Meer Europa

Schlagwort Archiv: Tintenfisch

Kulinarisches Brevier: Rumänien 2

Gar nicht so leicht, zu sagen, was die rumänische Küche an der Schwarzmeerküste und im Hinterland des Donaudeltas ausmacht.
Zumindest in den Restaurants, die jetzt in der Vorsaison offen hatten, dominierte eine mediterrane, internationale Richtung.
Lokales Kolorit war kaum zu spüren.
Dafür war meist die Qualität/Frische der Fische wirklich gut.

Mangalia

Es war schwierig, ein offenes Restaurant zu finden. In Hafennähe dann doch fündig geworden.

Restaurant “Maritimo
Eher eine Bar, eine Lounge, denn ein Restaurant. Merkwürdiges Publikum, das offenbar hier seinen Status zur Schau stellte ( = Geld haben). Ich war skeptisch, wurde aber angenehm überrascht. Die Küche war ausgezeichnet.

Bruschetta
(mit Anchovi)
2,50 Euro
Tagliatelle
(mit Tintenfisch in schwarzer Soße)
8 Euro
Obstkuchen
(mit Vanilleeis)
2,50 Euro

Besonders der Tintenfisch in seiner schwarzen Tinte hatte es mir angetan. Sehr gut!

Konstanza

Restaurant “Bacaro Port
Eines der vielen Hafenlokale, die sich eigentlich alle ähneln. Schick, herausgeputzt, ein bisschen mondän, ein Platz, um sich zu zeigen und zu demonstrieren, dass man zur Geldelite des Landes gehört oder zumindest so tut. (Für den mitteleuropäischen Geldbeutel war das kein Problem, für den einheimischen allerdings sicher!)

Viele im Lokal waren sehr damit beschäftigt, Selfies zu machen und sie gleich ins Netz zu stellen.

Fischsuppe
Gebratener Lachs
(mit Meerrettichsauce)

Suppe gut, Lachs sehr trocken.

Murighiol

Restaurant “Blue House”
Neu eröffnetes Hotel samt Restaurant. Wurde mir von meinem Pensionswirt empfohlen, was nicht weiter verwunderlich war. Der Besitzer war sein Bruder. Es gab aber (in der Nebensaison) eh kaum eine Alternative. Schön eingerichtetes Lokal. Viel auf Edel (und Weiß) gemacht. Die Küche gab sich Mühe.

Fischsuppe

Bei der Fischsuppe wurden getrennt  zur Brühe diverse gekochte Fische serviert – samt einer exzellenten Knoblauchpaste. Insgesamt sehr gut und enorm sättigend, Hätte eigentlich gereicht.

Scrumbie

Gegrillter Fisch anschließend etwas trocken geraten.

Murighiol

“Casa Badea”
Privatunterkunft. Die Frau des Wirtes brutzelte auf dem Grill über offenem Feuer den besten Grillfisch, den ich je gegessen habe. (Dieser Superlativ muss sein!) Scrumbie!

Näheres: siehe Blogeintrag Tag 259 / 11.4.2018

Tulcea

Restaurant “Ivan Pescar Fish Bar”
Schönes Lokal am Hafen. Einfach eingerichtet. Sehr kompetente Bedienung. Und sehr gute und einsehbare Küche, die frischen Fisch verarbeitet.

Ivan Pescar Speciality
(Fischplatte)
10,50 Euro
Catfish
(Wels)
(with Vegetables Stew in the Oven)
6 Euro

Die Vorspeise doppelt so teuer wie der Hauptgang. War aber gerechtfertigt.
Exzellent geräucherter Fisch. Samt Karpfenkaviarcreme.
Welsfilet saftig gegart. Mit Tomaten-, Gemüsesoße und Polenta. Sehr gut.

Galati

Restaurant “Blue Aqua”
Lokal in Betonblock, aber schön über der Küste gelegen. Treffpunkt der Schönen und (Schein)Reichen und denjenigen, die es mal für einen Abend sein wollen.
Küche ambitioniert. Aber teilweise überfordert.

Bruschetta
(Lachs mit Kapern)
Gesottenes Fischfilet
(mit Broccoli)
Orangenkuchen

Alles ordentlich, ohne wirklich zu überzeugen.

Kulinarisches Brevier: Griechenland 2 (Ostküste)

Wie schon bei der ersten Griechenlandtour war ich auch diesmal erstaunt, wie vielfältig die regionale Küche ist und wie gut selbst die einfachen Lokale sind.
Essen lauwarm und in Öl schwimmend – das war vorgestern.

Athen

Restaurant “Yantes“, Stadtteil Exarchia
Schöner, ruhiger Innenhof und auf postmoden getrimmtes Restaurant – mit exzellenter Küche.

