Meer Europa

Schlagwort Archiv: Sonnenuntergang

Tag 277 (28.9.2018)/ Dänemark: Lønstrup -> Skagen

Strecke: 82 km (09:30 – 17:00 Uhr)

Die eigentlich Strecke war rund 71 Kilometer lang. Ich machte aber sowohl am Anfang einen Ausflug (zur Rubjerg Knude) mit ca. 4 Kilometern Radelstrecke (hin und zurück) als auch am Ende der Tour (zur Landspitze Grenen) mit ca 7 Kilometern (Ida y Vuelta). Ergibt mithin eine Gesamtstrecke von 82. (Ich liebe Statistiken.)

Wow! Was für ein Tagesanfang. Freie Sonnensicht auf die Wanderdüne Rubjerg Knude bei Lønstrup. Fast 2 Kilometer lang und 400 Meter breit. Und on top: ein Leuchtturm. Wandert der mit?
Laut Reiseführer versinkt er immer tiefer im Sand. Der Betrieb ist längst eingestellt.

Ist das noch pastellig?

Wüsteneindruck.

Gelbrosalich?

Mit Minioase.

Grüngelbbräunlich?

Von der Leuchtturmspitze …

Spitz ist da gar nichts

… ein toller Ausblick auf die wilde Steilküste.

Weißbläulich?

Auf dem Plateau kleine Ortschaften (Blick nach Lønstrup).

Grünrotbläulich?

Ich war nur noch einen Tagesritt von der Nordspitze Dänemarks entfernt.
Der Weg dorthin hügelig. Nach tagelang brettlflachem Fahren war das jetzt richtig ungewohnt.

Sattgrünlich?

Liebliche Landschaft. Viele Einzelhöfe, wenige Dörfer. Alles sauber. Selbst die Natur aufgeräumt.

Strohbräunlich?

Schöne Heidelandschaften entlang der Nordküste. Beschaulich.

Herbstgrünbräunlich ?

Im Küstenwald immer wieder Weltkriegsbunker.

Schattengelblich?

Schließlich Skagen erreicht. Und vor Sonnenuntergang noch einen Ausflug an die Nordspitze Mitteleuropas gemacht.
Dort, wo sich Skagerrak und Kattegat begegnen.

Untergangsrötlich?

Dort wo Nordsee und Ostsee aufeinandertreffen. Wo sich 2 Meere tobend vereinen. (Heute gingen sie friedlich miteinander um.)

Dunkelrosamilchig?

Unterkunft: Hotel Petit, Zentrum von Skagen. Gut ausgestattete Unterkunft. (99 Euro mit Frühstück).

Tag 275 (26.9.2018)/ Dänemark: Ringkøbing -> Klitmøller

Strecke: 131 km (09:15 – 18:45 Uhr)

Schnell erzählter Tag: Schon als ich losfuhr, stürmte es. Erst gegen mich, dann von der Seite.
Bald regnete es auch noch. Und es war klar: Der Tag hatte einen dauerhaften Grauschleier

Unterwegs ein paar Vergangenheits-Reminiszensen

Wikinger zu Holzsäulen erstarrt

Ein wenig Neuzeitliches.

Windmonumente

Dann eine wacklige 10 Minuten-Überfahrt über den Thyborøn-Kanal.

Funktional

Entlang einem (bei schönem Wetter sicher) interessanten Naturschutzgebiet geradelt.
Wiederholt gegen den Wind geflucht.

Salzwiesenkühe

Auf einer leichten Anhöhe erahnt, wie aufregend die Dünenlandschaft an der Küste war.
(Hab aber kaum etwas davon gesehen. Zu regnerisch und grau.)

Und schließlich meinem Gefährten gedankt, dass er mich sicher durch all diese Unbill gelotst hat. Entkräftet kurz vor Sonnenuntergang angekommen.

I like you

Klitmøller, eine Surfer-Hochburg, wie ausgestorben. Gottseidank hatte wenigstens eine Pizzeria auf.

Unterkunft: Guesthouse Klitmøller. Neuer Komplex. Zimmer mit Gemeinschaftsbad und -klo. War aber kein Problem, ich schien alleine zu sein. Die Rezeption war schon längst nicht mehr besetzt. Ein dicker Zettel an der Eingangstür leitete mich zu meinem Zimmer. 80 Euro (ohne Frühstück).

