und leicht scharf gewürzte
Fischsuppe
(Red tomato-based soup
w/ salmon, pollock, shrimp, carrots, celery, herbs. Bread and butter)
oder der Klassiker
Rentiergulasch
(Wild reindeer casserole in a delicious rich sauce with onions and mushrooms. Served with potatoes, crisp mixed salad, wild cranberries and flatbread).
Das war Gasthausküche at it’s best! Ganz zu schweigen vom
Hausgemachten Kuchen
(cheescake with blueberry sauce)
Kriegt man besser nicht hin.

Kulinarisches Brevier: Portugal 2 (Südküste)

Lissabon

Restaurant “Sea me”, Barrio Alto
Von außen eher unscheinbar. Innen modern und geräumig. Äußerst professionelle Bedienung. Fisch vor offener Küche auf großem Tisch und auf Eis gelagert. Hat fast Marktstand-Charakter. Absolut empfehlenswertes Restaurant.

“Gebratener Kabeljau mit geröstetem Knoblauch auf gekochtem Mangold und Kartoffeln im traditionellen portugiesischem Stil”
18 Euro
Sehr gut! Auf den Punkt gegart. Intensiver Knoblauchgeschmack, verstärkt durch Olivenöl, das mit Knoblauch parfümiert war. Die herrlich gedämpften Kartoffeln waren – so der Pfälzer Ausdruck – “Gequellte”.

Lissabon

Restaurant “Ponto Final”, Cacilhas
Traumhaft am Tejo gelegen, mit phantastischem Blick über den Fluss auf das Zentrum von Lissabon. Terrasse auf einem stillgelegten Kai. Sehr freundliche Bedienung. Empfehlung!

“Queijo de Olveha curado Alentejo”
(Reifer Schafskäse aus dem Alentejo)
5 Euro
“Salada de Febras”
(Salat aus gegrilltem Schweinefleisch)
5,90 Euro
“Salmonetes grelhados”
(Gegrillte Rotbarben)
19 Euro

Leicht salziger, sehr schmackhafter Käse. Klasse Fleischsalat. Äußerst gut gewürzt. Sehr gute Rotbarben. Sie wurden mit Kartoffeln und Salat serviert. Zum Fisch gab es mit gebratenem Knoblauch parfümiertes und mit grobem Meersalz gewürztes Olivenöl. Obwohl Knoblauch und Salz grob, gaben beide dem Fisch eine feine Note. Sehr überzeugend.

Alcácer do Sal

Restaurant “Retiro Sadino”, im Zentrum
Direkt am Fluss. Kleine nette Aussenterrasse. Innen etwas schwülstig eingerichtet. Aufmerksame Bedienung, guter Koch.

“Schafskäse”
Aus lokaler Produktion
2,50 Euro
“Linguiça ‘assada'”
(Gebratene Hausmacherwurst)
3,30 Euro

“Calderado de Enguias”
(Aal mit gebackenen Kartoffeln in Fisch-Eintopf)
12 Euro

“Mousse de chocolat casera”
2,50 Euro

Sowohl der Käse als auch die geratene Wurst ausgesprochen gut. Wurst war eine Art Mini-Chorizo, die im eigenen Fett gebrutzelt wurde. Leicht scharf.
Der Aal Eintopf schlicht exzellent. Überhaupt nicht fett, wie sonst Aale oft serviert werden. Eintopf mit Kartoffeln, Zwiebeln, enthäuteten Tomaten und Lorbeerblatt zubereitet und leicht mit Minze parfümiert. Klasse!
Mousse okay.

Odeceixe

Restaurant “Chaparro”, im Orts-Zentrum
Sehr schönes Lokal mit großer Aussenterrasse. Spezialisiert auf lokale Küche. Sehr empfehlenswert!

“Coelho frito com Almeijoas”
(Gebratenes Kaninchen mit Muscheln)
9 Euro

Herausragender Kaninchen-Geschmack. Superzart. Passte auch mit den Muscheln zusammen. Ergab eine interessante Kombination.

Carrapateira

Restaurant “Petisqueira Refinada”, im Orts-Zentrum
Urig eingerichtet. Es war eh überraschend, dass es in diesem winzigen Ort überhaupt ein Lokal gab.

“Picas em azeite biológico de Oliveira”
(Eingelegte Sardinen)
5,50 Euro
“Porco bravo estufado em Vinho Tinto”
(Wildschwein-Eintopf in Rotwein)
9,50 Euro

Vorspeise und Hauptgericht gut, aber ohne Raffinesse. Sardinen waren leicht pfeffrig gewürzt. Und das Wildschwein schien mir eher ein Hausschwein zu sein. War zudem ein wenig zu trocken geraten. Trotzdem nicht schlecht.

Lagos

Restaurant “Tavinos”, Altstadt
Grandioses Weinlokal
. Riesen Auswahl an spanischen Tropfen. Exzellente Beratung und sehr nette Kerle hinter der Theke.