Lentil salad
“Bio” with sun-dried tomatoe
Tsatsiki
Fresh sardines

with potatoes, white whine and fresh thym 
Restina (0,25l)

Linsensalat mit getrockneten Tomaten. Dazu viel Petersilie, die wie ein Geschmacksverstärker wirkten. Richtig gute Kombi, wenn auch mit ein wenig zu viel Flüssigkeit. Die Sardinen auf Scheiben von gedämpften Kartoffeln. Aber auch hier eine Spur zu viel Öl dazu gegeben. Tsatsiki sehr fein püriert!

Chalkida

Restaurant “Delfinia
Eher rustikales Touristen-Lokal am Kai. Ausgesprochen nette und schnelle Bedienung.

Mediterraner Salat
(Tomaten, Frischkäse, Kapern, Ruccola)
Souflaki
(mit BB Sauce)

Salat klasse und reichlich. Souflaki fast zu üppig portioniert. BB-Sauce rauchig.

Rovies

Namenloses Restaurant am kleinen zentralen Platz

Gebratene Kartoffeln
Tsatsiki
Teigtasche mit Fleischfüllung

Deftig, rustikal, einigermaßen sättigend. Gut ist allerdings etwas anderes.

Agiokampes

Restaurant “Ouzeri the Dolphins”
Schön gelegen, direkt am Meeresufer. Machte allerdings extrem früh zu (gegen 18:30 Uhr) – so dass ich Glück hatte, überhaupt noch etwas zu bekommen. Ich wurde als einziger Gast schnell bedient und schnell wieder hinauskomplimentiert. Vorsaison!

Oktopus
Aufgetaut und schlecht gewärmt. Dazu Brot.

In einem der wenigen offenen Shops des Ortes kaufte ich mir danach einen heimischen Wein und ein Päckchen Walnüsse.
Der Wein war allerdings gekippt und ungenießbar.
Pechtag.

Volos

Restaurant “Tsipouradiko Dionysis
Am Hafen. Nettes, eher traditionell gestaltetes Restaurant.

Kartoffelsalat
War eher Kartoffelstampf
Shrimps
in pikanter Tomatensauce

Alles sehr konventionell. Okay, aber ohne besonderen Geschmack.

Platamonas

Restaurant ΨAPOTABEPNA TO ΛIMANAKI
Beliebtes Hafen-Lokal.

Knoblauchbrot
Brokkolisalat
Fangfischer Fisch (Fagri)
Pudding
und orientalisches Gebäck

Knofelbrot ausgezeichnet. Salat mit roten Paprikastreifen, Gurken und schwarzen Oliven verfeinert, lauwarm – ebenfalls gut. Fisch mit zartem und sehr intensivem Fleisch. Punktgenau gegart. Dazu eine feine Buttersauce mit Zitronenaroma und viel Peterle. Die Nachspeise eine Zuckerbombe. Zu viel Honig, Zucker und Sirup für meinen Gaumen.

Makrygialos

Restaurant ΓΕΥΣΕΙΣ ΤΗΣ ΘΑΛΑΣΣΑΣ
An Küstenpromenade. Schönes Restaurant, modern eingerichtet. Sehr gute Küche.

Auberginensalat
(mit Knoblauch, Feta, Zitrone und Petersilie aufgepeppt)
Miesmuscheln
(herausgelöst, zu kleinen Kugeln zusammengeklebt und dann frittiert)

Grandioses Essen.

Thessaloniki

Restaurant “Full tou Meze
Trendiges Restaurant im szenigen Kneipeniertel (in der Nähe des Jüdischen Museums). Spezialisiert auf griechische Tapas = Mezes.

Mehr Regale als Tische

Hühnchenleber
mit roten Zwiebeln und wenig Essig
Shrimps
in Tomaten-Feta-Sauce
Gefüllte Champignons
mit Feta, Parmesan und gehackten Champignons

Alles tadellos, vor allem die Leber exzellent. Toll saftig gebraten.

Am nächsten Tag gleich ein zweites Mal ins gleiche Lokal gegangen.

Linguine mit Garnelen
Gemüselasagne

Diesmal nicht so begeistert wie beim ersten Mal. Auch Köche haben Tagesform.

Thessaloniki

Restaurant “Aristotélous
Sehr traditionelles Lokal. Ouzeria. Old fashioned im besten Sinne. Hier geht alles ein wenig langsamer, entspannter. Kellner sind sehr gut ausgebildet und verstehen ihren Job. Freundlich und distanziert zugleich.
Sehr gute Küche!
Restaurant ist ein wenig schwer zu finden. Es liegt in einem stillen Innenhof.

