Meer Europa

Schlagwort Archiv: Meeresfrüchte

Kulinarisches Brevier: Niederlande

Erste Überraschung: Es gibt mehr als Pommes und Kibbeling (frittierter Fisch).
Zweite Überraschung: Es gibt gar keine niederländische Küche. Alles was ich gegessen habe, fällt unter “internationale Küche”. Die war aber richtig gut.
Drittens: Ein paar “holländische” Spezialitäten gab es dann doch: Lamm etwa – von der Natur gesalzen. (Schafe weiden auf Dämmen, deren Wiesen das Salz des Meerwassers aufgenommen haben.)
Viertens: Nichts war billig. Ausgehen ist in den Niederlanden eher kostspielig.
Und zum Fünften: Viele Lokale hatten richtig gute Weinkarten. Die meisten Bars wussten auch mit Rotwein umzugehen (leicht gekühlt servieren!).
Alles in allem (bis auf die Preise) also ein Vergnügen, sich bewirten zu lassen.

Zoutelande

Hotelrestaurant “Het Verschil”, im Zentrum
Stimmungsvolles Lokal, in dem zwar klassisch gekocht wird, das aber dennoch experimentierfreudig und modern daherkommt.

Bisque van schaaldieren me zure room en croutons”
(Suppe von Meeresfrüchten mit Crouton)
9 Euro
Zacht gegaarde lamsbout, gelakt met bbq saus”
(Lammkeule mit BBQ-Sauce glasiert)
21 Euro

Suppe ausgezeichnet mit witzigem Groß-Crouton.
Was sich genau darauf befand, weiß ich nicht. Schmeckte nach Stör – von welchem Fisch? Who knows.
Lamm klasse geschmort.
BBQ-Sauce ein wenig zu aufdringlich.
Vielfältiges Gemüse – gut gegart, knackig.

Den Haag / Sheveningen

Restaurant “Vigo”, Stadtteil Sheveningen
Sehr geschmackvolles Lokal, ambitioniert. Junges Publikum.

Austern
(Klasse 2 / Normandie)
9 Euro
Thunfischfilet
(mit Pfeffersoße und Sprossen und Zuckerschoten)
19,95 Euro

Austern frisch, klasse. Zwiebelvinaigrette eigentlich überflüssig. Die Zitrone reichte völlig.
Thunfisch aufmerksam zubereitet. Köstlich. Soße war eher nicht pfeffrig, hatte dafür einen Tick zu viel Sojasauce abbekommen.

Alkmaar

Restaurant “1480 Foodbar”
Schön an einer Gracht gelegen. Modernes, jugendliches Flair. Hat sich kochtechnisch oder kulinarisch etwas überhoben.

“Vers Brood Klein”
Brot mit 3 Dipps (Mayonnaise und 2 Tapenaden)
5,50 Euro
“Halve Kreeft”
(Halber Hummer)

Gute Vorspeise (wenn auch etwas labbriges Toastbrot).
Hummer verschenkt. Mit Mayonnaise zugekleistert, so dass der Eigengeschmack völlig überlagert war. Schade.

Den Burg (Texel)

Hotelrestaurant “De Smulpot”
Stimmungsvoll. Bis auf den letzten Platz gefüllt. Scheint der Klassiker im Ort zu sein. Alles wirkt sehr professionell und doch auch mit genügend Zeit für den Gast. Sehr zu empfehlen.

Zwiebelsuppe
(mit Texel-Käse gratiniert)
4,75 Euro
“Duo van Lam”
(Zweierlei vom Lamm)
27 Euro

Hervorragendes regionale Gerichte.
Suppe intensiv ohne aufdringlich zu schmecken.
Lamm ausgezeichnet. War mit Portwein glassiert.
Und dazu ein köstliches Bier aus der örtlichen Brauerei.

Groningen

Restaurant “Cho Fah”, Stadtmitte
Die zwei, drei Restaurants, die ich mir notiert hatte, waren voll. Also wählte ich die Thai-Küche. Sie war gut besucht, aber eben nicht völlig besetzt. Ich ging zufrieden raus, war aber nicht rundum angetan.

“Tom Yam”
(Fischsuppe mit Garnelen)
7,50 Euro
“Khang Phed Eend”
(Scharfes Curry mit Entenbrust)
19 Euro

Suppe und Curry im Prinzip gut.
Aber!
Ente schmeckt nach … nach scharf, sonst nichts.
Es wurde insgesamt zu wenig Wert auf den Eigengeschmack der Hauptzutaten gelegt (Garnelen, Entenbrust). Brühe oder Sauce jeweils zu dominant. Es wäre mehr drin gewesen.

Leer

(Ja – ich weiß – die Stadt liegt jenseits der Grenze – in Deutschland – ist aber so friesisch wie auf der niederländischen Seite.)

Lokal “Hafenbar”
Schön am Ortsteich gelegen. Restaurant gut besucht. Wirkt ambitioniert, hat aber noch viel Luft nach oben.

Bruschetta
(mit Parmesan)
Dreierlei vom Fisch
(Seezunge, Kabeljau, Wolfsbarsch) mit Kartoffelpüree

Bruschetta überladen – viel zu viel Parmesan.
Fisch – gut. Wobei ich kaum Unterschiede zwischen den 3 Filets schmeckte. Dem Koch gelang es nicht, die Eigenarten schmeckbar zu machen.

Kulinarisches Brevier: Griechenland 2 (Ostküste)

Wie schon bei der ersten Griechenlandtour war ich auch diesmal erstaunt, wie vielfältig die regionale Küche ist und wie gut selbst die einfachen Lokale sind.
Essen lauwarm und in Öl schwimmend – das war vorgestern.

Athen

Restaurant “Yantes“, Stadtteil Exarchia
Schöner, ruhiger Innenhof und auf postmoden getrimmtes Restaurant – mit exzellenter Küche.

Lentil salad
“Bio” with sun-dried tomatoe
Tsatsiki
Fresh sardines

with potatoes, white whine and fresh thym 
Restina (0,25l)

Linsensalat mit getrockneten Tomaten. Dazu viel Petersilie, die wie ein Geschmacksverstärker wirkten. Richtig gute Kombi, wenn auch mit ein wenig zu viel Flüssigkeit. Die Sardinen auf Scheiben von gedämpften Kartoffeln. Aber auch hier eine Spur zu viel Öl dazu gegeben. Tsatsiki sehr fein püriert!

Chalkida

Restaurant “Delfinia
Eher rustikales Touristen-Lokal am Kai. Ausgesprochen nette und schnelle Bedienung.

Mediterraner Salat
(Tomaten, Frischkäse, Kapern, Ruccola)
Souflaki
(mit BB Sauce)

Salat klasse und reichlich. Souflaki fast zu üppig portioniert. BB-Sauce rauchig.

Rovies

Namenloses Restaurant am kleinen zentralen Platz

Gebratene Kartoffeln
Tsatsiki
Teigtasche mit Fleischfüllung

Deftig, rustikal, einigermaßen sättigend. Gut ist allerdings etwas anderes.

Agiokampes

Restaurant “Ouzeri the Dolphins”
Schön gelegen, direkt am Meeresufer. Machte allerdings extrem früh zu (gegen 18:30 Uhr) – so dass ich Glück hatte, überhaupt noch etwas zu bekommen. Ich wurde als einziger Gast schnell bedient und schnell wieder hinauskomplimentiert. Vorsaison!

Oktopus
Aufgetaut und schlecht gewärmt. Dazu Brot.

In einem der wenigen offenen Shops des Ortes kaufte ich mir danach einen heimischen Wein und ein Päckchen Walnüsse.
Der Wein war allerdings gekippt und ungenießbar.
Pechtag.

Volos

Restaurant “Tsipouradiko Dionysis
Am Hafen. Nettes, eher traditionell gestaltetes Restaurant.

Kartoffelsalat
War eher Kartoffelstampf
Shrimps
in pikanter Tomatensauce

Alles sehr konventionell. Okay, aber ohne besonderen Geschmack.

Platamonas

Restaurant ΨAPOTABEPNA TO ΛIMANAKI
Beliebtes Hafen-Lokal.

Knoblauchbrot
Brokkolisalat
Fangfischer Fisch (Fagri)
Pudding
und orientalisches Gebäck

Knofelbrot ausgezeichnet. Salat mit roten Paprikastreifen, Gurken und schwarzen Oliven verfeinert, lauwarm – ebenfalls gut. Fisch mit zartem und sehr intensivem Fleisch. Punktgenau gegart. Dazu eine feine Buttersauce mit Zitronenaroma und viel Peterle. Die Nachspeise eine Zuckerbombe. Zu viel Honig, Zucker und Sirup für meinen Gaumen.

Makrygialos

Restaurant ΓΕΥΣΕΙΣ ΤΗΣ ΘΑΛΑΣΣΑΣ
An Küstenpromenade. Schönes Restaurant, modern eingerichtet. Sehr gute Küche.

Auberginensalat
(mit Knoblauch, Feta, Zitrone und Petersilie aufgepeppt)
Miesmuscheln
(herausgelöst, zu kleinen Kugeln zusammengeklebt und dann frittiert)

Grandioses Essen.

Thessaloniki

Restaurant “Full tou Meze
Trendiges Restaurant im szenigen Kneipeniertel (in der Nähe des Jüdischen Museums). Spezialisiert auf griechische Tapas = Mezes.

Mehr Regale als Tische

Hühnchenleber
mit roten Zwiebeln und wenig Essig
Shrimps
in Tomaten-Feta-Sauce
Gefüllte Champignons
mit Feta, Parmesan und gehackten Champignons

Alles tadellos, vor allem die Leber exzellent. Toll saftig gebraten.

Am nächsten Tag gleich ein zweites Mal ins gleiche Lokal gegangen.