“Tartaro Atum”
(Thunfisch-Tatar) 
7,90 Euro
Exzellentes Tatar. Mit Mango-Stückchen verfeinert. Mit gutem Olivenöl mariniert. Und schließlich mit Ruccola drapiert. Alles stimmte.

Lagos

Restaurant “O Alberto”
Das Restaurant ist – laut Reiseführer – bei den Einheimischen sehr
beliebt. Zumindest bei denen, die es traditionell lieben. Genauso war auch das servierte Essen. Grundsolide. Nicht verkünstelt. Der Wirt kochte selbst in der einsehbaren Küche. Sehr sympathisch.

Mit Speck gefüllte Pilze
5,10 Euro
“Arroz camarao”
(Reispfanne mit Garnelen)
10,50 Euro

Pilze sehr gut und Füllung aromatisch. Reispfanne war eher rustikal. Für meinen Geschmack fehlte ein wenig der Pfiff.

Lagos

Restaurant “Dos Artistas”, Altstadt
Sehr geschmackvoll eingerichtet. Aufmerksamer Service. Herausragende Küche. Weine etwas überteuert. Muss wohl so sein.

Amuse gueule: Lachsconsommé
mit Couscous, Fetakäse und Salat


Jakobsmuscheln auf 3 Arten

mit Miso-Kruste, karamellisiert mit Guave-Chutney, und geräuchert auf Lauchpüree
15,80 Euro

Corvina-Filet
Seebarsch, kurz angebraten, auf schwarzem Bohnenpüree, gedünsteter Rote Beete. Mit Kräutersauce.
22,50 Euro
Birnen-Mandel-Tarte
mit Joghurt-Zimt-Parfait und Honig-Sauce.
9,50 Euro

Ein Menü zum Dahinschmelzen. Lachsconsommé mit intensivem Geschmack. Die Jakobsmuscheln, egal wie zubereitet, köstlich. Der Fisch super gegart.Kross, krachende Haut. Sowohl Bohnen als auch Rote Beete ergänzten den Fisch großartig. Und irre gut die Nachspeisenkombi.
Das Ganze hatte Sternequalität.

Albufeira

Gebratene Sardinen
7,50 Euro
Musste auch mal wieder sein. Der Klassiker! Kann man nicht viel falsch machen. Vorausgesetzt, der Fisch ist frisch gefangen.

Tavira

Restaurant “Ponto de Encontro”, in Altstadt
Sehr einladendes Lokal ohne Schischi. Scheint beliebt zu sein.

Couvert: Oliven, Sardinen in der Konserve, Kräuterbutter
Gebratene Garnelen
Gebratener Tintenfisch
Zitronenkuchen mit Merengue

Alles sehr gut. Sowohl Garnelen als auch Tintenfisch waren jeweils pikant gewürzt. Zitronenkuchen klasse.

Kulinarisches Brevier: Griechenland 1 (West- und Südküste)

“Ein Ziel für Feinschmecker wird Griechenland wohl nicht mehr.” So steht es in fast jedem Reiseführer, den ich vor der Reise aufgeschlagen hatte. Ein Vorurteil, das sich für mich schnell erledigt hatte. Klar ist die ländliche Küche meist sehr deftig, fettig, rustikal. Das Essen soll satt machen. Fein ist etwas anderes. Doch selbst in  der Provinz habe ich immer wieder hervorragend gegessen, dann, wenn auf zu viel Öl verzichtet wurde und die Speisen nicht stundenlang vorgekocht und längst übergart waren. In größeren Städten war auffallend, wie viel Mühe sich die Köche mit der Verfeinerung der traditionellen griechischen Küche gaben.

Alles in allem war die Griechenlandtour auch eine Genussreise. (Dazu noch eine preisgünstige. Die Gerichte deutlich billiger als in Kroatien und erst recht als in Deutschland.)

Das fing schon damit an, dass in den allermeisten Tavernen, Bars und Restaurants zu einem Bier oder Wein immer auch ein “Tapa” gereicht wird. Kleine Köstlichkeiten. Mal aufwändig, mal auch simple Chips oder gesalzene Nüsse. Mir ist dabei nicht klar, wie sich das rechnet. Okay. Ein kleines Bier kostet etwa 2,50 Euro. Aber das Tapa muss nicht nur für die Ware, sondern auch mit der Zubereitungszeit kalkuliert werden. Das sieht nicht nach einem Geschäft aus.

Tapa: Bohnensalat
Einfach aber sehr schmackhaft zubereitet.

Tapa: Mixed Grill
Nahrhaft. Würstchen, Krokette, Weichkäse, Pommes.

Tapa: Wurst/Käse/Ringel-Zwieback
Gute Regionalprodukte.