Tag 274 (25.9.2018)/ Dänemark: Ribe -> Ringkøbing

Strecke: 139 km (09:15 – 19:30 Uhr)

Ribe am Morgen – genau so entleert wie gestern bei Regen. Trotz Frühsonne.
Merkwürdiges Dänemark. Wo trifft man eigentlich Dänen, wenn nicht auf der Straße?
Vorm Dom eine Statue des Missionar Ansgar, der so etwa um 850 die Wikinger zum christlichen Glauben überredete.

Wikingerflüsterer

Ich nahm Richtung aufs Meer. Unterwegs kleine Seen, Teiche, Tümpel. Mir fehlt der exakte Wortschatz für das, was ich im Norden antreffe.
Haff, Fjord, Sund… Deich, Damm …was stimmt?
(Ich bin Südländer – ich merk es immer mehr.)

Jedenfalls … attraktiv war das Flache durch das Nasse.

Against the sun

Wo kommt eigentlich hier das ganze (Süß)Wasser her?
Ausm Boden?
(Oh Mann, ich weiß gar nichts.)

MitderSonne

Nach der x-ten mäandernden Dorfstraße die Küste erreicht.

Hinführend

Deich hoch – und runter geguckt.
Wattenmeer: seicht.
(Füllte sich das Meer oder wich es? Sack Zement! – wer hilft mir bei diesen existientiellen Wissenslücken (Google bestimmt nicht.)

Zielführend

Saftig die Herbstwiesen.

Ins Gebüsch

Und mittendrin ein weiteres Rätsel:

Bürstenrätsel 1

Was sollten diese überriesigen Bürsten im Gras?

Bürstenrätsel 2

Vielleicht könnte mir ein Däne die Antwort geben – aber es war ja keiner da.
Und wenn, nur als stummer steinerner Gast.

Weißes Rätsel 1

Bam, Bam, Bam (frei nach Mozart).

Aber diese steinernen Monumente  gucken mich nicht an, sie gucken zu den Osterinseln, wo sie offenbar Verwandte haben.

Weißes Rätsel 2

Und weiter, immer weiter.
Schöne Küstenfahrradwege. Und so wunderbar angelegt, gepflegt und nebenbei das Meer gebändigt.
Ich schaute mich mehrmals um, ob ich hier überhaupt fahren durfte, ohne das Landschaftsdesign kaputt zu machen.

Zielpunkt 1

Eine akkuratere Küste habe ich noch nicht gesehen.

Zielpunkt 2

Aber wo sind die Dänen?

No point

Die Einheimischen?

Hier übrigens endet das Wattenmeer. In Ho Bugt. Warum – hat mir mein Reiseführer nicht erklärt.

Gestreiftes Rätsel

Nach Ho Bugt motte ich meinen Fotoapparat eint. Es stürmt mir ins Gesicht (unverschämt!), es trübte sich ein (Frechheit), es versaute und versuppte mir fast den Tag, bis – kurz vor Sonnenuntergang – sich ein Durchgang, ein Blick ins Paradies öffnete. Und prompt packte ich meine Spiegelreflex wieder aus.

Yeah!

Oh Mann! Und es gab null- ich wiederhole – nicht eine einzige freie Unterkunft hier. Ich wär so gern geblieben.

Sandiger als das Paradies

In dieser fantastischen Dünenwelt.

Zwei Augen Prinzip

Aber ich musste weiter, immer weiter – gegen Sturm, Wind und Böe (wer erklärt mir die Abstufungen?), …

Tschüss

… bis ich mein Unterkunftsziel erreichte: am Stadtrand von Ringkøbing.

Unterkunft: Ein Apartment, dessen Verwalter mir telefonisch beschrieb, wie ich hinfinden würde. Der Schlüssel steckte außen in der Tür. Es war bereits dunkel, als ich aufschloss.

Tag 266 (17.9.2018)/ Belgien: Oostende -> Zoutelande (Niederlande)

Strecke: 71 km (09:30 – 17:45 Uhr)

Wie freute ich mich auf mein Glas Mittagswein. Ich wollte schnell in meinen Rhythmus finden und tat alles dafür.

Treibmittel

Der erste Tag der neunten Etappe: spätsommerlich heiß.
Meine Richtung: Von Oostende nach Norden.
Das Ziel: Kopenhagen. Vielleicht sogar Schweden.
Vier Nordsee-Wochen habe ich diesmal Zeit.

Belgien war schnell durchflogen.

Können Bojen fliegen?

Die Küste zugebaut, entweder mit gesichtslosen Appartment-Hochhäusern …

Atlantikwall

oder mit Strand-Umkleidekabinen.