Linguine mit Garnelen
Gemüselasagne

Diesmal nicht so begeistert wie beim ersten Mal. Auch Köche haben Tagesform.

Thessaloniki

Restaurant “Aristotélous
Sehr traditionelles Lokal. Ouzeria. Old fashioned im besten Sinne. Hier geht alles ein wenig langsamer, entspannter. Kellner sind sehr gut ausgebildet und verstehen ihren Job. Freundlich und distanziert zugleich.
Sehr gute Küche!
Restaurant ist ein wenig schwer zu finden. Es liegt in einem stillen Innenhof.

Good old times

Anchovis
in lauwarmem Sud.
Gebratene rote Paprika

Klasse!

Und auch hier bin ich ein zweites Mal eingekehrt.

Risotto
in Oktopus-Tinte
Mit Feta gefüllter gebratener Tintenfisch
Hausgemachter Kuchen

Alle Mezes (Vorspeisen / Tapas) wirklich hervorragend. Lokal ist sehr zu empfehlen.

Nea Moudania

Restaurant “Erodius
An der Hafenpromenade. Modern. Sieht von außen nach “nobel” aus. Löst den Anspruch aber (außer bei den Preisen) nicht ganz ein.

Tsatsiki
Mediterraner Salat
Frittierte Sardinen

Das Beste war noch das hausgemachte (sehr “grobe”) Tsatsiki. Die Sardinen waren verschenkt.

Neos Marmaras

Restaurant “Taverna Christos
Sehr sympathisches Lokal direkt am Meer.

Auberginensalat
Anchovis-Suppe
Hausgemachter Kuchen

Anchovis Suppe fantastisch (Basis: Fischsuppe); Anchovis gaben der Suppe den speziellen Geschmack. Mit Peperoni-Scheiben, Zitronenscheiben und Feta gewürzt. Klasse

Sarti

Restaurant “Alexandros
(Bin mir über den Restaurant-Namen nicht mehr so sicher. Hab vergessen, ihn aufzuschreiben.)
Sehr klassisches Lokal – mit viel griechischem Holz. Strandnah. Sehr angenehmer Betreiber und aufmerksamer Gastgeber.

Kartoffelauflauf
mit Speck und viel Käse
Frittierte Garnelen
(aus Tiefkühltruhe)

Ging so. Über die Qualität der Küche lässt sich nicht viel sagen. Ich war einziger Gast. Kam sehr spät. Es war nichts vorbereitet. Die Mutter des Wirtes improvisierte etwas. Ich wurde satt und war sehr zufrieden.

Ierissos

Restaurant “Mouragio
An Strandpromenade. Sehr gute Küche. Flotter, gut ausgebildeter Kellner.

Fischsuppe
Fangfischer Fisch in Zitronensud
auf Gemüse
Kandierte Orange

Sehr schmackhafte Suppe. Richtig guter Platt-Fisch (habe den Namen allerdings nicht verstanden). Etwas gewöhnungsbedürftig die Nachspeise.

Asprovalta

Restaurant “Votsalakia”
An Strandpromenade. Klassischer Grieche. Auf Meeresfrüchte spezialisiert. (Was auch sonst.)

Tsatsiki/Auberginensalat
Teller Halbe/Halbe
Gebratener Tintenfisch

Sehr sehr zarter Tintenfisch. Trotz der Menge: Habe alles verschlungen – mit Freude.

Drama

Restaurant “Ellinikon Gefsipoleion
Schickes Restaurant im Zentrum. Fast alles in Weiß gehalten – selbst Holz-Tische und Holz-Stühle.
Junges Publikum und junge Bedienung – vor und hinter der Theke. Küche hat wohl Gourmet-Anspruch. Speisekarte nur auf Griechisch. Offenbar ist man in Drama nicht auf ausländischen Tourismus eingestellt.

Kartoffel-Paprika Eintopf
Miesmuscheln in Weißweinsud

Eher durchschnittliche Kost.

Drama

Restaurant “Meating”
Restaurant mit coolem ins ziemlich Schwarz gehendem Look. Ambitionierte Bistro-Küche.

Salat mit Jungem Spinat
und marinierten Pilzen
Wolfsbarsch auf Karottenpüree
mit Zitronensauce

Sehr sehr feiner Geschmack.

Xanthi

Restaurant “Palia Poli”
Restaurant in historischem Gewölbekeller. Ambitionierte Regionalküche. Viel Fleisch. Auch Wild.

Fischsuppe
Geschmortes Lamm
mit Honig und Thymian mariniert

Köstlich. Beides.

Komotini

Restaurant “Sultan Tepe
Restaurant im Zentrum, das gleichzeitig Feinkostladen ist oder umgekehrt. Sehr nette Atmosphäre. Familienbetrieb (wie fast alle kleineren Restaurants.)

Gekochtes Kraut mit Speck
Rippchen mit Senf
Selbstgemachte Fritten

Deftiges, gleichwohl gutes Essen. Aber definitiv zu viel.

Alexandroupolis

Restaurant “Nisiotiko
Seafood-Restaurant. Exzellent. Etwas kühles, modernistisches Interieur.

Auberginensalat
Aal im Weinsud
Zitroneneis

Unglaublich zart der Aal. Und überhaupt nicht fett. Manchmal zweifelte ich, dass ich die Speisekarte richtig gelesen hatte. Ich stöberte noch mal im Menü. Es war Aal. Chapeau!

Souflil

Namenloser Schnellimbiss

Fleischspieß & Bratwurst & Fritten

Ich war froh, überhaupt eine offene Lokalität gefunden zu haben. Gab mich mit wenig Essen und viel Bier zufrieden.

Kulinarisches Brevier: Spanien 4 (Südspanien & Mittelmeerküste)

Tapas und Wein. Das ist die Kurzformel für die ersten Woche entlang der südspanischen Atlantik- und Mittelmeerküste. Und das ist auch die Formel, wie ich die architektonische Katastrophe entlang der Küste einigermaßen ertragen konnte. Selbst Alltagsweine (weiß und rot) enttäuschten mich fast nie. Selten aß ich schlecht. Und immer wieder wurde ich davon überrascht, dass Tapas – vor allem in Andalusien – meist selbstverständlich zu einem Getränk gereicht werden. Wie oft reklamierte ich falsche Rechnungen, gab an, dass ich vielmehr gegessen hätte, als berechnet wurde. Immer gab es die gleiche Antwort: Tapas sind bei Wein und Bier dabei. Ich verstehe nicht, wie sich das rechnet. Schon gar nicht, weil es oft handwerklich aufwändige kleine Gerichte waren.

Immer mehr gewöhnte ich mich auch an das andalusische FRÜHSTÜCK: Tostadas! Geröstetes Weißbrot, auf die ein Tomatensugo gestrichen wurde. Mal fein, mal grob, mal wenig gewürzt, mal herzhaft. Hing ganz davon ab. Mit ein bisschen Olivenöl und frischem Pfeffer konnte man sie am Tisch verfeinern. Köstlich.

Die HAUPTSPEISEN: Natürlich vorwiegend Fisch und Meeresfrüchte. Ich hatte den Eindruck, dass in Nordspanien noch eine Spur raffinierter gekocht wurde. Aber insgesamt: sehr gutes Niveau, oft sogar in ausgesprochen touristischen Gegenden.

Huelva

Restaurant “Portichueleo”, Altstadt
Ein wenig auf Etepetete gemacht, im Grunde aber sehr bürgerliche und traditionelle Küche. Ein wenig überteuert.

“Queso con Anchoas”
(Ziegenkäse mit Sardellen)
14 Euro

Riñones
(Gebratene Nieren)
13,50 Euro

Beides hatte gute Qualität. Aber nicht herausragend.

Lepe

Ración Jamón Ibérico
13 Euro

Standard. Und standardmäßig gut.

Sevilla

Tapasrestaurant “La Sacristia”, Altstadt
Touristenlokal. Nicht unbedingt die erste Adresse. Aber die Gaststätten, die ich mir eigentlich ausgesucht hatte, waren übervoll. Ich war dennoch zufrieden.

Tapa Paella
3 Euro

Tapa “Ternera a la cervez”
(Kalbfleisch in Biersoße)
3 Euro

Tapas ordentlich

“Alcachofas con Jamón”
(Artischocken mit Kochschinken)
8 Euro

Sehr köstlich die gebratenen Artischocken.

Bar “La Catedral”, ebenfalls Altstadt
In diesem weiteren Touristenlokal hab’ ich später ein wenig “nachgelegt”.

Tapa “Antun Rojo”
(Gebratener Roter Thunfisch)
4 Euro

Tapa Espinacas
(Spinat)
3 Euro

Beides fein! Thunfisch (gebraten) auf einer Art Pesto mit mediterranem Gemüse. Spinat klassisch mit Speckwürfeln.

Vetaherrado

Manchmal, wenn mich unterwegs der Hunger quälte, half auf der Schnelle nur ein gut gekühltes Bier und eine Semmel mit Jamón Ibérico.

Jerez

Restaurant “La Cruz Blanca”, Altstadt
Schöne Terrasse. Sehr gute Küche. Empfehlenswert.

Carpaccio Bacalao
(Kabeljau mit kandierten Orangen)
Arroz negro
(Reis in schwarzer Tintenfischsoß mit Garnelen)

Beides Extraklasse. Das Carpaccio ein Gedicht. Hauchdünner weißer Fisch. Extrem schmackhafte Orangen. Gekonnt gewürzte Soße, die nie den Fisch übertrumpfte.

Zahara de los Atúnes

Hotelrestaurant “Almadraba”
Traditionelles Lokal. Von Einheimischen stark frequentiert. Gut!

Ración Albóndigas
(Fleischbällchen)
7,50 Euro
Atun Plancha
(Gebratener Roter Thunfisch)

Beide Gerichte nicht fein, aber geschmacklich sehr gut zubereitet.