Olivenöl – Brot – Wasser

Wer glaubt, dass nur in Deutschland richtig gut Brot gebacken wird, der sollte einmal nach Griechenland gehen. Keine Essen, zu dem nicht Brot gereicht wird. In den anspruchsvolleren Lokalen oft selbst gebackenes. Ob weiß, schwarz, Vollkorn: Es gibt viele Varianten.
Dazu wird meist hervorragendes lokales Olivenöl gereicht. Und so gut wie immer eine Karaffe Wasser. Um kaum etwas machen die Griechen mehr Kult als um frisches Wasser in geschmackvollen Karaffen serviert.

Igoumenitsa

Restaurant in der Straße Venzelou 6 – in der Fußgängerzone
(Name hatte ich leider vergessen aufzuschreiben). Scheint absolutes In-Lokal unter den Einheimischen zu sein. Supervoll den ganzen Tag und die ganze Nacht. Schneller Service, der allerdings kaum mehr als zwei Sekunden am Tisch verweilt. Trotzdem sympathischer Laden. Auch die Speisen an den anderen Tischen sahen gut und raffiniert
aus.

Gebratene Pilze
5 Euro
Exzellent gewürzt und auf den Punkt gegart. Respekt.

“Sardines married”
Gebratene Sardinenfilets
8 Euro
Gefüllt mit geschmorten Tomaten, Knoblauch und Petersilie. Dazu ein kleiner Kartoffelsalat. Verdammt gute Variante.

Parga

Fischlokal “Bacchos” an der Hafenpromenade
Touristenfalle. Abzuraten.

Auberginensalat
4 Euro
War eher eine verkochte Auberginenpaste mit groben, geschmacklosen Tomaten serviert.

“Steamed Mussels”
(Gedämpfte Muscheln)
8,50 Euro
Fettige Marinade, mit Knoblauchbomben und völlig versalzen.

Preveza

“Taverna O Kaixis”, nahe der Hafenpromenade
Bekanntes Stadtlokal. Gute Qualität. Schneller und ein wenig deutschsprachiger Service.

Tsatsiki
4 Euro
Ein wenig ölig. Viel Knoblauch. Passabel.

Bruschetta
2,50 Euro
Gute Variante. Kaum Tomate, vielmehr Paprika, auch scharfer. Geröstet. Sehr gut.

Geschmortes Lamm
9,50 Euro
Absolut klasse. Ohne Schischi. Super Lammgeschmack.

Paleros

Restaurant direkt am Hafen
Ist lokaler Treffpunkt und serviert klassische griechische Gerichte. Überforderter Service.

“Meat balls in red Sauce”
Fleischbällchen in undefinierbarer Tomaten-Soße. Lauwarm serviert. Zu viel Öl in der Soße. Sättigend. Mehr nicht.

Astakos

Restaurant “Olympic Pegasus” , Hafenmeile
Zweimal habe ich hier gegessen und es waren zwei grundverschiedene Tage. Am ersten war der Koch außer Form. Am zweiten richtig gut. Das Restaurant unterscheidet sich äußerlich kaum von den anderen Hafentavernen. Im Ort aber heißt es, es sei das beste der Lokale.

“Greek Salad”
5 Euro
Naja. Alle Zutaten ziemlich grob geschnitzelt. Die über den Fetakäse gestreuten getrockneten Kräuter machten das Ganze auch nicht feiner.

“Fried Red Mullets”
Frittierte Rotbarben
10 Euro
Oh je, was könnte man aus diesem köstlichen Fisch alles machen. Aber frittiert geht der ganze intensive Geschmack dieses Luxusfisches verloren. Schade.

Tsatsiki
3 Euro
Kein überflüssiges Fett, keine Knoblauchbombe. Viel Gurke. Klasse!

“Schrimps roasted”
10 Euro
Sehr sehr gute Shrimps. Müssen vom Tag sein. Feinster Geschmack. Gut und zurückhaltend gegrillt. Zitrone reicht völlig als kleiner Geschmacksverstärker. Sehr zufrieden.

Restaurant “O Tiriodae”, ebenfalls an der Hafenmeile Astakos’
Mittelmäßig.

“Stuffed tomatoes”
(Gefüllte Tomaten (mit Reis))
6 Euro
So war einmal das griechische Essen: von allem zu viel. Zu viel Öl, zu lang geschmort. Und dann auch noch lauwarm serviert.

Namenlose Taverne

Auf der Strecke nach Patras. Die Großmutter kochte auf zwei Feuern. Es gab nur zwei Mittagsgerichte: Bohneneintopf und Eintopf mit Lammfleisch.