Good old times

Anchovis
in lauwarmem Sud.
Gebratene rote Paprika

Klasse!

Und auch hier bin ich ein zweites Mal eingekehrt.

Risotto
in Oktopus-Tinte
Mit Feta gefüllter gebratener Tintenfisch
Hausgemachter Kuchen

Alle Mezes (Vorspeisen / Tapas) wirklich hervorragend. Lokal ist sehr zu empfehlen.

Nea Moudania

Restaurant “Erodius
An der Hafenpromenade. Modern. Sieht von außen nach “nobel” aus. Löst den Anspruch aber (außer bei den Preisen) nicht ganz ein.

Tsatsiki
Mediterraner Salat
Frittierte Sardinen

Das Beste war noch das hausgemachte (sehr “grobe”) Tsatsiki. Die Sardinen waren verschenkt.

Neos Marmaras

Restaurant “Taverna Christos
Sehr sympathisches Lokal direkt am Meer.

Auberginensalat
Anchovis-Suppe
Hausgemachter Kuchen

Anchovis Suppe fantastisch (Basis: Fischsuppe); Anchovis gaben der Suppe den speziellen Geschmack. Mit Peperoni-Scheiben, Zitronenscheiben und Feta gewürzt. Klasse

Sarti

Restaurant “Alexandros
(Bin mir über den Restaurant-Namen nicht mehr so sicher. Hab vergessen, ihn aufzuschreiben.)
Sehr klassisches Lokal – mit viel griechischem Holz. Strandnah. Sehr angenehmer Betreiber und aufmerksamer Gastgeber.

Kartoffelauflauf
mit Speck und viel Käse
Frittierte Garnelen
(aus Tiefkühltruhe)

Ging so. Über die Qualität der Küche lässt sich nicht viel sagen. Ich war einziger Gast. Kam sehr spät. Es war nichts vorbereitet. Die Mutter des Wirtes improvisierte etwas. Ich wurde satt und war sehr zufrieden.

Ierissos

Restaurant “Mouragio
An Strandpromenade. Sehr gute Küche. Flotter, gut ausgebildeter Kellner.

Fischsuppe
Fangfischer Fisch in Zitronensud
auf Gemüse
Kandierte Orange

Sehr schmackhafte Suppe. Richtig guter Platt-Fisch (habe den Namen allerdings nicht verstanden). Etwas gewöhnungsbedürftig die Nachspeise.

Asprovalta

Restaurant “Votsalakia”
An Strandpromenade. Klassischer Grieche. Auf Meeresfrüchte spezialisiert. (Was auch sonst.)

Tsatsiki/Auberginensalat
Teller Halbe/Halbe
Gebratener Tintenfisch

Sehr sehr zarter Tintenfisch. Trotz der Menge: Habe alles verschlungen – mit Freude.

Drama

Restaurant “Ellinikon Gefsipoleion
Schickes Restaurant im Zentrum. Fast alles in Weiß gehalten – selbst Holz-Tische und Holz-Stühle.
Junges Publikum und junge Bedienung – vor und hinter der Theke. Küche hat wohl Gourmet-Anspruch. Speisekarte nur auf Griechisch. Offenbar ist man in Drama nicht auf ausländischen Tourismus eingestellt.

Kartoffel-Paprika Eintopf
Miesmuscheln in Weißweinsud

Eher durchschnittliche Kost.

Drama

Restaurant “Meating”
Restaurant mit coolem ins ziemlich Schwarz gehendem Look. Ambitionierte Bistro-Küche.

Salat mit Jungem Spinat
und marinierten Pilzen
Wolfsbarsch auf Karottenpüree
mit Zitronensauce

Sehr sehr feiner Geschmack.

Xanthi

Restaurant “Palia Poli”
Restaurant in historischem Gewölbekeller. Ambitionierte Regionalküche. Viel Fleisch. Auch Wild.

Fischsuppe
Geschmortes Lamm
mit Honig und Thymian mariniert

Köstlich. Beides.

Komotini

Restaurant “Sultan Tepe
Restaurant im Zentrum, das gleichzeitig Feinkostladen ist oder umgekehrt. Sehr nette Atmosphäre. Familienbetrieb (wie fast alle kleineren Restaurants.)

Gekochtes Kraut mit Speck
Rippchen mit Senf
Selbstgemachte Fritten

Deftiges, gleichwohl gutes Essen. Aber definitiv zu viel.

Alexandroupolis

Restaurant “Nisiotiko
Seafood-Restaurant. Exzellent. Etwas kühles, modernistisches Interieur.