Tarifa

Restaurant: “La Pescadería”
Touristisch orientiert.

“Tortitas de Camarones”
(Mehlfladen mit Garnelen)
Andalusische Spezialität. Teig wird aus Mehl und Kichererbsenpüree hergestellt. Mit Petersilie und Zwiebeln gewürzt. Ausgebacken. Köstlich.

“Atún Degustación”
(Thunfisch in 4 Varianten)
29 Euro

Von gelungen bis misslungen: alles dabei. Sehr zartes Filet. Sehr zähes Bauchfleisch. Guter Sushi-Versuch. Trockenes eingelegtes Thunfischfleisch.
Von Zahara bis Tarifa (und ein wenig darüber hinaus) reicht berühmte Thunfischgegend. Fischer sind spezialisiert. In Zahara gibt es das “bekannte” Thunfischschlachten. Blutrotes Hafenbecken während der Fangsaison.
Ich aß auf dieser Strecke immer wieder Thunfisch – weil frisch. Frisch war er in diesem Lokal wohl auch, aber die Zubereitung ließ teilweise zu wünschen übrig.

Gaucín

Bar-Restaurant: “Casa Antonia”, Zentraler Platz
Sehr schöne Terrassenbar im Zentrum. Äußerst freundliche Betreiber.

Tapa zum Wein
(Anchoas)
1/2 Ración Croquetas
6,20 Euro
1/2 Ración Camarones
7,20 Euro

Tarte
(Apfelkuchen)
2 Euro

Alles sehr klassisch und gut.

Ronda

Traditionslokal “Pedro Romero”, gegenüber der Stierkampfarena
Schöne Atmosphäre. Stiertrophäen an den Wänden. Kellner sind sich der Tradition bewusst. Distinguiert, aber nie überheblich. Empfehlung.

Queso de cabra al horno, compota de manzana y mermelada casera de mango
(Gebackener Ziegenkäse in Blätterteig mit Mango Marmelade und Apfelkompott)
14 Euro

Rabo de toro “Pedro Romero”
(Ochsenschwanz)
19 Euro

Köstlich. Beides. Sehr fein die Vorspeise. Sehr gekonnt das Schmorgericht.

Pizzara

Zwischendurchsnack: Croquetas.

Rincón de la Victoria

Restaurant “El Castillo”
Muss man nicht hin.

Paella
14 Euro

Hatte Lust auf klassische Meeresfrüchte+Fleisch Paella. Da sie aber meist nur für 2 Personen angeboten wird, habe ich halt die doppelte Menge verputzt. Ich hatte Hunger. War nix für Feinschmecker. Eher für Magenfüller.

Salobreña

Restaurant “Bahía”, am Strand
War eine Empfehlung der Hotelrezeptionistin. Sie überzeugte mich, nicht in die von Reiseführern angeführten In-Lokale zu gehen. Sie hatte mehr als Recht.

Amuse-Gueule
Ensalada de mango
(Mango Salat)
11 Euro
Bacalao Bahía
(Kabeljau)
14 Euro

Grandioser Salat. Selten so beglückt gewesen nach dem Verspeisen von Grünzeug. Superfrisch. Gereifte Mango mit Avocado gemischt. Grüne schmackhafte Tomaten mit Mozzarella belegt. Erdbeeren dazwischen. Das Ganze auf Basis eines unaufdringlichen Pestos. Alles mit grobem Meersalz bestreut. Selbst die wenigen eingestreuten Himbeeren passten. Welch eine Kombi! Bin nah dran zu sagen: best salad ever.
Aber auch der Kabeljau, auf einem Tomatensugo und mit Parmesan überbacken, war klasse.

Almería

Restaurant “Casa Puga”, Altstadt
Klassische Gerichte in einem klassischen Lokal. Sehr stilvoll und doch ungezwungen.

Chorizo Ibérico
7,50 Euro
Salmonetes
(Meerbarben)
8 Euro

Ausgesprochen gut! Ich blieb in dem Lokal, stellte mich nun an die Theke und merkte, ich wäre auch ohne Restaurantbesuch satt geworden. Es war irre. Zu jedem bestellen Wein gab es ein Tapa. Ob Sardellen auf Artischockenherzen, Thunfischbrot, Fleischbrühe, Fleischklößchen oder selbst Lasagne als Tapa oder Schnecken.
Oft verstand ich nicht, wie man solche Köstlichkeiten quasi umsonst servieren konnte. Klasse.

San José

Hotelrestaurant Doña Pakyta
Etwas steril. Fantastischer Meerblick. Küche gut, aber nicht exzellent. Bedienung etwas ungelenk, gleichwohl freundlich.

“Amejas a la Marinera”
(Venusmuscheln)
14 Euro
“Paletilla de Cabrito Estilo Doña Pakyta”
(Schulter vom Zicklein)
18 Euro

Beides professionell angerichtet. Schmackhaft. Fehlte aber jeweils der besondere Kick.

Wenig später noch in eine Weinbar im Zentrum gegangen. Wieder ein Tapa als Beigabe:


Kaninchen-Kotelett
Köstlich!

Mojácar

Restaurant “AURORA”
Strandrestaurant. Schön. Stylisch. Ein wenig auf edel gemacht, aber ohne steif zu sein. Sicher eine bessere Adresse unter all den standardisierten Touristenlokalen.

Ensalda Tropical
(Gemischter Salat)
9,50 Euro
Salmón
(Gebratener Lachs)
15 Euro

Beim Salt so ziemlich alles zusammen gemixt. Meeresfrüchte. Früchte. Grüner Salat. Funktionierte weitgehend – ohne aber an die Qualität des tropischen Salats von Sloabreña heranzureichen. Lachs sauber zubereitet. Mit grobem Meersalz. Nicht zu trocken.

Cartagena

Restaurant “El Abasto”
Traditionslokal. Viel von Einheimischen besucht.

“Tomate Partido & Bonito”
(Tomate mit Thunfisch)
2,80 Euro
Rabo Toro
(Ochsenschwanz)
9 Euro

Guter Tomatensalat mit geräuchertem Thunfisch. Ochsenschwanz klassisch geschmort.

Alicante

Restaurant: El Portal Tabernakel & Wines, In-Lokal
Eigentlich eine Tapas-Bar. Aber von der “ganz gehobenen” Sorte. Einige Tische, viele Plätze an “Ess”-Theke. Dazu eine riesige Weinauswahl. Absolute Empfehlung.

Espardeñas
(Seegurken)
14,90 Euro
“Atún con ortiguillas de mar”
(Thunfisch mit Seeanemonen)
“La classics tarta Tatin”
(Apfelkuchen)

Hab etwas gewagt: mir unbekannte Meeresfrüchte gegessen. Seegurken: Ungemein köstlich. Thunfisch mit essbaren Seeanemonen: irre Kombi. Ich war sprachlos. Und dann dieser wahnsinnige Apfelkuchen. Eigentlich ohne festen Teig. Mehr auf eine Masse aufgesetzt. Dazu getrocknete Waldfrüchte. Allerbeste Küche.

Torrevieja

Restaurant “Mesón Real”
Ich war nur auf der Durchreise durch Torrevieja. Hatte aber Mittagshunger und hielt eher zufällig vor diesem Lokal, das aussah, als gäbe es hier traditionelle Küche. Es gab sie! Dazu ein Kellner alter Schule. Junge, hatte ich Glück.

Navajas
(Schwertmuscheln)
6 Euro

Diese Muscheln waren in einer so guten Brühe zubereitet worden, dass ich sie wie eine Suppe trank und den Teller danach noch abschleckte. Unglaublich gut. Und der Preis einfach nicht begreifbar. 6 große Schwertmuscheln für 6 Euro. Eigentlich gibt es das nicht.

Altes

Restaurant “El LLar”, Altstadt
Sehr schön, mit kleiner Straßenterrasse.

“Ceviche de Corvina”
(Ceviche mit Seebarsch)
12 Euro

Mit Mango verfeinerte Ceviche. Herrlich frisch. Nur wenig Grünzeug. Ein wenig Koriander gab den Pfiff.

Dénia

Restaurant “La Bahía”, Hafennähe
An kleinem schnuckeligen Platz. Sehr sympathische einfache Gaststätte. Offenbar von einheimischer Fischerkooperative betrieben.

Lubina a la plancha
(Seebarsch)
13 Euro

Rustikal zubereitet. Mit sehr viel Knoblauch. Fast zu viel. Fisch zart und fangfrisch.

Valencia

“Croquetas de bacalao”
(Kabeljau-Kroketten)
5 Euro.

Alcossebre

Restaurantname leider vergessen.

Salmonetes
Arroz negro

Etwas zu trocken gebratene Salmonetes. Der Meeresfrüchte-Reis in Schwarzer Tintenfischsoße dagegen köstlich.

Almarda

Klassiker!

Deltebre

Völlig überforderte Küche. Das Menü optisch durchaus ansprechend. Kulinarisch aber ein Desaster. Geschmacklos. Alles.

Cambrils

Meeresfrüchte Linguine.
Exzellent.

Barcelona

Restaurant: Allium, Altstadt
Sehr gemütlich. Sehr freundlicher und zuvorkommender Service. Gute Bioweine. Empfehlenswert.

Carxofa Arrebossades
(Gebratene Artischocken)
8,75 Euro
Tronc de Bacalla
(Kabeljau)
19 Euro

Bio-Essen. Hervorragend. Exzellente Artischocken. Exquisiter Kabeljau in sizilianisch inspiriertem Gemüsesud.

Palamós

Restaurant “La Menta”, Altstadt
Stilvoll, eher klein. Sehr junges Personal. Sehr aufmerksam. Empfehlung.