Bohneneintopf
Dazu eine Scheibe Feta-Käse mit Olivenöl und Kräutern. Zusammen mit einem großen Bier: 8 Euro

Messolonghi

Taverne im Zentrum
Geschmackvolles Lokal mit Außenbewirtung in ruhiger Fußgängerzone. Sehr sympathischer Wirt, der auch schon einmal ein paar Jahre in Deutschland gearbeitet hat. Spendierte mir am Schluss einen köstlichen Schokoladenkuchen

Gegrillter Aal
9 Euro
Äußerst gut! Erneut (wie schon in Albanien) fettarm. Zitrone reicht völlig als Würze.

Kartoffelbrei mit Knoblauch gewürzt
3 Euro
Lecker. Starker Knofelgeschmack gibt dem Püree eine eigene Note. Passte auch gut zum Fisch.

Pyrgos

Restaurant in einer Seitenstraße im Zentrum (Name vergessen).
Netter Laden mit flinkem Personal. Qualität der Produkte überwiegend gut. Die Taverne scheint lokal beliebt zu sein. Sie füllte sich.

Greek Salad
5 Euro
Unterschied sich kaum vom ersten gegessenen Griechischen Salat. Alles sehr grob gewürfelt. Nur der Käse schien mir ein wenig feiner, zarter im Geschmack.

Geschmortes Lamm
8 Euro
Exzellenter Geschmack. Die Fritten hätte man sich sparen können. (Werden aber in Griechenland geliebt.)

Kalamata

Lokal “Ta Rolla”, in Marktnähe.
Gilt unter Einheimischen als das beste Restaurant für traditionelle griechische Küche. Die Großmutter kocht und führt wohl auch ein strenges Regiment. Die Tochter schmeißt den Laden und spricht ein wenig Deutsch.

Sehr zu empfehlen.

Gebratene Herzen von Wildartischocken
4 Euro
Köstlichkeit, die nicht mehr braucht, als ein wenig gutes Olivenöl, ein Spritzer Zitrone und etwas Meersalz. Klasse.

Panierter Kabeljau
7 Euro
Die frischen Fische waren aus, das hatte mir die Wirtin gesagt und mir den Kabeljau (gefroren) vorgeschlagen – wenn ich unbedingt Fisch wolle. Er war gut zubereitet, nicht mehr.
Dafür aber war die Beilage sensationell gewürzt. Kartoffelpüree mit Knoblauch. Dieser war offenbar roh und verlieh dem Ganzen eine brillante Schärfe. 

Am nächsten Tag nochmal ins gleiche Lokal gegangen.

Moussakás
5 Euro
Herausragend zubereitet. (Ohne Kartoffeln). Meisterlich gewürzt. Kein Tropfen Olivenöl zu viel. Sehr schön gestockt und geschmeidig im Mund. Eine Offenbarung.

Kalamata

Lokal in der zweiten Reihe am Hafen von Kalamata. (Leider schon wieder den Namen vergessen.) Stiller Ort. Freundliches Personal.

Geschmortes Lamm in Wein/Zitronensauce
8,50 Euro
Sehr zartes Fleisch. Ein wenig mit trockenen Kräutern gewürzt. Hier passten sie, bei den Fritten weniger. Ich hätte besser Reis oder Pasta gewählt. Lamm jedoch richtig gut. Große Portion.

Agios Nikolaos

Hafenlokal
Zuvorkommender Service. Alle Speisen sahen verlockend aus.

Gefüllte Horn-Paprikas
Mit Kräuterkäse gefüllte Paprikas, die selbst noch eine gewisse Schärfe hatten und sich gut mit dem Käse ergänzten. Einfaches aber wunderbares Gericht. Wiedermal kam es vor allem auf die Produkte an. Sie waren vorzüglich in dieser Region!

Githio

Restaurant “Saga”
Wie die meisten Lokale hier verfügt das Restaurant auch über Tische direkt am Meer. Service und Einrichtung machen einen sehr guten Eindruck.

“Rigonada”
5,50 Euro
Getoastetes Brot als Basis. Darüber geschmorte Tomaten mit Käse und vielen Kapern angereichert. Das Brot begann bereits aufzuweichen. Das Ganze schmeckte vorzüglich.

Gegrillte Dorade
22 Euro
Frischer Fisch. Fein zubereitet. Wenn auch etwas Salz fehlte. Es fehlte ein wenig Pfiff. Teuer.

Tripoli

Taverne “Klimataria Piteros”
Schöne Location mit großem Sommergarten. Eigenartig langsamer Service. Dennoch insgesamt feundlich und besuchenswert.

“Dolmades”
(“Stuffed wine leaves with freshly ground beef, rice and spices in egglemon sauce”)
5,50 Euro
Die Vorspeise war sättigend. Vor allem durch die Sauce. Sie hatte einen Hauch Meerettich als Gewürz. Gut.

“Kouneli kokkonisto”
(“Rabbit with fresh tomatoes sauce garnished with pasta”)
7,50 Euro für eine gute Portion
Sehr zart gegartes Fleisch. Köstlich. Der Sauce fehlte ein wenig Esprit. Fleisch machte das aber wett. Als Beilage gab es selbstgemachte Nudeln.