Auberginensalat
Aal im Weinsud
Zitroneneis

Unglaublich zart der Aal. Und überhaupt nicht fett. Manchmal zweifelte ich, dass ich die Speisekarte richtig gelesen hatte. Ich stöberte noch mal im Menü. Es war Aal. Chapeau!

Souflil

Namenloser Schnellimbiss

Fleischspieß & Bratwurst & Fritten

Ich war froh, überhaupt eine offene Lokalität gefunden zu haben. Gab mich mit wenig Essen und viel Bier zufrieden.

Tag 171 (28.03.2017) / Spanien: Las Cabezas de San Juan -> Jerez de la Frontera

Strecke: 53 km (10:00 – 15:00 Uhr)

Der Frühling besuchte jetzt auch Andalusien!

Weitblick

Ich fuhr heute nur befestigte Straßen!

Sicherer Untergrund

Und nicht zu lang! Ich hatte mich umentschieden. Sanlúca de Barrameda wollte mich gestern offensichtlich nicht als Gast. Also fuhr ich heute auch nicht hin, sondern steuerte direkt Jerez de la Frontera an.
Früh angekommen. Fantastische Stadt.

Wurde mit einem Sherry begrüßt.

Fino

Noch wenige Touristen unterwegs.

Aufgeräumt

Ich schaute mir selbstverständlich ein paar Essentials an.

Must see 1

Alcázar und Kathedrale. Außen wie innen beeindruckend.

Must see 2

Göttliche Stille (Ich war allein in den Hallen!)

Must see 3

Jerez bereitete sich schon auf die Semana Santa vor. Auf Plätzen und in den Straßen wurden bereits Zuschauerränge aufgestellt. Für die Karfreitagsprozession.

Es kommt der Tag

Mich schließlich belohnt für die gestrigen Strapazen.
Mit einem fantastischen Essen.
Erst Kabeljau Carpaccio mit kandierten Orangen.
Dann Reis in schwarzer Tintenfischsoße mit Garnelen.

Geschmeckt

Den Tag in einer Flamenco-Kneipe beendet.

Zugehört

Die Peña war rammelvoll. Ich bekam die Musik-Gruppe gar nicht zu sehen. Konnte sie nur hören. Aber auch das war gut!

Heute war alles gut.
Sogar die handgeschriebene Kreide-Rechnung vor meinem Weinglas.

Abgerechnet

Unterkunft: Hostal Fenix, am Rande der Altstadt. Sehr schönes Haus, sehr geschmackvoll eingerichtet. 32 Euro mit Frühstück. Äußerst empfehlenswert! (Fahrrad in Zimmer untergestellt.)

Kulinarisches Brevier: Portugal 2 (Südküste)

Lissabon

Restaurant “Sea me”, Barrio Alto
Von außen eher unscheinbar. Innen modern und geräumig. Äußerst professionelle Bedienung. Fisch vor offener Küche auf großem Tisch und auf Eis gelagert. Hat fast Marktstand-Charakter. Absolut empfehlenswertes Restaurant.

“Gebratener Kabeljau mit geröstetem Knoblauch auf gekochtem Mangold und Kartoffeln im traditionellen portugiesischem Stil”
18 Euro
Sehr gut! Auf den Punkt gegart. Intensiver Knoblauchgeschmack, verstärkt durch Olivenöl, das mit Knoblauch parfümiert war. Die herrlich gedämpften Kartoffeln waren – so der Pfälzer Ausdruck – “Gequellte”.

Lissabon

Restaurant “Ponto Final”, Cacilhas
Traumhaft am Tejo gelegen, mit phantastischem Blick über den Fluss auf das Zentrum von Lissabon. Terrasse auf einem stillgelegten Kai. Sehr freundliche Bedienung. Empfehlung!

“Queijo de Olveha curado Alentejo”
(Reifer Schafskäse aus dem Alentejo)
5 Euro
“Salada de Febras”
(Salat aus gegrilltem Schweinefleisch)
5,90 Euro
“Salmonetes grelhados”
(Gegrillte Rotbarben)
19 Euro

Leicht salziger, sehr schmackhafter Käse. Klasse Fleischsalat. Äußerst gut gewürzt. Sehr gute Rotbarben. Sie wurden mit Kartoffeln und Salat serviert. Zum Fisch gab es mit gebratenem Knoblauch parfümiertes und mit grobem Meersalz gewürztes Olivenöl. Obwohl Knoblauch und Salz grob, gaben beide dem Fisch eine feine Note. Sehr überzeugend.

Alcácer do Sal

Restaurant “Retiro Sadino”, im Zentrum
Direkt am Fluss. Kleine nette Aussenterrasse. Innen etwas schwülstig eingerichtet. Aufmerksame Bedienung, guter Koch.