Katalanische Form der Papas Bravas. Tolles Amuse-Gueule.

Caneló de rostit i foie-gras
(Canneloni mit Leberpastete und Parmesan)
15 Euro
Prix de la Llotja de Palamós
(Fangfischer Tagesfisch)
30 Euro
Pastis de formatge
Käsekuchen
7 Euro

Grandioses Menü. Schon die Pasta außergewöhnlich. Der Fisch (verstand den Namen nicht) in einer hervorragenden Soße. Das weiße Fleisch enorm zart. Der Kuchen ein Gedicht. Der Teig bestand aus einer hart gebackenen Platte, die auf einer Art Quark geparkt war. Dazu Eis und eine rote Früchtesoße. Von getrockneten Waldfrüchten umrahmt.

Kulinarisches Brevier: Moldawien 1

In Chișinău bin ich 2 Tage vor meinem geplanten Rückflug angekommen. Hatte also Zeit, mir die Stadt anzuschauen und nach besonderen Restaurants zu suchen.
Das kulinarische Angebot ist überraschend groß. Von westeuropäisch inspirierter Küche bis zu russischen und und rumänischen Klassikern. Überrascht hat mich auch die Anzahl richtig guter Cafés, allesamt sehr modern eingerichtet.
Es gibt in diesem doch eher armen Land offenbar ein zahlungskräftiges Publikum, das den westlichen Lebensstil kopiert und auch gerne seine (finanziellen) Privilegien zur Schau stellt. In großen Teilen der Stadt ist Armut deutlich spürbar. Die Märkte voll, aber mit überschaubarem Angebot. Fast alles wird auf der Straße angeboten.

Was das Spezifische an der Moldawischen Küche ist, erschloss sich mir natürlich in so kurzer Zeit nicht.
Es war mir am Ende meiner Rreise aber auch egal. Ich liess mich treiben.

In vielen Restaurants gab es sehr guten einheimischen Wein. Die Winzer in Moldau scheinen mächtig aufgeholt zu haben.

In den Lokalen bestellte ich einfach drauf los. Die Speisekarten waren meist in Russisch geschrieben. Und wenn sie mal ein wenig Englisch aufwiesen, verstanden die Kellner das Geschriebene oder von mir Erfragte nicht. Ich kam aber durch.

Die Preise waren wie im ganzen Osten ziemlich moderat.

Chisinau

Wine Bar “Q-Bar”, Altstadt

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Brokkoli-Creme Suppe
Pasta mit Meeresfrüchten
Mousse au chocolat

Feines Essen mit deutlich französischen Akzenten. Das war auch am Publikum zu erkennen. Im Restaurant fast ausschließlich französische Expats.

Restaurant “Orasul Vechi”, Altstadt
Ausgesprochen nette, fast studentische Atmosphäre.

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Borschtsch
Geschmorter Hase mit saurer Creme

Essen durchschnittlich, aber okay.

Restaurant “La Taifas”, Altstadt
Kellerlokal. Sehr ambitioniert. Folkloristisch. Live Band, die dezent Volkslieder anstimmte und auch an den Tischen gegen Trinkgeld vorspielte.

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Zweierlei Dolmades
Fischsuppe
Rostbraten

Dolmades mal mit Wein-, mal mit Kohlblättern. Letztere schmeckten mir fast besser. Insgesamt ausgesprochen gute Küche.

Kulinarisches Brevier: Italien 3 (Adria & Südspitze)

Wenn man  entlang der Ostküste Italiens von Nord gen Süd fährt, unterscheidet sich in den verschiedenen Regionen eigentlich das Angebot in den Restaurants nicht wirklich. Meeresfrüchte, Fisch satt. Antipasti, Primi, Secondi usw.

Und doch glaube ich einen Unterschied ausgemacht zu haben. Die apulische Küche hat mir am meisten imponiert. Durch die absolute Frische. Da war nichts Aufgetautes, Eingefrorenes, da war nichts Vorgekochtes. Da kam (fast) alles auf den Punkt gegart, frisch und meistens mit viel Gespür für den Eigengeschmack auf den Tisch. Also: Chichi fehlte. Dafür sehr sehr viel Qualität.

In Kalabrien wurde das Essen deutlich deftiger, ländlicher. Mancherorts wurde mehr Wert aufs Sattwerden gelegt, denn auf Feingeschmack.

Überall war es ungewöhnlich, dass ich (jemand) allein essen ging. Tafelwasser wurde mindestens literweise hingestellt (manchmal 1 1/2 Liter). Vorspeisen waren oft ausreichend für eine ganze Familie. Alleinesser/Alleinreisende passen nicht so richtig in das Familienbild der (Süd)-Italiener.

Nochmal zum Wein. Auch wenn es seltsam klingt. Entlang der Küste hatte ich nicht das Gefühl, dass Italien ein Weinland ist. An manchen Orten war es total unmöglich, ein Glas Wein zu bekommen. Prosecco gab’s immer (mag ich aber nicht).  Die Toskana Fraktion wird das sicher überraschen. Die Küste ist anders.

Peschici

Hotelrestaurant “Celestina”, im Zentrum
Groß und völlig leer an diesem Tag, weil es draußen stürmte und heftig regnete.

Peschici

“Fave e cicorie e muersi”
(Pürierte Bohnensuppe mit Chicorée und gerösteten Brotkrumen)
10 Euro
Gegrillter Fisch
(Lokaler Fang)
12 Euro
Anisgebäck

Ich war der einzige Gast und wurde sehr gut bekocht.
Die Bohnensuppe deftig, aber köstlich.
Der Fisch frisch und das Gebäck angenehm salzig.

Monte Sant’Angelo

Restaurant “Li Jalantuùmene”
Klein, wenige Tische, sehr liebevoll ausgestattet.

Monte Sant' Angelo

Ein Gedicht dieses Menü! Bevor es losging, servierte mir der Wirt einfaches geröstetes Weißbrot (selbst gebacken). Darüber ein Schuß bestes Olivenöl – und fertig die himmlische Speise.
Die Flasche Nero di Troia war bereits angebrochen, und ich sollte spontan bestimmen, wieviel ich trinken wollte. Nachschub war ja auch noch da.

Monte Sant' Angelo

Menü (35 Euro)

“Pan fritto con fogliari di papavero e scaglie di caprino”
“Orecchiette con cime di rape molliacate e olio frantoiani”
“Guancia di maialino da latte con funghi cardoncelli e salsa Nero di Troia”
“Panacea di ricotta in salsa d’aleatico”

Grandioses Essen.
Ich war einziger Gast und der Wirt/Koch hatte Lust sein Bestes zu geben. Vorspeise, Pasta, Ochsenbäckchen, Nachspeise. Himmlisch fein und durchdacht.
Unfassbar dieser Preis für solch eine Qualität!

Bari

“Fra Bo’ Ristorante Pizzeria”, Zentrum
Groß, in Art eines Gewölbekellers. Scheint populär zu sein. Sehr voll.

Bari

Salat
(Tomaten, Thunfisch und Kopfsalat)
5 Euro
Pizza
(mit Büffelmozarella und Tomaten)
7 Euro

Schon lange nicht mehr so etwas Ähnliches wie Nizza-Salat gegessen.
Mit Dosen-Thunfisch. Schmeckte nach meiner Jugend. War nicht besonders raffiniert, aber okay. Pizza ordentlich.

Brindisi

Trattoria “Pantagruele”, Zentrum
Etwas versteckt. Klassische Trattoria der feineren Art. Sehr flinker und fürsorglicher Service.

Brindisi

“Bomboniere ripiene di burratina pugliese con crema di pomodoro”
10 Euro
“Gamberi rossi Gallipoliini”
15 Euro
“Mousse aux chocolat”
5 Euro

Exzellente Pasta mit Weichkäse gefüllt.
Selten so gute Gambas gegessen. Fantastisch (kurz) gegart in einer mit Kräutern leicht parfümierten Brühe. Sehr sehr gut!
Auch das Mousse handgemacht und fein. Äußerst empfehlenswertes Restaurant.

Lecce

Restaurant “Alle Due Corti”, Zentrum
Einfach und gemütlich eingerichtet. Besitzerin versucht die traditionelle Küche des Salento zu bewahren. Im Salento gab es immer schon arabische , griechische und diverse andere Einflüsse. Sie sind in diesem Restaurant deutlich zu spüren.

Lecce

“Taieddha”
(Miesmuscheln mit Reis gefüllt. Im Ofen überbacken. Mit Kartoffelgratin)
10 Euro
“Carciofi ‘ncappucciati”
(Artischocken mit Käse und Eiern überbacken)
11 Euro
Apfeltarte
4,50 Euro

Endlich einmal Abwechslung in der Speisekarte!
Sehr gute Vorspeise. Kombination aus Kartoffelgratin und Muscheln mit Reis gelungen.
Artischocken gut, Füllung ein wenig zu sämig.
Apfeltarte ausgesprochen lecker.

Castro Marina

Lokal lag auf dem Weg. Name habe ich vergessen.

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Meeresfrüchesalat
10 Euro

Normalerweise aß ich während des Tages nichts (das machte mich träge). Diesen Tag aber hatte ich richtig Hunger und ich verschlang den Appetizer und danach den Salat in nullkommanichts. Er war frisch, ordentlich, aber nicht besonders.

Leuca

Restaurant “Fedele”, am Hafen
Auf viele Gäste eingerichtet. Scheint eine Art Fischerkooperative zu sein. Sehr schneller Service.