Argus

Einmal musste das sein. Während der Fahrradtour am Mittag in eine der vielen Souvlaki-Tavernen in Argus gegangen und mir diesen griechischen Fast-Food reingezogen. Kann man nicht viel falsch machen. Man muss aber  Fleischspieße mögen. Mir reicht es, wenn ich sie einmal im Jahr verschlinge.

Souvlaki
4 Euro

Korinth

Restaurant “Londou”
Fischtaverne am Hafen von Korinth. Nur zu empfehlen. Geschmackvoll und zurückhaltend eingerichtet. Sehr nette Betreiber und Servicekräfte. Lokal füllte sich schnell mit Lokalprominenz (offenbar der Gemeinderat). Die aß das Lokal leer. (Wer zahlt das?)

Bohnencreme mit süßlich geschmälzten Zwiebeln
3,50 Euro
Begeisternd. Kaltes Püree mit lauwarmen Zwiebeln.

Sardinen mit Pesto und Tomaten gefüllt
6,50 Euro
Sehr stimmiges Gericht. Zwei Sardinenfilets werden sandwichartig zusammengelegt und mit einer Füllung entweder aus grobem Pesto oder mit geschmorten Tomaten gefüllt. Das Ganze wird dann in der Pfanne gebraten oder gegrillt.
Richtig gut.

Schrimps in Zitronensauce
5,50 Euro
Wirtin gab mir halbe Portion. Exzellente Zubereitung. Schrimps ein wenig mit Käse überbacken. Gab  ihnen einen besonderen Kick. Fantastisch.

Athen

Restaurant “Melilotos”, im Zentrum
Sehr geschmackvolle Einrichtung fast schon designermäßig. Das Menü war eher international, Koch legte aber Wert auf einheimische bzw. lokale Produkte. Sehr zu empfehlen.

“Hähnchenbrust in Tomatensauce mit Pasta aus Kreta”
Füllige Pasta. Sehr gut. Tomatensauce exquisit und Hähnchenbrust-Stücke geschmackvoll.

Athen

Taverne “Rakor”, im Stadtteil Keramikos
Auch eher ein Designerokal, das aber Anklänge an den Tavernenstil pflegt.

“Fava: cappers preserved in lemon oil, wild sea fennel and herb oil”
4 Euro
Als ich das Gericht bestellte, hatte ich ein wenig Bammel die vielen Kapern könnten zu dominant sein. Waren sie aber nicht. Passten exzellent zu dem Kartoffel- Fenchelpüree. Alles hervorragend gewürzt.

“Chicken Bites: fried rice from Thessaloniki with black sesame seeds and fresh herbs, chicken filet marinaded in black beer and honey, tapped by homemade sun dried tomato mayonnaise”
6 Euro
Auch hier war wieder jede Zutat ein Mosaiksteinchen in einem Gesamtgenuß. Muss ein guter Koch zubereitet haben.

Athen

Restaurant “Athiri”, im Stadtteil Keramikos.
Wie die beiden anderen Lokale vorher verkörpert das Athiri den neuen griechischen Kochstil. Traditionelle Gerichte werden mit viel Raffinesse verfeinert. Die Zutaten kommen meist aus dem lokalen Umfeld.

“Smoked beef roll with ‘stamnagathi’ (spiny chicory), roasted red pepper, xinomyzithra cheese from Crete and a green pepper sauce”
7 Euro
Exzellente kalte Vorspeise.

“Fish of the day stifado (baby onion stew) in a lemon sauce with parisienne potatoes and spinach, scented with saffron”
17 Euro
Basis ist eine Bouillabaise. Darin ein sanft gegarter frischer Fisch, Spinat und kleine Kartöffelchen. Sehr gut abgeschmeckt. Fantastisch!

“Lemon cream in a butter biscuit, with yoghurt-honey foam and citron syrup”
6 Euro
Wunderbar lockere Nachspeise aus einem dünnen Biskuit-Boden, darauf ein Zitronen-Creme. Das Ganze bedeckt mit Honig-Yoghurt. Dazu einen aufgeschlagenen Zitronensyrup. Hätte am liebsten nachbestellt.

 

 

 

 

 

 

 

Kulinarisches Brevier: Kroatien

Nach allem, was ich gegessen habe: Die kroatische Küche ist eher rustikal. Ein wenig feiner im Norden (Istrien), deutlich derber weiter südlich (Dalmatien). Ähnlich bei den Weinen. Die besseren aus dem Norden, die weniger filigranen aus dem Süden. Insgesamt aber – für eine Tourismus-Gegend – eine erstaunlich gute und auch abwechslungsreiche Küche.

Porec

Restaurant “Istra”
Ein bisschen miefig. Aber netter Service.