Atlantikwall 2

Die Strände breit und feinsandig und wenn ein wenig belebt – dann von Selfie-Prinzesinnen.

Schon nach 40 Kilometern führte ein holpriger Fahrradweg über die Grenze …

Schleichweg

… ins Königreich der Niederlande.

Windflüsterer

Die Dörfer sympathisch aufgeräumt. Fast puppenstubenmäßig.

Provinzidyll

Der Atlantik schläfrig. Nur ein bisschen aufgewühlt durch ein rasendes Lotsen-Boot, das an unserer Fähre angeberisch vorbeirauschte. Auf der Fähre nach Vlissingen fast ausschließlich einheimische Radler.

Mit Wucht

Vlisssingen: im Kern schön altertümlich, in Meernähe mondän.

Herbststrand
Wohnturm

Hinter 30 bis 40 Meter hohen Dünen kuschelten sich Dörfer.

Geschützt

Auf der meerzugewandten Seite der Dünen: horizontlange Strände.

Bestrahlt

Für die Nebensaison noch erstaunlich belebt.

Besonnt

Kilometerlang reihten sich Strandkabine an Strandkabine.

Gereiht
Bebohlt

Bei Sonnenuntergang muss man sich entscheiden: unten im Rot oder oben im Gelbgrau.

Bevölkert

Unterkunft in Zoutelande: Hotel Het Verschil. Ortsmitte. Hotel hat auch ein sehr gutes Restaurant. Nettes, zuvorkommendes Personal. Kleines Zimmer. 65 Euro (mit Frühstück). Fahrrad in Hinterhof angekettet.

Tag 229 (12.03.2018) / Griechenland: Chalkida -> Rovies

Strecke: 90 km (09:00 – 18:30 Uhr)

Ich schrie vor Glück!

650 Meter mich und meinen Drahtesel den Berg hochgewuchtet. Geschwitzt, geflucht, mir geschworen, nie wieder so was zu Beginn einer Etappe zu machen.

Out of the green

Und dann die ellenlange (sprich halbstündige) Abfahrt mit Endorphinantrieb und schon erstaunlich warmem Begleitwind. Ich konnte gar nicht anders als laut vor Glück zu brüllen.

Top to down

Im Tal angekommen, musste ich schnell realisieren, dass es grad so weiter ging. Nicht mehr so steil und hoch wie der erste Berg, aber beständig auf und ab.
Urwüchsig die Insellandschaft. Das Meer von hohen Bergzügen verdeckt.

Green Valley

Erst kurz vor Sonnenuntergang das letzte Hindernis geschafft.

Da unten – irgendwo im Schwarz – würd’ ich die Nacht verbringen. Glücklich.

Darkland

Unterkunft: Ferienwohnung (Apartment) “West” in Rovies mit großem Garten. Schön an kleinem Strand gelegen. Sehr zuvorkommender Besitzer. 35 Euro (mit Frühstück). Fahrrad im großen Zimmer untergebracht.

Tag 220 (08.10.2017) / Italien: Maratea -> Amantea

Strecke: 114 km (09:15 – 18:15 Uhr)

Schöner Tag. Der Abschied aus Maratea luftig kühl.

Morgentaulicht

Die Weiterfahrt: rollercoaster. Aber immer schön im Licht.

Blaulicht

Ich fuhr im Grunde meist halbhöhenlagig. Ganz runter zum Wasser kam ich so gut wie nie. Extrem steil wurde es auch nicht.
Ich war stets ein wenig über den Dingen.
Fotografierte keine Details. Meist Halbtotalen. Tieffliegende Vogelperspektive eben.

Grelllicht

War ich nun eine Herbst-Schwalbe?

Mein Herbstschwalben-Revier

Oder eher eine Rad-Drohne?

Abend-Orange-Licht

Mit dem Sonnenuntergang nach Amantea eingefahren.
Lebhafte Neustadt. Trotz Sonntag.

Tag 214 (02.10.2017) / Italien: Anzio -> Sperlonga

Strecke: 83 km (09:30 – 17:00 Uhr)

Langlang der Morgen.
Lang entlang der See.
Außerordentlich schöne Dünenstrände.

Aufgereiht

Zum ersten Mal Wasserkontakt. Kann’s selbst kaum glauben. (Fahre das Mittelmeer entlang, ohne reinzuspringen.)

Ungeschönt

Blaublau die Radwege.

Alongside

Dann stoppte ich. Sah eine merkwürdiges Trauerarrangement.