“Schafskäse”
Aus lokaler Produktion
2,50 Euro
“Linguiça ‘assada'”
(Gebratene Hausmacherwurst)
3,30 Euro

“Calderado de Enguias”
(Aal mit gebackenen Kartoffeln in Fisch-Eintopf)
12 Euro

“Mousse de chocolat casera”
2,50 Euro

Sowohl der Käse als auch die geratene Wurst ausgesprochen gut. Wurst war eine Art Mini-Chorizo, die im eigenen Fett gebrutzelt wurde. Leicht scharf.
Der Aal Eintopf schlicht exzellent. Überhaupt nicht fett, wie sonst Aale oft serviert werden. Eintopf mit Kartoffeln, Zwiebeln, enthäuteten Tomaten und Lorbeerblatt zubereitet und leicht mit Minze parfümiert. Klasse!
Mousse okay.

Odeceixe

Restaurant “Chaparro”, im Orts-Zentrum
Sehr schönes Lokal mit großer Aussenterrasse. Spezialisiert auf lokale Küche. Sehr empfehlenswert!

“Coelho frito com Almeijoas”
(Gebratenes Kaninchen mit Muscheln)
9 Euro

Herausragender Kaninchen-Geschmack. Superzart. Passte auch mit den Muscheln zusammen. Ergab eine interessante Kombination.

Carrapateira

Restaurant “Petisqueira Refinada”, im Orts-Zentrum
Urig eingerichtet. Es war eh überraschend, dass es in diesem winzigen Ort überhaupt ein Lokal gab.

“Picas em azeite biológico de Oliveira”
(Eingelegte Sardinen)
5,50 Euro
“Porco bravo estufado em Vinho Tinto”
(Wildschwein-Eintopf in Rotwein)
9,50 Euro

Vorspeise und Hauptgericht gut, aber ohne Raffinesse. Sardinen waren leicht pfeffrig gewürzt. Und das Wildschwein schien mir eher ein Hausschwein zu sein. War zudem ein wenig zu trocken geraten. Trotzdem nicht schlecht.

Lagos

Restaurant “Tavinos”, Altstadt
Grandioses Weinlokal
. Riesen Auswahl an spanischen Tropfen. Exzellente Beratung und sehr nette Kerle hinter der Theke.

“Tartaro Atum”
(Thunfisch-Tatar) 
7,90 Euro
Exzellentes Tatar. Mit Mango-Stückchen verfeinert. Mit gutem Olivenöl mariniert. Und schließlich mit Ruccola drapiert. Alles stimmte.

Lagos

Restaurant “O Alberto”
Das Restaurant ist – laut Reiseführer – bei den Einheimischen sehr
beliebt. Zumindest bei denen, die es traditionell lieben. Genauso war auch das servierte Essen. Grundsolide. Nicht verkünstelt. Der Wirt kochte selbst in der einsehbaren Küche. Sehr sympathisch.

Mit Speck gefüllte Pilze
5,10 Euro
“Arroz camarao”
(Reispfanne mit Garnelen)
10,50 Euro

Pilze sehr gut und Füllung aromatisch. Reispfanne war eher rustikal. Für meinen Geschmack fehlte ein wenig der Pfiff.

Lagos

Restaurant “Dos Artistas”, Altstadt
Sehr geschmackvoll eingerichtet. Aufmerksamer Service. Herausragende Küche. Weine etwas überteuert. Muss wohl so sein.

Amuse gueule: Lachsconsommé
mit Couscous, Fetakäse und Salat


Jakobsmuscheln auf 3 Arten

mit Miso-Kruste, karamellisiert mit Guave-Chutney, und geräuchert auf Lauchpüree
15,80 Euro

Corvina-Filet
Seebarsch, kurz angebraten, auf schwarzem Bohnenpüree, gedünsteter Rote Beete. Mit Kräutersauce.
22,50 Euro
Birnen-Mandel-Tarte
mit Joghurt-Zimt-Parfait und Honig-Sauce.
9,50 Euro

Ein Menü zum Dahinschmelzen. Lachsconsommé mit intensivem Geschmack. Die Jakobsmuscheln, egal wie zubereitet, köstlich. Der Fisch super gegart.Kross, krachende Haut. Sowohl Bohnen als auch Rote Beete ergänzten den Fisch großartig. Und irre gut die Nachspeisenkombi.
Das Ganze hatte Sternequalität.

Albufeira

Gebratene Sardinen
7,50 Euro
Musste auch mal wieder sein. Der Klassiker! Kann man nicht viel falsch machen. Vorausgesetzt, der Fisch ist frisch gefangen.