“Manestra”
(Gemüsesuppe)
50 Kuna (6,50 Euro)
Ich fragte zweimal nach, ob dies wirklich eine “manestra” sei. Die Suppe war gut, kräftig. Aber die Hauptzutaten waren Bohnen, Nudeln und geschnetzelte scharfe Wurst. Der Kellner bestand darauf, dass das die traditionelle Gemüsesuppe sei. Ich hatte meine Zweifel. Es ging sehr in Richtung “pasta e fasoi” (ein kroatischer Bauerneintopf aus Saubohnen und Nudeln). Egal wie: Mir schmeckte es.

“Spaghetti con scampi a la buzara”
(Spaghetti mit Shrimps)
110 Kuna (14 Euro)
Die Shrimps werden dabei mit Olivenöl, Knoblauch und Kräutern mariniert (a la buzara)). Shrimps außerordentlich schmackhaft. Nudeln verkocht. Tomatensoße undefinierbar. Nur wegen der Shrimps gutes Hauptgericht.

Rovinj

Restaurant “Pastrik”
Schlichtes Lokal in Hafennähe

“Rible Pasirana Juha”
(Fischsuppe)
35 Kuna (4,50 Euro)
Sehr fettig. Hatte das Gefühl eine Fleischsuppe zu essen mit Meeresfrüchte-Einlagen. War absolut undefinierbar.

“Ćevapčići”
(Gegrillte Hackfleischröllchen)
42 Kuna (5,50 Euro)
Schlecht. Erinnerung an Balkangrillzeiten in den 70ern in Deutschland. Hatte dam Mittag einfach Pech mit dem Restaurant, in der Innenstadt war aber sowieso nichts anderes offen.

Rovinj

Hotelrestaurant “Eden”
Großer Saal für Busladungen von Gästen. Außer mir waren nur noch ein halbes Dutzend Österreicher da. Ich war ja froh, überhaupt eine Unterkunft und am Abend etwas zum Essen gefunden zu haben. Von daher: alles gut.

“Salata od Hobotnice”
(Octopussalat)
50 Kuna (6,50 Euro)
Ein bisschen sehr durcheinander mit allem. Nicht wirklich gut – aber auch nicht wirklich schlecht. Und Zitrone zum Abschmecken gab es ja auch.

“Saltimboca à la Romana”
(Kalbsschnitzel mit Schinken in Salbeisauce)
85 Kuna (12 Euro)
Es gilt das gleiche wie oben. Nicht gut, nicht schlecht.

Pula

Restaurant “Amphitheater”
Anspruchsvolle Küche. Netter und aufmerksamer Service

“Salata od Hobotnice”
(Octopussalat)
Köstlich. Sehr fein angemacht. Lauwarm.

“Pljukanci s boškarinom, rukulom i grana padanom”
(Hausgemachte Nudeln mit istrichem Rindfleisch, Rukola und Gran Padano)
80 Kuna (10,50 Euro)
Ausgesprochen gut.

Plomin

Hotel-Restaurant “Flanona”
War trotzdem ein schöner Abend.

“Putenschnitzel auf selbstgemachten Nudeln in Salbeisoße”
Naja. War das einzige offene Restaurant in der Gegend. Konnte meinen Hunger stillen. Schwamm drüber.

Zadar

Restaurant “2Riberas”
Moderne Einrichtung, modern angehauchte Traditionsküche. Aufmerksamer Service, gute Weine.

“Paški sir”
(Schafskäse von der Insel Pag)
55 Kuna (7 Euro)
Sehr guter Käse! Geht ein wenig in die Pecorino Richtung. Ist anscheinend eine weltbekannte kroatische Spezialität. Ich aß ihn zum ersten Mal und war begeistert. Würzig und doch mild. Mit sehr gutem kroatischen Olivenöl beträufelt.

Merkwürdigerweise ißt man Käse in Kroatien immer als Vorspeise, niemals als letzten Gang.

“Brancin na zaru”
(Gegrillter Seebarsch)
95 Kuna (12,50 Euro)
Sehr gut zubereitet. Auf den Punkt gegrillt. Frisch. Als Beilage gab es Kartoffelbrei gemischt mit Mangold. Toll.

“Ravioli s prsutom i tartufima”
(Ravioli mit Schinken und Trüffeln)
75 Kuna (10 Euro)
Nicht wirklich überzeugend. Ein wenig klebrig und kein eindeutiger Geschmack.

“Dagnje na buzaru”
(Muscheln in Weißweinsauce)
50 Kuna (6,50 Euro)
Mittelmeerfeeling! Richtig gut.

Sibenik

Konoba “Penkal”, in der Nähe des Gemüsemarktes
War eine Reiseführerempfehlung und war gut. Einfaches Lokal, einfache Küche – und alles andere als simpler Geschmack. Sympathische Bedienung (kaum Englisch), nette Leute im Lokal.