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Wieder so ein überraschend gutes Lokal. Fingerfood, um zu beginnen. Dann frischen Fisch, der dir am Tisch gezeigt wird. Du wählst einen aus und dann los …

T-E-0123-Leuca-101

Selbstgemachte Linguine mit Scampi
15 Euro
Gegrillter Fisch
(Lokale Sorte, Tagesfang)
20 Euro

Die besten Linguine mit Scampi, die ich je gegessen habe. Alles stimmte. Selbstgemachte Pasta hatte klasse Eigengeschmack. Scampi super zart gegrillt, Soße dezent und doch kräftig. Alles sehr gut gewürzt. Ein Traum. Und verdammt viel.
Fisch fiel dagegen ab. Schlicht, weil ich schon satt war. Er war gut gegart, das Fleisch noch gut strukturiert und leicht glasig. Die Haut kross. Für eine Person war es aber zuviel.
Ein fantastisches Fischlokal!

Maruggio

“Ristopub Fico D’ India”
Eine Art Bistro im kleinen historischen Zentrum von Maruggio. Ziemlich alternativ. Sehr liebevoll und freundlich.

Maruggio

Menü (18 Euro)

Viertel Liter weißer Hauswein
Ruccola-Salat mit frischen Tomaten und Parmesan
Pasta mit Scampi
Aprikosen-Tarte und Windbeutel

18 Euro für einen Viertel Liter (süffigen!) Wein und 3 Gänge!
Nicht zu begreifen.
Und alles sehr gut zubereitet.
Nicht so fein wie die Trattorias, die ich zuvor auf der Reise besucht hatte, aber besser als in vielen italienischen Restaurants, die ich Zuhause kenne.
Dazu ein sehr stimmiges und stimmungsvolles Ambiente.
An diesem Abend bin ich beschwingt nach Hause geradelt (meine B&B Unterkunft lag fast 2 Kilometer entfernt an der Küste).

Lido di Policoro

Hotelrestaurant “Heraclea”, strandnah
Restaurant auf Riesenbetrieb ausgelegt. Trotzdem etwas altertümliche Kellner, die dich nichts selbst machen lassen. Richtig nostalgisch und nett.

Policoro

Menü (28 Euro)

Halber Liter weißer Hauswein
Pasta mit Miesmuscheln
Paniertes Fischfilet
Mousse

Ich hab nichts zu meckern. Ich war so spät gekommen. Das Hotelrestaurant war die einzige Option, überhaupt etwas an diesem Tag zu essen. Und die Küche gab sich Mühe.

Marina Cirò

Restaurant “Panama”
Populäres Strandlokal im nördlichen Teil des Lungomare. Eher Pizzeria denn Restaurant. Sehr voll. Vor allem von Familien frequentiert.

Marina Cirò

“Paste aus Sardellen mit scharfem Paprika und Öl gewürzt”
Pasta mit Scampi
10 Euro
Gegrillter Schwertfisch
10 Euro

Hab schon deutlich besser gegessen.
Schwamm drüber. Später dann eine kleine Enoteca gefunden, in der ich wenigstens die guten Weine aus Cirò probieren konnte.

Le Castella

Trattoria “La Bussola”
Etwas versteckt im Straßenwirrwarr nah des Hafens. Gemütlich eingerichtet. Sehr bemühter Hausherr, der die Tagesgerichte erklärt.

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Schon wieder ein Highlight! Keine Speisekarte, die wurde mündlich vorgetragen und ich hab kaum etwas verstanden.
Habe Antipasti bestellt und es kamen Gedichte!
Danach Primo und Sencondo. Ich konnte gar nicht aufhören.

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Antipasti
15 Euro
“Spaghetti in schwarzer Tintenfischsoße mit Meeresfrüchten und frischen Tomaten”  
10 Euro
“Gamberi rossi”
10 Euro

Exzellentes Essen.
Die Antipasti (von Bruschetta, über gebratenen Käse, marinierten Tintenfisch bis zu selbst eingelegten Thunfisch auf leicht süßen Zwiebeln) köstlich.
Die schwarzen Spaghetti überragend und die Gambas sehr frisch und wohlschmeckend.
Äußerst empfehlenswertes Lokal!

Reggio di Calabria

“La cantina della Suocera”, Zentrum
Wirtshausstil.

Reggio di Calabria

“Maccaroni al ragù de chingiale”
10 Euro
“Grigliata mista de carne”
15 Euro

Lokal wurde mir von meinem Hotelwirt empfohlen:
“Wenn ich mal Lust auf Fleisch hätte”.
Ich hatte. Aber es war eindeutig zu viel. Das Lokal verwendet nur lokales Fleisch (überwiegend aus dem nahen Gebirge Aspromonte).
Die Pasta mit dem Schweineragout war köstlich.
Das Gegrillte kam dann auf einer superheißen Steinplatte, dass das halbe Lokal zuqualmte. Nach Wochen des Fischessens war ich aber an Fleisch nicht mehr gewöhnt. Ich ließ einiges stehen.
Grillfans hätten ihren Spaß gehabt.

Kulinarisches Brevier: Italien 2 (Adria)

In Deutschland gibt es kaum eine bekanntere ausländische Küche als die italienische. Und sie ist meistens auch noch original. Kein Tex-Mex (das für mexikanisch ausgegeben wird), kein entschärftes und an den deutschen Geschmack angepasstes Thai-Essen, kein Döner-Türkisch. Wo italienisch draufsteht, ist italienisch drin.
Der einzige Unterschied, wenn man in Italien selbst ist: Die Zutaten sind frischer, vor allem am Meer.
Fisch und Meeresfrüchte dominieren selbstverständlich entlang der Adria.
Eine schöne Angewohnheit: Bestellt man ein Bier oder ein Glas Wein, gibt’s häufig einen Happen dazu: mal ein paar Oliven, mal guten Aufschnitt, mal Pizzaschnittchen, mal aufwändigere Arrangements.

T-E-Tapas-Gesamt

Überhaupt Pizza: Dass Sie auch in Italien gegessen wird, war mir ja nicht unbekannt. Dass sie aber überall dermaßen dominiert – für den schnellen und für den richtigen Hunger -, war mir nicht klar gewesen. Auch hier gilt: Meist ist die Pizza nur mit ein paar Zutaten belegt, selten so überladen wie bei manchen deutschen Italienern.

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Für den schnellen Hunger gibt es aber auch noch weitere italienische Besonderheiten: Die Piadina z.B.. Eine Teigtaschen, die mit allem Möglichen gefüllt wird. Sie wird vor allem in der Emilia Romagna gegessen. Sehr lecker mit squacquarone (einem lokalen Weichkäse).

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Insgesamt also eine kulinarisch anspruchsvolle Reise. Wobei: Es gibt feine Unterschiede. Merkwürdigerweise: Je touristischer (etwa Venedig), um so leichter ist es, gute Restaurants zu finden. Je tiefer in der Provinz, umso mehr wird Hausmannskost serviert. Und die ist nicht selten fett (gerade auch bei Parmesan und Schinken!).

Die Weinbegleitung: Da gilt das gleiche! Je näher an Touristenhochburgen, um so qualitativ besser der Wein (einfach auch wegen der Anzahl der Entoceas). Je weiter weg: um so “grüner” (nicht ausgereift) der Wein. Manchmal ist es sogar Tetrapack-Fusel.

Noch ein Wort zu den Preisen. Habe fast nie ein überteuertes Lokal betreten. Selbst Spitzenprodukte waren erschwinglich. Egal ob Essen oder Wein! Das ganz im Gegensatz zu den “Edelitalienern” in Deutschland.

Udine

Restaurant “Altantide”, im Zentrum
Sehr von Einheimischen besucht. Aufmerksamer Service.

T-E-0106-Udine-Gesamt

“Gnocchi di stagione”
(Gnocchi mit Sahnesoße und gerebelten Walnusskernen)
8 Euro
“Tagliata Tonno”
(Gegrillte Thunfischscheiben samt gegrilltem Gemüse)
16 Euro
“Kuchen nach Art des Hauses”
(mit Mandeln)
5 Euro

Gnocchi fein, leicht zu cremig. Thunfisch: ganz einfach gewürzt und leicht angebraten. Gemüse hätte etwas mehr Raffinesse vertragen. Kuchen gut.

Venedig

Enoteca “Rio Marin”
Sehr schön am Kanal Rio Marin gelegen. Sitzgelegenheiten auch auf kleiner Terrasse. Professioneller und schneller Service.

T-E-0107-Venedig-(Osteria Marin)-Gesamt

“Sarde en Saor ‘A la Veneziana'”
(Süß sauer eingelegte Sardinen)
10 Euro
“Seppie en Nero con Polenta”
(Tintenfisch in seiner schwarzen Tinte angemacht. Mit Polenta)
12 Euro
“Gebäck nach Art des Hauses”
(mit Mandeln)
4 Euro

Eingelegte Sardinen ein Gedicht.
Tintenfisch sensationell, vor allem auch die fast flüssige Polenta.
Sehr begabter Koch!

Venedig

Trattoria “Antica Cola”
In der Nähe des jüdischen Ghettos. Einige Tische am Kanal. Familiär geführt. Wirkt sehr einfach, ist aber eine absolute Empfehlung. Scheint noch nicht touristisch überlaufen zu sein. An den Tischen wurde fast nur italienisch gesprochen.

T-E-0108-Venedig-(Antica Mola)-Gesamt

“Caparozzoli (Vongole Veraci) in Zuppa'”
(Muschelsuppe)
13 Euro
“Fegato alla Venezia con Polenta”
(Leber süß sauer mit Polenta)
10 Euro

Muschelsuppe super frisch zubereitet. Exquisit!
Leber klasse.
Polenta diesmal fast weiß und gestockt. Ebenfalls sehr gut.
Beide Gerichte hatten etwas von sehr feiner Hausmannskost.