Tavira

Restaurant “Ponto de Encontro”, in Altstadt
Sehr einladendes Lokal ohne Schischi. Scheint beliebt zu sein.

Couvert: Oliven, Sardinen in der Konserve, Kräuterbutter
Gebratene Garnelen
Gebratener Tintenfisch
Zitronenkuchen mit Merengue

Alles sehr gut. Sowohl Garnelen als auch Tintenfisch waren jeweils pikant gewürzt. Zitronenkuchen klasse.

Kulinarisches Brevier: Italien 2 (Adria)

In Deutschland gibt es kaum eine bekanntere ausländische Küche als die italienische. Und sie ist meistens auch noch original. Kein Tex-Mex (das für mexikanisch ausgegeben wird), kein entschärftes und an den deutschen Geschmack angepasstes Thai-Essen, kein Döner-Türkisch. Wo italienisch draufsteht, ist italienisch drin.
Der einzige Unterschied, wenn man in Italien selbst ist: Die Zutaten sind frischer, vor allem am Meer.
Fisch und Meeresfrüchte dominieren selbstverständlich entlang der Adria.
Eine schöne Angewohnheit: Bestellt man ein Bier oder ein Glas Wein, gibt’s häufig einen Happen dazu: mal ein paar Oliven, mal guten Aufschnitt, mal Pizzaschnittchen, mal aufwändigere Arrangements.

T-E-Tapas-Gesamt

Überhaupt Pizza: Dass Sie auch in Italien gegessen wird, war mir ja nicht unbekannt. Dass sie aber überall dermaßen dominiert – für den schnellen und für den richtigen Hunger -, war mir nicht klar gewesen. Auch hier gilt: Meist ist die Pizza nur mit ein paar Zutaten belegt, selten so überladen wie bei manchen deutschen Italienern.

T-E-0106-Portogruaro-01

Für den schnellen Hunger gibt es aber auch noch weitere italienische Besonderheiten: Die Piadina z.B.. Eine Teigtaschen, die mit allem Möglichen gefüllt wird. Sie wird vor allem in der Emilia Romagna gegessen. Sehr lecker mit squacquarone (einem lokalen Weichkäse).

T-E-0111-Cesenatico-01

Insgesamt also eine kulinarisch anspruchsvolle Reise. Wobei: Es gibt feine Unterschiede. Merkwürdigerweise: Je touristischer (etwa Venedig), um so leichter ist es, gute Restaurants zu finden. Je tiefer in der Provinz, umso mehr wird Hausmannskost serviert. Und die ist nicht selten fett (gerade auch bei Parmesan und Schinken!).

Die Weinbegleitung: Da gilt das gleiche! Je näher an Touristenhochburgen, um so qualitativ besser der Wein (einfach auch wegen der Anzahl der Entoceas). Je weiter weg: um so “grüner” (nicht ausgereift) der Wein. Manchmal ist es sogar Tetrapack-Fusel.

Noch ein Wort zu den Preisen. Habe fast nie ein überteuertes Lokal betreten. Selbst Spitzenprodukte waren erschwinglich. Egal ob Essen oder Wein! Das ganz im Gegensatz zu den “Edelitalienern” in Deutschland.

Udine

Restaurant “Altantide”, im Zentrum
Sehr von Einheimischen besucht. Aufmerksamer Service.

T-E-0106-Udine-Gesamt

“Gnocchi di stagione”
(Gnocchi mit Sahnesoße und gerebelten Walnusskernen)
8 Euro
“Tagliata Tonno”
(Gegrillte Thunfischscheiben samt gegrilltem Gemüse)
16 Euro
“Kuchen nach Art des Hauses”
(mit Mandeln)
5 Euro

Gnocchi fein, leicht zu cremig. Thunfisch: ganz einfach gewürzt und leicht angebraten. Gemüse hätte etwas mehr Raffinesse vertragen. Kuchen gut.

Venedig

Enoteca “Rio Marin”
Sehr schön am Kanal Rio Marin gelegen. Sitzgelegenheiten auch auf kleiner Terrasse. Professioneller und schneller Service.

T-E-0107-Venedig-(Osteria Marin)-Gesamt

“Sarde en Saor ‘A la Veneziana'”
(Süß sauer eingelegte Sardinen)
10 Euro
“Seppie en Nero con Polenta”
(Tintenfisch in seiner schwarzen Tinte angemacht. Mit Polenta)
12 Euro
“Gebäck nach Art des Hauses”
(mit Mandeln)
4 Euro

Eingelegte Sardinen ein Gedicht.
Tintenfisch sensationell, vor allem auch die fast flüssige Polenta.
Sehr begabter Koch!