“Sarme”
(Kohlrouladen)
35 Kuna (4,50 Euro)
Mit Kartoffelbrei. Kohlrouladen sehr gut. Füllung aus Hackfleisch und Reis. Kohl schmeckte ein wenig nach Sauerkraut, was dem Gericht einen besonderen Pfiff gab. Klasse traditionelles Gericht.

“Calamari” mit Fritten
Kleine Portion: 35 Kuna (4,50 Euro)
Okay, geht aber auch besser.

Trogir

Konoba “TRS”
Hat den Anspruch, traditionelle Küche zu verfeinern. Das gelingt vollkommen. Sehr zu empfehlen. Dazu eine herausragende Weinbegleitung der sehr kompetenten Kellnerin.

“Riblje Pasirana Juha”
(Pürierte Fischsuppe)
30 Kuna (4 Euro)
Fein! Mit Reiseinlage. Fischsuppe wird in Kroatien offenbar immer wie eine “klare” Brühe zubereitet. Auf keinen Fall sämig. Schmeckt mir.

Pastikada od Janje
(Geschmorter Lammbraten)
140 Kuna (18,50 Euro)
Normalerweise wird eine Pasticada in Kroatien aus Rindfleisch gemacht. Dieses Lokal probierte es mit Lamm. Und es schmeckte exzellent. Dazu eine Strudel mit Mangoldfüllung. Himmlisch! Sehr exquisite Küche.

Split

Pizzeria “Galija”
Gilt als beste Pizzeria der Stadt. Glaub ich sofort. Am Rande der Altstadt gelegen. Viele Geschäftsleute. Viel zu gucken. Schnelle, freundliche Bedienung.

“Pizza Galija”
(Pizza mit Shrimps, Oliven, Kapern, Zwiebeln, Tomaten)
Einfach gut.

Makarska

Konoba “Kalalarga”
Sehr zu empfehlen. Kleines Gasthaus mit etwa 30 Sitzplätzen an 5 Tischen. Stimmungsvoll. Klasse Betreiber.

“Rible Pasirana Juha”
(Fischsuppe)
20 Kuna (2,60 Euro)
Die beste bisher. Leicht scharf gewürzt. Das gab der Suppe aber noch einen besonderen Pfiff. Außerordentlich gut – außerordentlich billig.

“Tuna”
(Gegrillter Thunfisch)
97 Kuna (12,50 Euro)
Mit einheimischen Bergkräutern gewürzt. Phantastisch! Gute Portion aus (so sagte mir der Fischer, der das Restaurant beliefert und sich im Gastraum aufhielt) dem besten Stück – unten am Bauch.

“Morski Pas”
(Haifisch)
75 Kuna (10 Euro)
In einer Weißweinsauce zubereitet. Wie eine Art Eintopf- zusammen mit Kartoffeln. Der Haifisch zart, die Brühe schmackhaft. Hab sie bis auf den letzten Tropfen ausgelöffelt.

Dubrovnik

Konoba “Lokanda Pescarija”
Direkt am Altstadthafen gelegen. Reisebuchempfehlung. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Urig eingerichtet, schneller Service.

“Kamenice”
(Austern)
4 Stück: 60 Kuna (7,85 Euro)
Köstlich.

“Rižot od Morskih Plodova”
(Meeresfrüchte Risotto)
88 Kuna (11,50 Euro)

Sehr heiß im Topf serviert. Ich hatte Mühe, die Portionen unfallfrei auf den Teller zu bekommen. In Kroatien scheint Risotto immer eine Art Eintopf zu sein. Viel viel Brühe. Meeresfrüchte z.T. ein wenig verkocht. Insgesamt aber gut gewürzt.

Dubrovnik

Konoba “Dundo Maroje”, Altstadt
Etwas spießig eingerichtet, aber sehr gute Köchin. Empfehlenswert.

“Janjetina na zaru”
(Gegrilltes Lamm)
109 Kuna (14,20 Euro)
Köstlich zubereitet. Ein Hauch Orange gibt dem Gericht etwas Besonderes. Dazu ausgezeichnetes Gemüse – ebenfalls gebraten.

“Palacinke Sato”
(Palatschinken mit Weinschaumcreme)
49 Kuna (6,50 Euro)
Herrlich. Palatschinken gibt es in Kroatien überall. Alte habsburgerische Tradition.

Kulinarisches Brevier: Spanien 2 (Atlantikküste)

In den Restaurants, die ich besuche, wird Hausmannskost serviert. Das signalisiert in Spanien aber – anders als in Deutschland – gute Qualität.

In der Regel sind die Gasthäuser auf dem Land (sofern nicht übergroß) Familienbetriebe. Mutter kocht. So wie für sich und die Familie, so für die Gäste. I love it.

La Coruña

Restaurant “Tabera o secreto”
Klasse Lokal zwischen Restaurant, Bar und Vinothek. Äußerst reichhaltige Tapas. Super Weinauswahl.