Porto Tolle

Hotelrestaurant Italiana”, an Hauptstraße gelegen

T-E-0109-Porto Tolle-(Hotel Italiana)-Gesamt

“Cicheti'”
(Tapas im venezianischen Stil)
12 Euro
“Gegrillter Tintenfisch mit Zucchini” 
10 Euro

Das Essen bemüht, aber relativ simpel. Service freundlich, verstand jedoch außer Italienisch nichts. War etwas mühsam.

Ravenna

Restaurant “La Cà de Ven”, im Zentrum
Gewölbekeller. Gäste werden an langen Tischen untergebracht. Das Lokal ist in Ravenna eine Institution. Fixer Service.

T-E-0110-Ravenna-Gesamt

“Insalata di prosciutto crudo con grana e aceto balsamico”
(Salat mit rohem Schinken und Grana Padano-Käse)
9 Euro
“Trofie al pesto”
(Nudeln mit Bohnen und Kartoffeln)
9 Euro

Salat leicht zu fett geraten.
Die Ligurische Spezialität aus Kartoffeln, Nudeln (Trofie) und Bohnen schmeckte überraschend fein.

Fano

Ristorante “Il Cantinone”, Zentrum
Kleines , aber feines Lokal. Wenige Tische. Sehr gemütlich.

T-E-0114-Fano-Gesamt

“Alici fresche marinate in casa all’ aceto di pere”
(In Birnenessig eingelegte Sardinen)
8 Euro
“Brodetto alla fanese”
(Fischsuppe)
15 Euro

Äußerst interessanter (fast süßlicher) Geschmack der Sardinen.
Fischsuppe ist eine Spezialität aus Fano. Kommt in dicker Tomatensoße. Sehr viel Fisch. Allerdings einen Tick zu lang gegart.

Pescara

Ristorante “Papille”, Zentrum
Burschikoses Lokal, das eher einer Lounge gleicht. Ein leicht alternativer Touch. Sehr entspannt.

T-E-0116-Pescara-Gesamt

“Filetto di Vitellone Francese Charolaise”
(Steak vom Jungochsen)
18 Euro
“Chicorée Gemüse”
Gab’s dazu

Richtig klasse zubereitetes Steak. Superzart. Leicht mit Käse überbacken. Überraschend das Chicorée-Gemüse. (Zumindest als das wurde es mir angepriesen.) Feinherb und sehr schmackhaft. (War aber kein Chicorée – aber was dann?)

Ancona

Bistro “La Piazzetta”, Zentrum

T-E-Spaghetti a la Carbonara-01

“Spaghetti alla Carbonara”
7 Euro

Klassische Zubereitung. Nichts falsch. Nichts überraschend.

Vasto (Marina)

Strandlokal, dessen Name ich vergessen habe

T-E-0117-01

“Lingiuine alla Scoglio”
12 Euro

Sensationelles Gericht.
Nudeln handgemacht. An sich schon eine Pracht.
Aber erst die Meeresfrüchte: Superfrisch. Superzart! Langustenschwanz, Gamba, verschiedene Muscheln, Tintenfisch. Und das Ganze in einer feinsten Brühe.
Absolut begeistert.

Kulinarisches Brevier: Frankreich 3 (Normandie) & Belgien

Auch in der Normandie änderte sich nicht die kulinarische Ausrichtung: Am Meer gibt es eben Meeresfrüchte und Fisch satt. Fleisch spielt eine Nebenrolle. Die Qualität ähnlich wie in der Bretagne. In der Regel sehr frische Ware. Alles hängt von der Kunst des Kochs ab. Insgesamt scheint mir die normannische Küche einen Tick rustikaler als die bretonische.

Ausgesprochen gute Muscheln (Knoblauch, Kräuter). Hab immer wieder mit Bot nachgetunkt bis kein Tropfen des Suds mehr über blieb. Seebarsch sehr gelungen mit delikater Sauce und exzellenten Beilagen. Ziegenkäse zum Schluß nicht zu schwer. War mit Walnusskernen bestreut. Klasse. Nachspeise gut.

Granville

Restaurant Du Port”
Sehr nettes Restaurant direkt am Hafen. Gut von Einheimischen besucht.

Menü (27,50 Euro)

“Praires farcies”
(Gefüllte Muscheln)
“Bar, infusion d’huître émulsionée au champagne”
(Seebarsch mit einer Champagner-Austern-Sauce)
“Salade de chèvre chaud”
(Warmer Ziegenkäse-Salat)
“Tarte au poire
(Birnentarte)

Ausgesprochen gute Muscheln (Knoblauch, Kräuter). Hab immer wieder mit Bot nachgetunkt bis kein Tropfen des Suds mehr über blieb. Seebarsch sehr gelungen mit delikater Sauce und exzellenten Beilagen. Ziegenkäse zum Schluß nicht zu schwer. War mit Walnusskernen bestreut. Klasse. Nachspeise gut.

Cherbourg

Restaurant “La Cale”
Leider hatten viele Restaurants an diesem Tag geschlossen, so dass ich nicht viele Optionen hatte. “La Cale” war ein Reinfall. Überteuert, steril, gelangweilter Service.

“Poëlée de Saint Jacques a la Normande”
(Gebratene Jakobsmuscheln mit Pilzsauce)
18,50 Euro

Muscheln waren noch sandig. Kaum gewürzt. Nicht gut.

Carentan

Restaurant “L’Escale des Sens”
Kleines Restaurant am Rande des Zentrums. Außerordentlich gut für das Städtchen, in dem es zwar viele Viehbarone gibt, aber kaum bessere Lokale. Menü wurde mündlich vorgetragen. Habe – da ich so gut wie nicht französisch spreche – kaum was verstanden. War gespannt und wurde nicht enttäuscht.

Menü (24,90 Euro)

Amuse gueule
Selbstgeräucherter Lachs
Gebratenes Stubenkücken
Apfelschnitten mit Calvados-Sorbet

Lachs mit einer feinen leicht salzigen Creme gefüllt: schmeckte ausgesprochen zart und fein. Kücken kross und klasse mit sehr stimmigen Beilagen. Apfel mit Sorbet gelungen. Klasse Menü im Apfelwunderland Normandie.

Bayeux

Restaurant “Le Pommier”, bei der Kathedrale
Traditionslokal. Bekannt für regionale Küche. Inneneinrichtung etwas zu sehr auf bürgerlich getrimmt. Aber aufmerksame Bedienungen.

Menü (34,50 Euro)

“L’assiette de coquillages et crevettes”
(huitres, bulots, birgoneaux, crevettes)

(Meeresfrüchte)
“Pavé de noix de veau campagnard et sauveurs d’automne aux bais rouges”
(Rindersteak)
“Normannischer Apfelkuchen mit Vanilleeis und Karamellcreme”

Meeresfrüchte frisch und gut. Fleisch halbrosa gebraten und sehr zart. Gute Sauce. Apfelkuchen einfach klasse.

Trouville-sur-Mer

Restaurant “L’Inattendu”, im Zentrum
Sehr schönes Restaurant, das nicht so rummelig wirkt wie viele andere. Geschmackvoll eingerichtet. Äußerst nette Bedienung, die aber manchmal überfordert wirkte, als das Lokal sich dann doch füllte. Trotzdem absolut empfehlenswert.

Menü (28 Euro)

“L’Assiette de huitres et crevettes de terrine de la mer”
(Meeresfrüchte)
“Andouillete au canard grillée”
(Gegrillte Entenbrust)
“Sorbet framboise au coulis maison”
(Himbeersorbet)

Ausgesprochen gute Gänge.
Meeresfrüchte nicht üppig, aber schmackhaft. Entenbrust sehr fein und fast zu groß die Portion. Nachspeise routiniert.

Fécamp

Restaurant “Le Rocher”
Beliebtes Billiglokal. Strandnah. Sehr voll. Sympathisches Personal.

Menü (14,90 Euro)

“Terrine aux 3 poissons”
(Fischterrine)
“Moules a la crème frites”
(Venusmuscheln mit saurer Crème)
“Tarte aux pommes”
(Apfelkuchen)

Für diesen Preis gibt es absolut nichts zu meckern. Sicher keine Gourmet-Küche, aber sehr ordentlich.

Le Tréport

Restaurant “Saint Louis”
Sehr bekanntes Fischlokal. Überladen bis leicht schwülstiges Interieur. Professionelle Bedienung. Exzellente Fischküche.

Menü (34,50 E)

“12 Huitres Panachées de St Vaast”
(Austern)
“Dos de morue fraîche rôti au coulis de langouste et piment d’espelette”
(Kabeljau mit Espelette-Pfeffer)
“Assiette de 2 fromages”
(Käseplatte)
“Sorbet normand arrosé de calvados”

Die besten Austern, die ich bisher gegessen habe. Schmackhafter Kabeljau. Käse und Nachspeise gut. Ein richtig schönes Menü.

Boulogne-sur-Mer

Touristenlokal. Die besseren Lokalitäten hatten zu.

Menü (21,90 Euro)

“Flamiche au Maroilles”
(Warmer Käsekuchen / Maroille Käse)
“Carbonade flamande”
(Flämisches Biergulasch)
“Frommage blanc à la cassonade”
(Frischkäse mit in Butter geschwenkten Semmelbröseln)

Menü machte satt, mehr aber nicht.

Dunkerque

Restaurant “Grand Morien”
Brasserie. Hallenmäßig. Schnelle, aber uninteressierte Bedienungen.

“Camembert gratinée”
(Gebackener Camembert)
9,10 Euro
“Potjevleech fait maison”
(Fleisch in Sülze)
14,90 Euro

Dunkerque ist nördlichste französische Stadt.
Belgien ist nicht weit. Das merkt man an der Speisekarte. Da gibt es schon starke flandrische Einschläge. Potjevleesch zum Beispiel ist ein kaltes Gericht: Fleisch (Hühnchen, Rind, Schwein) in Biersülze. Schmeckte interessant. Nicht unbedingt fein. Vorspeise leicht angekokelt. Insgesamt kein kulinarischer Höhepunkt.