Venedig

Trattoria “Antica Cola”
In der Nähe des jüdischen Ghettos. Einige Tische am Kanal. Familiär geführt. Wirkt sehr einfach, ist aber eine absolute Empfehlung. Scheint noch nicht touristisch überlaufen zu sein. An den Tischen wurde fast nur italienisch gesprochen.

T-E-0108-Venedig-(Antica Mola)-Gesamt

“Caparozzoli (Vongole Veraci) in Zuppa'”
(Muschelsuppe)
13 Euro
“Fegato alla Venezia con Polenta”
(Leber süß sauer mit Polenta)
10 Euro

Muschelsuppe super frisch zubereitet. Exquisit!
Leber klasse.
Polenta diesmal fast weiß und gestockt. Ebenfalls sehr gut.
Beide Gerichte hatten etwas von sehr feiner Hausmannskost.

Porto Tolle

Hotelrestaurant Italiana”, an Hauptstraße gelegen

T-E-0109-Porto Tolle-(Hotel Italiana)-Gesamt

“Cicheti'”
(Tapas im venezianischen Stil)
12 Euro
“Gegrillter Tintenfisch mit Zucchini” 
10 Euro

Das Essen bemüht, aber relativ simpel. Service freundlich, verstand jedoch außer Italienisch nichts. War etwas mühsam.

Ravenna

Restaurant “La Cà de Ven”, im Zentrum
Gewölbekeller. Gäste werden an langen Tischen untergebracht. Das Lokal ist in Ravenna eine Institution. Fixer Service.

T-E-0110-Ravenna-Gesamt

“Insalata di prosciutto crudo con grana e aceto balsamico”
(Salat mit rohem Schinken und Grana Padano-Käse)
9 Euro
“Trofie al pesto”
(Nudeln mit Bohnen und Kartoffeln)
9 Euro

Salat leicht zu fett geraten.
Die Ligurische Spezialität aus Kartoffeln, Nudeln (Trofie) und Bohnen schmeckte überraschend fein.

Fano

Ristorante “Il Cantinone”, Zentrum
Kleines , aber feines Lokal. Wenige Tische. Sehr gemütlich.

T-E-0114-Fano-Gesamt

“Alici fresche marinate in casa all’ aceto di pere”
(In Birnenessig eingelegte Sardinen)
8 Euro
“Brodetto alla fanese”
(Fischsuppe)
15 Euro

Äußerst interessanter (fast süßlicher) Geschmack der Sardinen.
Fischsuppe ist eine Spezialität aus Fano. Kommt in dicker Tomatensoße. Sehr viel Fisch. Allerdings einen Tick zu lang gegart.

Pescara

Ristorante “Papille”, Zentrum
Burschikoses Lokal, das eher einer Lounge gleicht. Ein leicht alternativer Touch. Sehr entspannt.

T-E-0116-Pescara-Gesamt

“Filetto di Vitellone Francese Charolaise”
(Steak vom Jungochsen)
18 Euro
“Chicorée Gemüse”
Gab’s dazu

Richtig klasse zubereitetes Steak. Superzart. Leicht mit Käse überbacken. Überraschend das Chicorée-Gemüse. (Zumindest als das wurde es mir angepriesen.) Feinherb und sehr schmackhaft. (War aber kein Chicorée – aber was dann?)

Ancona

Bistro “La Piazzetta”, Zentrum

T-E-Spaghetti a la Carbonara-01

“Spaghetti alla Carbonara”
7 Euro

Klassische Zubereitung. Nichts falsch. Nichts überraschend.

Vasto (Marina)

Strandlokal, dessen Name ich vergessen habe

T-E-0117-01

“Lingiuine alla Scoglio”
12 Euro

Sensationelles Gericht.
Nudeln handgemacht. An sich schon eine Pracht.
Aber erst die Meeresfrüchte: Superfrisch. Superzart! Langustenschwanz, Gamba, verschiedene Muscheln, Tintenfisch. Und das Ganze in einer feinsten Brühe.
Absolut begeistert.

Tag 107 (28.03.2016) / Italien: Portogruaro -> Mestre

Strecke: 63 km. (10:00 – 14:15)

Wieder flach die Etappe. Kein Gegenwind. Wenn auch ziemlich kühl der Tag. Ich kam schnell voran.
Vollständig zersiedelt die Landschaft. Jeder Fleck landwirtschaftlich genutzt. Mal Gemüse, mal Wein.
Diesig die Luft.

Weinland

Die Felder immer wieder von Kanälen durchschnitten, die bisweilen krassgrün schimmerten.