“Gambas al ajillo”
(Garnelen in heißem Öl mit Knoblauch)
11 Euro
Klassiker! Trotzdem überraschend gut zubereitet. Bin mir nicht sicher, ob ein paar Scheiben Zwiebeln mit drin waren, oder ob es junger Knoblauch war, was so zart schmeckte. Hoher Preis gerechtfertigt!

Malpica de Bergantiños

Restaurant “Casa Rosa”
Etwas außerhalb des Zentrums. Leider auch etwas steril. Aber sehr ambitioniert. Chefin (die lange in der Schweiz lebte) erklärte mir auch den Unterschied zwischen billigen und teuren Percebes. Die Länge macht es, bzw. die Kürze. Je kürzer, umso teurer. Da dann das Krebsfleisch konzentrierter sei.

Zamburiñas
(Kammmuscheln)
12 Euro
In einem einfachen Sud zubereitet. Ohne Schnickschnack. Klasse. Fast die beste Art der Zubereitung bisher.

“San Martiño a la plancha”
(Petersfisch gebraten)
23 Euro
Warum auch immer Petersfisch hier Martinsfisch genannt wird: Es war ein Leckerbissen.

Carnota

Restaurant “Miramar”
Sympathisches Hotelrestaurant. Treffpunkt der Dorfältesten. Selten so lautes Geplänkel gehört.

Embutidos
(Wurstaufschnitt)
8 Euro
Nicht mit deutschem Billig-Wurstaufschnitt zu vergleichen! Klasse Ware! Schinken, Salami etc. … Bisschen Käse nebenbei.

Zamburiñas
(Kammmuscheln)
15 Euro
Im Sud mit gebratenem Speck. Kräftiger Geschmack. Fast ein wenig erdrückend.

Noia

Restaurant “Elisardo”
Gutes Fischlokal, in dem die Mutter kocht und in dem Hausmannskost sehr ordentlich zubereitet wird.

“Caldo Galego”
(Galizischer Gemüseeintopf)
Sehr ehrliche und fast schon bäuerliche Zubereitung. Ein Genuss!

Almejas
(Venusmuscheln)
12 Euro
Fantastisch! Genialer Sud! Ohne ihn wäre das alles nur geschmackloses Meerfleisch. Ganz große Einfachküche!

“Champiñones al ajillo”
(Champignons in heißem Öl mit Knoblauch)
4 Euro
Ebenfalls Klassiker. Diesmal auch so zubereitet. Ohne Überraschung. Champignons einen Tick zu lange gebraten, ohne Biß. Aber okay.

“Lubina a la plancha”
(Gebratener Wolfsbarsch)
Jein. Gut. Und doch nicht ganz überzeugend. Nicht gut gewürzt? Fisch nicht ganz frisch? I don’t know.

Cambados

Restaurant “Poste do Sol”
Exzellentes Fischlokal. Überragend zuvorkommender Kellner.

“Caldo Galego”
(Galizischer Gemüseeintof)
4 Euro
Weiter oben schon mehrfach erläutert. Hier die allerbeste Zubereitung. Ich konnte nebenbei so viel aus dem großen Topf schöpfen wie ich wollte. Ich hätte eine Kompanie versorgen können. (Und nur 4 Euro! Welch ein Preis!)

Cigalas
(Kronenhummer gibt der Internetübersetzer an)
16 Euro
Simpel serviert. Ausgezeichneter Geschmack. Superzartes Fleisch. Ich ließ mir vom Kellner zeigen, wie man dieses Getier überhaupt isst. Er sagte mir: Immer mit den Fingern. Alles! Auch Hirn (oder war es Stör?). Alles. Und danach die Finger in Zitronenwasser waschen.

Pontevedras

Restaurant “Casa de Xantar”, im historischen Zentrum Pontevedras
Neben ausgezeichneten Tapas ist das Lokal zugleich eine Enothek. Mit den besten Weinen der Region. Sehr kenntnisreicher Kellner!

“Tacos de bonito, sésame branco soia e tomate”
(Thunfischhappen mit weißem Sesam, Soja und Tomate)
12 Euro
Äußerst feine Zubereitung im Sushi Stil. Fantastische Sesamsoße.

“Buñuelos de bacallao e coliflor”
(Windbeutel mit Stockfisch gefüllt, dazu Creme aus Blumenkohl)
6,50 Euro
Aromabombe. Klasse. Die Gewürze: grobes Salz und Pfeffer dabei auf Teller gestreut. So konnte jeder Windbeutel extra je nach Lust gewürzt werden.

Irgendwo unterwegs

Irgendwo in einem Straßencafé gegessen.

“Empanada atún”
(Mit Thunfisch gefüllte Teigpastete)
2,50 Euro
Klassischer galizischer Snack.