BELGIEN

Oostende

Waffel mit Sahne
5,50 Euro
Snack am Mittag. Ich war in Belgien angekommen.

Restaurant “‘t Vistraptje”, an der Promenade
Einigermaßen bieder. Suggerierte höhere Qualität als eingehalten wurde. Viel Firlefanz.

Menü (37 Euro)

“In huis gemaakte kroketten met Oostendse grijze garnalen”
(Kroketten aus Garnelenfleisch)
“Sorbet van de dag – sorbet du jour”
(Kirschsorbet mit Himbeere)
“In huis gemaakte Bouillabaise”
(Hausgemachte Bouillabaise)
“Chocolade mousse”

Insgesamt gut, aber nicht wirklich ausgefeilt oder überraschend. Wollte zum Abschluss meiner Etappe noch einmal einen Gourmet-Genuss. Fand ich aber nicht.

Kulinarisches Brevier: Frankreich 2 (Bretagne)

Die “Küsten-Küche” in der Bretagne unterscheidet sich kaum von der des Aquitaines. Fast alle Restaurants haben ähnliche Angebote. Der Unterschied liegt in der Qualität des Kochs und des Einkaufs (Billigware oder Gute-Lebensmittel-Erzeuger). Typisch Regionales spürte ich kaum. Dafür muss man wahrscheinlich ins Landesinnere oder in Gourmet-Lokale. Das Angebot der Restaurants, die ich fand, richtete sich an den Binnen-Touristen, der hochwertige Meeresfrüchte verlangte. Insgesamt ist die Qualität in vielen Lokalen klasse (auch wenn es deutliche Ausreißer nach unten gibt). Die Restaurants haben den Fischmarkt meist vor der Nase.

Vannes

Restaurant “Le Gavroche”, Zentrum 
Auf Tradition gebürstetes Lokal. Schnelle Abfertigung. Dabei nicht unfreundlich, aber bestimmt. Schnelles Durchschleusen im Vordergrund. Also ziemlich touristisch. Auch wenn der Raum zu dieser Jahreszeit, in der ich unterwegs war, nicht wirklich gefüllt war.

Menü (20 Euro)

“Aumônière de chèvre aux pommes”

(Gebratener Ziegenkäse auf Äpfeln mit Salat)
Brochette de Sain-Jacques et saumon fumé, crème de carottes à l’estragon”
(Jakobsmuscheln mit geräuchertem Lachs am Spieß)
Gebratener Apfel mit Karameleis

Ziegenkäse gut, harmonierte aromatisch mit saurem Apfel. Jakobsmuscheln geschmack- und lieblos zubereitet. Desert überladen.

Quiberon

Restaurant “La Criée”, Hafennähe
Sehr bemühtes Traditionslokal. Ein Tick übersteuert. Zu teuer für das Gebotene. Dennoch gut.

“Anchois marine”
(Salat mit marinierten Anchovis)
6 Euro
“Brochette de Sain-Jacques”
(Gebratene Jakobsmuscheln auf Reis)
25 Euro
Far Breton”
(Bretonischer Backpflaumen-Kuchen)
7 Euro

Sehr gute Vorspeise.
Als Hauptgericht erneut Jakobsmuscheln – ich wollte es nach dem gestrigen Reinfall noch einmal wissen und wurde nicht enttäuscht – fein. Frisch, gut gebraten und mit den Beilagen (Reis, Süßkartoffelpüree u.a.) sicher ausbalanciert.
Desert voluminös.

Quiberon

Restaurant “La Vivier”, außerhalb des Ortes
Lokal, das sehr einfach eingerichtet ist, fast im Stil einer normalen Fischerkneipe am Hafen. Dabei liegt es nicht dort, sondern fast 2 Kilometer außerhalb Quiberons. Das Meer aber immer im Blick. Extrem gutes Fischrestaurant. Unglaublich schneller und korrekter Service. Und trotz vollem Lokal sehr freundlich und entspannt.

“Assiette fruits de mer”
(Meeresfrüchte-Platte)
29,50 Euro
Beste Meeresfrüchte, die ich bisher gegessen habe. Sehr sehr gute Qualität. Es machte richtig Spass, sich durch diesen Teller durchzuarbeiten.


“Mousse au chocolat”
5,50 Euro
Mousse war Hausmacherart und klasse einfach.

Concarneau

Die wirklich guten Restaurants waren als besetzt. Concarneau war völlig mit einheimischen Touristen überlaufen. Was blieb, war eine Pizzeria, deren Namen ich vergessen habe und die man sich auch nicht merken müsste.

“Pizza mit Meeresfrüchten”
12,50 Euro
Ich wurde satt, das ist aber alles, was ich berichten kann.

Morgat

Restaurant “Saveurs et Maree”, am Kai
Sehr modern eingerichtet, trotzdem außerordentlich gemütlich. Scheint das beste Restaurant des Küstenstädtchens zu sein. Exquisiter Koch. Superschneller und guter Service. Klasse Weine zudem
.

Menü (29 Euro)

“Terre et Mer”
(Meeresfrüchte, geräucherter Lachs, Käse/Feischspieß, Leberpastete auf Feige, Salat.)
“Filet de Lieu Jaune au Beurre Rouge”
(Junger Seelachs an Rotweinbutter)
“Marquise au Chocolat et Grand Marnier”
(Schokolade-Variation)

Richtig begeisterndes Essen. Traditionell orientiert, aber modern interpretiert. Vorspeise sehr stimmig.
Fisch exzellent mit fantastischer Soße und super zubereitetem Reis. Hätte den Teller dreimal abschlecken können. Nachspeise ein Gedicht. Schokolade flüssig, halbgefroren, fest, gestreut. Dazu der feine Alkohol. Ich konnte nicht genug kriegen.

Le Conquet

Restaurant “Louis de Bretagne”
Eine überregional bekannte Crêperie. Leicht aristokratischer Tick in der Einrichtung
.

“Crêpe Nix de l’océan (Saint-jacques, Fondue de poireaux à la crème)”
(Crêpe mit Jakobsmuscheln auf cremigem Lauchpüree)
11,90 Euro
“Crêpe Banana split chocolat”
(banane, sauce chocolat, 1 boule vanille, chantilly, amandes grillées)

Exzellente Crêpes. Bei 3 Crêpes hätte man bereits den Preis eines guten Menüs erreicht. Ist aber das Geld wert. Nie zuvor so gute französische Pfannkuchen gegessen.

Guisseny

Restaurant “Auberge de Keralloret”
Pensions-Restaurant. Bieder eingerichtet. Aber welche eine Hausmacher-Kunst das Essen!

Appetithäppchen
Ein Kuchen aus geräuchertem Lachs mit selbstgefertigtem Likör.
Absolut köstlich beides.
Dann noch ein Tapa Champignons .

Schließlich das eigentliche Menü.

Menü (25 Euro)

“Le saumon fumé maison”

(Selbst geräucherter Lachs)
“Gigot d’agneau, purée de haricots blancs, ail en chemise”
(Lammkeule mit Püree aus weißen Bohnen und Knoblauch)
“Larme chocolat, poire caramel)”
(Schokoladentränen mit karamelisiertem Pfirsich)

Allerfeinste Hausmacher-Küche.
Fantastischer Lachs, richtig gut gebratenes Lammfleisch mit exzellenten Beilagen und einfache, aber sehr schmackhafte Nachspeise.
Alles unschlagbar für diesen Preis. Begeistert.

Morlaix

Hotelrestaurant “L’Albatros”, bei Flughafen außerhalb von Morlaix
Die Einrichtung hat eher Kantinencharakter. Wird aber geführt von einem überragenden Kantinenkoch.

Menü (28 Euro)

“Cromesquis d’escargot au piment d’espelette celeri a la moutarde mout de raisin”

(Kroketten aus Schnecken mit Sellerie-Reis)
“Poitrine de veau laquee au balsamique, puree de potimarrons, duxelles de champignons et tomates confites”
(Rinderbrust, Püree aus Hokaido-Kürbis mit Champignons und Tomaten)
“Tartare de poire caramelisé creme de citron vert”
(Karamelisierte Birne mit Zitronencreme)

Exzellentes Menü und zwar jeder Gang. Superzarte Rinderbrust. Ein Gedicht die Nachspeise – vor allem die Zitronencreme.

Ploumanac’h

Restaurant “Le Rest’ A Terre”, Strand nah
Einfaches Lokal, bei Einheimischen sehr beliebt. Ohne Schnickschnack, mit lauter Theke. Tavernencharakter.

“Petite Salade de chèvre”
(Ziegenkäse-Salat)
7,50 Euro
“Moules Bretonne”
(Miesmuscheln)
14,40 Euro
Crêpe Compote”
(Crêpe mit Apfelbrei)
3,50 Euro

Einfache Zubereitung der Speisen, aber schmackhaft. Miesmuscheln mit Walnusskernen passten gut zusammen. Sehr schlichte Crêpe.

St Brieuc

Restaurant “La Cuisine Du Marché“, im/am Zentralen Markt
Einfaches Lokal.

Menü (26,50 Euro)

Salat mit Jakobsmuscheln

Gegrillter Seebarsch mit Gemüsebeilagen
Apfeltarte mit Vanilleeis

Das Restaurant sagt von seiner eigenen Küche sie sei rustikal und bretonisch. Rustikal ist sie in der Tat.
Waren die Jakobsmuscheln genau auf den Punkt gegart und sehr gut, fiel der Fisch schon deutlich ab. Zu lang gebraten und mit völlig verkochten geschmacklosen Beilagen. Tarte ebenfalls eher lieblos.

Dinard

Restaurant “L’Abri Des Flots”, Zentrum
Sehr modern eingerichtet, große Fensterflächen. Angenehme Atmosphäre. Klasse.