Ich verstand nichts (will sagen kein Italienisch). Es handelte sich offenbar um Trauerschmuck für im Einsatz umgekommene italienische Soldaten. Wo? Afrika? Syrien?
Wer schmückte? Staat? Militär? Bevölkerung?
Waren die Toten (wenn es sich darum handelte) von hier?
Haben also Freunde das arrangiert?
Mannomann – warum bleib ich so (sprach)dumm!

Was?

Mein Fahrrad bockte plötzlich. Quietschte. Ich sah nach. Die Befestigung des vorderen Schutzbleches hatte sich gelöst und schwingte (schwang?) frei.
Mir fehlten Schrauben und Muttern, also schnürte ich das Gestänge mit einem groben Seil (das ich Gott sei Dank mit mir führte) zusammen. Es hielt fürs Erste.

Getackert

Abseits der Küste – Landwirtschaft. Der Boden sah fruchtbar aus (sag ich Bauer!).

Gefurcht

Irgendwann abgekämpft nach Sperlonga reingeradelt. Reizvoll und herbstleer. Luft war raus dem Ort.

Gebräunt

Hoch in die Altstadt gestiefelt und doch immer nach unten geblickt.

Geordnet

Extrem enge Gassen. Extrem schöner Ort.

Gegoldet

Aber die Schönheit der verstohlenen Plätzchen, Winkel, Ecken – sie ließen sich mit meinen fotografischen Mitteln nicht abbilden.

Nicht mal die kleinen offenen wunderschön verkitschten und doch innigen Kapellen.

Gerosat

Kurz vor Sonnenuntergang wieder runter zum Strand gestiefelt. Der Horizont blühte rot. Und obwohl ich extremer Sonnenuntergangs-Allergiker bin, konnte ich nicht anders – ich musste den Auslöser lösen.

Gesonnt

Tag 208 (26.09.2017) / Italien: Santa Margherita Ligure -> Vernazza

Strecke: 87 km (08:45 – 17:00 Uhr)

Entgegen meiner Gewohnheit hatte ich alle Unterkünfte der ersten 5 bis 6 Tage schon vorher gebucht. Im Internet hatte ich gesehen, dass so gut wie alle Hotels – obwohl Nebensaison – nicht verfügbar waren. Also buchte ich Privatunterkünfte. B&B oder Airbnb – was auch immer. Der Nachteil: Ich musste mich auf die Empfangszeiten der Anbieter einstellen. Manchmal konnte ich erst ab 19 Uhr ins Zimmer, manchmal nur davor. Das verkomplizierte meine Reise ungemein. Diesmal hatte der Vermieter geschrieben, dass er Gäste nur zwischen 14 und 16 Uhr empfangen würde. Ich hatte aber keine Ahnung, wie lange meine Tour dauern würde. Ich kündigte per mail an, vermutlich erst gegen 17 Uhr oder ein wenig später einzutreffen – und erntete immerhin keinen Widerspruch. Aber es trieb mich unnötig an.

Und es wurde ein langer, kräftezehrender Trip.

Sehr schnell ging es rauf. Steil.

Natur natur und dekonstruierte Natur

Oben lichtete sich schon der Wald.

Saumwald

Zwei dreimal war ich nah dran, vor Erschöpfung meinen Drahtesel die Böschung runter zu werfen.
Zwei dreimal musste ich kraftlos schieben. Zu steil.
Hoch ging’s und immer höher.

Trotzdem konnte ich genießen
Ruherad

Dann wieder runter.

Eingekesselt

Danach wieder hoch.

Eingeschwärzt

Ich fuhr nach Cinque Terre.
“5 Terre” – schrieben sie auf Schildern.

Doppelthron

Schön ist gar kein Ausdruck.

Meerwacht

Die serpentinische Abfahrt nach Vernazza kostete mich Nerven, manchmal roch ich, wie das Bremsgummi schmurgelte. Alles war heißgelaufen, mein Fahrrad, mein Gesicht, alles hyperventilierte, meine Bremsen, ich.
Und dann: Unten!
Mannomann. Welch schöne Welt.

Über-welt-igend

Ich setzte mich am Hafen fest. Gold rieselte kurz vorm Sonnenuntergang vom Himmel.

Nicht zu fassen

Guckte links, guckte rechts.

Unwirklich

Bewegte mich keinen Millimeter mehr.

Aber es geschah gerade: Es war wirklich

Und genoss andächtig den ligurischen Abendwein.

Unterkunft: “A Cà Da Nonna”. Privatunterkunft Altstadt. Schön gelegen. Ruhig. Steile Treppe hoch zum Apartment. Fahrrad grad so durch die enge Treppe hoch bekommen. In Zimmer geparkt. Überteuert, wie alles in Vernazza.

Tag 177 (03.04.2017) / Spanien: Rincón de la Victoria -> Salobreña

Strecke: 78 km (09:30 – 17:30)

Meine Beine streikten. Sie hatten alle Kraft verloren. Schon bei der leichtesten Steigung hatte ich Lust vom Rad zu steigen und das Ganze zu lassen.
Es gab viele Steigungen.

Und dann war ich seltsam spanienmüde. Oft hatte ich das Land bereist. Kaum etwas überraschte mich noch. Die Tour, die mich gerade um die iberische Halbinsel leitete, barg selten noch ein Korn Entdeckungsenthusiamsmus.

Ich merkte es komischerweise daran, dass ich immer weniger meinen Fotoapparat auspackte. Und wenn, schoss ich völlig uninspirierte Standard-Fotos.

Tja, schon am Morgen musste ich mich zwingen, den Auslöser am  Strand von Rincón de la Victoria zu drücken.

Frühsport

Unterwegs auch. Sogar, als mir klar wurde, dass die Costa del Sol nicht nur aus Beton besteht, sondern durchaus einige schöne Buchten und sogar fast naturbelassene Strände hatte.

GrauBraunSand

Klar der Beton überwog. Der “Balkon Europas” in Nerja selbst in der Vorsaison hoffnungslos von Briten und Deutschen überrannt. Da wirkte schon eine kleine Bucht, in die die fußfaulen Touristen nicht hinunterlaufen wollten, wie eine Natur-Oase.

Zerklüftet

Klar, dass auch die Spanier mit ihrer Immobilienblasensucht jedes noch so kleine Fischerdorf in eine sommerliche Bettenburg verwandeln.

Zersiedelt

Aber: Es gab auch die stillen Strände …

Eingezwängt
Eingefasst

… die “einsamen” Fischer im Meer.

Ausgeladen

Und die spektakulär gelegenen Ortschaften in den Felsenküsten.

Hochbau

Genau hier machte ich Stopp. Ziemlich am Ende meiner Tageskraft.

In der Ferne trugen die Höhen der Sierra Nevada noch Schneekappen.


Während hier am Strand von Salobreña Palmen im lauen Abendwind grünten/braunten.

Ich setzte mich am Strand fest.

Warten auf den Sonnenuntergang
Da iss er

Ließ den Tag verglühen.

Unterkunft: “Hostal Jaíma”. In der Altstadt. Sehr freundlicher Familienbetrieb. Empfehlenswert. Fahrrad in Garage untergestellt. 38 Euro ohne Frühstück.

Tag 176 (02.04.2017) / Spanien: Ronda -> Rincón de la Victoria

Strecke: 124 km (10:00 – 20:00)

Welche Fahr-Freude, welcher Genuss, welch Vertrauen in mein Stahlross.
2 Stunden Abfahrt. Runter von den Bergen. 55 Kilometer in 120 Minuten. Im Schuss – ohne das geringste Gewackele des Vorderrads. 900 Höhenmeter.
Diesmal machte ICH Wind.
Ich sang LAUTER als jeder Vogel am Wegesrand.

Jemand schob Landschafts-Kulissen an mir vorbei.

Berg, Teich, Tal
Berg, Dorf, Olivenhain

Flach war das Flache anschließend dann doch nicht. Ich kam gleichwohl zügig nach Malaga.
Faszinierende Stadt.

Gekonnt

Der Hafen zum Schlendern herausgeputzt und sonntagsvoll.

Gefüllt

Das Meer gleich nach der Stadt schöner als gedacht.

Gekrümmt

Wenn auch das Ufer extrem zersiedelt war. Jeder, der es sich leisten konnte, klotzte eine Villa in den Hang.

Berg, Wald, Villen

Die letzten 10 Kilometer taten noch einmal weh. Es ging immer wieder steil hoch und dann wieder im Sturzflug runter.

Schließlich in “Rincón de la Victoria” Halt gemacht. Kurz vor Sonnenuntergang.

Meer, Sand, Rettungsturm

Unterkunft: “Rincón Sol”. Bettenburg. Aber Rezeptionisten haben mir sympathisch geholfen. Fahrrad in (noch nicht geöffneter) Diskothek untergebracht. 52 Euro mit Frühstück.