Menü  (31,50 Euro)

Moelleux de tourteau à l’avocat et son caviar de hareng fumé
(Krebs-Avocado-Hering-Tartar)
Pavé de cabillaud en aioli et bulots tièdes
(Kabeljau mit Knoblauch und Meeresschnecken)
Feuillantine au chocolat blanc et dôme de pistache
(Auflauf aus weißer Schokolade mit Pistaziencreme)

Hingerissen von diesem Menü.
Vorspeise, die auf der Zunge zerging. Extrem guter Fisch, der auch noch überraschend mit Ei serviert wurde. Mehr als interessanter Geschmack. Sensationell gute Nachspeise. Hätte davon gerne nachbestellt. Klasse Leistung.

Kulinarisches Brevier: Spanien 3 (Nordspanien)

Dieses Mal waren es (más o menos) nur 3 Tage in Nord-Spanien.
Herrliche Tapas-Küche.
Wobei. Im Baskenland heißen die Tapas Pintxos. Und in der Region um San Sebastián überbieten sich die Wirte mit immer neuen Kreationen. Manches zielt dabei mehr aufs Auge als auf den Gaumen. Der Kunde muss ja erst einmal durch die Optik gelockt werden.

Augenschmaus

Überraschend wie bei der großen Anzahl von gleichzeitigen Bestellungen die Kellner fast nie den Überblick verlieren.
Meist werden die Pintxos auch noch einmal kurz aufgewärmt.

Mir fiel es schwer, die Aromen herauszuschmecken. Oft werden 3, 4 Lebensmittel kombiniert, mit Saucen drapiert und mit Spezialsalzen gewürzt.
Ob das alles immer harmoniert? Eher nicht. Dennoch: Ein Abend in den Pintxos-Bars ist ein kulinarisches Erlebnis.
(Und eigentlich – für den Aufwand der betrieben wird – nicht einmal teuer. Die einfachen Pintxos kosten zwischen 1,50 bis 2,50 Euros. Für die raffinierteren können schon mal mehr als 3 Euro verlangt werden.)

Los precios

Nur einmal speiste ich in einem Restaurant mit “normaler” Karte.

Bakio

Hotel-Restaurant “Arimune”
Der Koch/Wirt war so ehrlich zu sagen, dass das Gros des Essens aus dem Gefrierschrank kam.  Die Saison war vorbei und ich war der einzige Gast.

“Carrillera de tenera”
(Kalbsbäckchen)
In kräftiger Rotweinsauce. Mit ein wenig Firlefanz. Gut, aber deutlich überteuert.

Rabas (Frittierte Tintenfischringe)
8 Euro
Standard.

Gernika

Bistro “1.000 Azules”
Straßencafé am Rand der Fußgängerzone. Außerordentlich gute Küche.

Tortilla mit Serrano-Schinken
1,50 Euro!
Auf den Punkt gegart. Der Auflauf innen noch leicht sämig. Der Schinken gab den Pfiff.

“Tartar de atun rojo”
(Thunfisch-Tatar)
6 Euro
Sensationelles Essen. Obwohl “Street-Food” (ich aß das Gericht in einem Straßenbistro): Das Beste, was ich bisher auf meiner gesamten Europa-Reise gegessen habe. Unglaubliches Zusammenspiel der Zutaten. Der rohe Thunfisch (Tatar), gemischt mit gewürfeltem Avocado- und Mangofleisch. Dazu Algen, die dem Ganzen etwas Derbes (Hafen-, Mole-Geschmack) beimischten. Grandios. Und obendrein: 6 Euro für so eine Köstlichkeit. Ich war sprachlos.

Kassenzettel

San Sabastián

In San Sebsatián wechselte ich im Wesentlichen zwischen 3 Lokalen in der Altstadt:


“Gandarias”
Küche eher klassisch orientiert. Sehr fein. Grandiose Weinauswahl.


“Zeruko”
Küche experimentell. Das Unmögliche wird miteinander kombiniert. Manchmal seltsam, manchmal genial.


“Borda Berri”
Im Gegensatz zu den meisten Lokalen werden keine Pintxos auf der Bar ausgestellt. Man muss sie ausdrücklich laut, fast brüllend laut, bestellen.
(Eine aufgestellte Tafel mit der Liste der tagesaktuellen Pintxos hilft dabei.)

Pintxo Blutwurst mit Ei
Sehr fein! Die Kombi rote Paprika, Blutwurst, Spiegelei ist perfekt.

Pintxo Rindsfilet mit Meersalz und Pintxo Foie Gras mit Marmelade
Fleisch und Entenleber auf den Punkt gegart. Klasse.

Pilze mit Tomatenallerlei und Gebratener Tintenfisch
Nix zu meckern.

Seeigel
Ausgelöffelt. War gut – aber doch nicht wirklich definierbar. Soße schmeckte ein wenig nach mehligem Béchamel.

Entenleberpastete mit Schokoladenmantel
Super anzuschauen. Nicht ganz so prägnant im Geschmack. Mehr Gag!

Ziegenkäse mit ???
Käse Spitze! Wenn auch das “Anhängsel” undefinierbar blieb.

Risotto mit Pestostreifen
Durchschnitt.

Bruschetta Paprika mit Ziegenkäse und Marmelade
Bruschetta mit Tomaten

Schinken mit Käse, Weinsirup und grüner Soße

Alles sehr fein und gut!

Ravioli mit Sahnesoße
Undefinierbarer Geschmack. Völlig von merkwürdiger Soße zugedeckt

Anchoas in Knoblauchöl
Anchoas mit feinem Knoblauchgeschmack.

Kulinarisches Brevier: Albanien

Die paar Tage in Albanien reichten, um mich von der einheimischen Küche zu überzeugen. Von derb, kräftig bis fein und exquisit: Alles dabei. Nie Schnickschnack. Das Produkt immer im Vordergrund. Das ist in Albanien – ob Fleisch, Käse, Fisch oder Meeresfrüchte – meist von einer ausgezeichneten Qualität.

Shkodra

Restaurant “Tradita”
Außerordentlich gutes Lokal, das viel Wert auf Auftritt und Qualität legt. Sehr empfehlenswert.

“Ddjathë feta”
(Schafskäse mit Pita)
Beides köstlich. Brot auf offener Flamme geröstet.

„Antipasta“
(Frühlingsrolle mit Spinat gefüllt. Mit Reis gefülltes Weinblatt. Kartoffelauflauf.)
200 Lek (1,40 Euro)
Alles sehr fein zubereitet. Mit viel Genuss verzehrt.

„Trofte e Eger“ 
(Gegrillte Wildforellen)
1200 Lek (8,50 Euro)
Absolute Köstlichkeit. Superzart. Haut resch.

„Mish Mix“
(Grillplatte mit Hähnchenbrust, Lamm, Schwein, Salcicca, Speck)
1000 Lek (7 Euro)
Ebenfalls am offenen Feuer zubereitet Klasse. Nicht die Spur von zähem Fleisch.

Vore

Hotelrestaurant Continental
Gesichtsloses Geschäftshotel mit angeschlossenem Restaurant. Lieblose Zubereitung der Speisen. War mir an diesem Abend aber egal. Ich war froh, überhaupt eine Unterkunft und etwas zu essen gefunden zu haben.

„Supe peshku“
(Fischsuppe)
250 Lek (1,75 Euro)
„Spaghetti me te zeze, sepje e fruta deti“

(Spaghetti mit Tintenfisch und Meeresfrüchten)
600 Lek (4,25 Euro)

Sowohl Suppe als auch (die verkochten) Spaghetti hatten die gleichen Einlage: etwas gummiartige Meeresfrüchte und ein paar Fischfetzen.

Vlore

Taverne “Lela”, in Hafennähe
Niemand sprach verstehbares Englisch. Nur Einheimische im Lokal. Supernetter Wirt. Es gab keine Speisekarte auf Englisch, also brachte er mir einfach etwas aus der Küche. Später schrieb er mir auf, was ich gegessen hatte, so konnte ich mit einer Übersetzungshilfe entschlüsseln, was es ungefähr war.

“Sup pule”
(Hühnchensuppe mit Hühnchenfleisch)
Ausgezeichneter voller Geschmack.

“Lakror ose yohmer”
(Kartoffelauflauf) mit “Kas dele” (Schafs-Jogurth)
Überraschend gut.

Für alles zusammen (inklusive einem Glas Weißwein) kassierte der freundliche und aufmerksame Wirt 850 Lek (6 Euro).

Himare

Restaurant “Piazza Restoran”, an der Hafenpromenade
Familienbetrieb. Sehr rustikal. Die ganze Familie verzehrte ihr Abendbrot an einem großen Tisch. Ich war der einzige Gast.

“Djathë skuqur feta”
(Gebratener Schafskäse)
350 Lek (2,50 Euro)
Klasse intensiver Geschmack.

Tintenfisch in Zitronen-Tomatensoße
1100 Lek (7,80 Euro)
Köstlich zubereitet. Sehr zart.

Saranda

Taverne “Peshku Gerthela”
Gutes Lokal. Hatte aber das Pech, dass eine deutsche Reisegruppe anwesend war und mit Hossa Hossa Gesängen mich völlig nervte.

„Supe peshku“
(Fischsuppe)
400 Lek (2,85 Euro)
Gut zubereitet. Wieder mal anders: nicht klar, eher sämig – mit kleinen Fischfetzen.

„Ngyala“
(Gebratener Aal)
900 Lek (6,40 Euro)
Köstlichkeit. Bei weitem nicht so fett wie die deutschen Aale, die ich bisher gegessen habe. Vielleicht war das Fett auch herausgebraten. Aale nicht so dick, eher schlank. Ich war begeistert.