Kanal-Land
Noch ein Kanal

Neben Obst, Gemüse und Wein wurden in der platten Gegend auch Campanile gezüchtet. Zuhauf türmten sie sich in der Landschaft und  zeigten von weitem die nächsten Dörfer an.
Trotz Ostermontag (auch in Italien ein Feiertag) war in San Danà di Piave Markttag.

Capanile-Land

Kurz nach zwei Mestre erreicht. Eingecheckt.
Danach mit der Bahn gleich rüber nach Venedig.

Obwohl allein mein Zug schon Hunderte Touristen transportierte, obwohl das Zugterminal in Venedig vor Menschen überquoll, obwohl Tausende sich allein auf dem Bahnhofsvorplatz tummelten: ÜBERWÄLTIGEND DAS ERSTE BILD DER LAGUNENSTADT:

I Love Venice

Mit jedem Augenblinzeln veränderte sich das Bild.

I Love Venice 2

Auch wenn ich ständig angerempelt, zur Seite gedrängt oder von Gruppen überrannt wurde: Von nun an sah ich einfach keine Touristen mehr. Sie wurden zu Wasser, das die Stadt durchfloss.

Wasserkutschen
Gondel mit Handyantrieb
Blaue Pracht
Gondolieri-Nest
Big in Venice

Ich hatte Glück, verlief mich immer wieder und wurde abgetrieben vom Hauptstrom. Ich fand eine überaus nette Enoteca, in der ich mich eine Zeit lang fest verwurzelte. Die jungen Betreiber erklärten mir in tadellosem Englisch die Weinspezialitäten Venetiens. Balsam für meine Kehle.

Und wenig später entdeckte ich bei dieser Brücke ein sehr gutes Lokal, das nur wenige Tische hatte. Ich ließ mich von einem außerordentlich guten Koch mit Tintenfisch (gekocht in seiner schwarzer Tinte) verwöhnen.

Nostalgisch

Italien hatte mich komplett überrascht:
Überraschung Nummer 1: Das Glas Wein kostet zwischen 1,50 (sensationell!) bis 3 Euro!
Überraschung Nummer 2: Das Essen war selbst in Venedig erschwinglich und exzellent!
Überraschung Nummer 3: Ich hatte bisher (obwohl ich kein Italienisch spreche) keine Verständigungsprobleme.

Unterkunft in Mestre: “Hotel Cris”. Zentrum. Bahnhofsnah. Modern. Zweckmäßig eingerichtet. Sehr netter Empfang. (43 Euro mit Frühstück.) Fahrrad in Hinterhof angekettet.

Kulinarisches Brevier: Spanien 3 (Nordspanien)

Dieses Mal waren es (más o menos) nur 3 Tage in Nord-Spanien.
Herrliche Tapas-Küche.
Wobei. Im Baskenland heißen die Tapas Pintxos. Und in der Region um San Sebastián überbieten sich die Wirte mit immer neuen Kreationen. Manches zielt dabei mehr aufs Auge als auf den Gaumen. Der Kunde muss ja erst einmal durch die Optik gelockt werden.

Augenschmaus

Überraschend wie bei der großen Anzahl von gleichzeitigen Bestellungen die Kellner fast nie den Überblick verlieren.
Meist werden die Pintxos auch noch einmal kurz aufgewärmt.

Mir fiel es schwer, die Aromen herauszuschmecken. Oft werden 3, 4 Lebensmittel kombiniert, mit Saucen drapiert und mit Spezialsalzen gewürzt.
Ob das alles immer harmoniert? Eher nicht. Dennoch: Ein Abend in den Pintxos-Bars ist ein kulinarisches Erlebnis.
(Und eigentlich – für den Aufwand der betrieben wird – nicht einmal teuer. Die einfachen Pintxos kosten zwischen 1,50 bis 2,50 Euros. Für die raffinierteren können schon mal mehr als 3 Euro verlangt werden.)

Los precios

Nur einmal speiste ich in einem Restaurant mit “normaler” Karte.

Bakio

Hotel-Restaurant “Arimune”
Der Koch/Wirt war so ehrlich zu sagen, dass das Gros des Essens aus dem Gefrierschrank kam.  Die Saison war vorbei und ich war der einzige Gast.

“Carrillera de tenera”
(Kalbsbäckchen)
In kräftiger Rotweinsauce. Mit ein wenig Firlefanz. Gut, aber deutlich überteuert.

Rabas (Frittierte Tintenfischringe)
8 Euro
Standard.

Gernika

Bistro “1.000 Azules”
Straßencafé am Rand der Fußgängerzone. Außerordentlich gute Küche.

Tortilla mit Serrano-Schinken
1,50 Euro!
Auf den Punkt gegart. Der Auflauf innen noch leicht sämig. Der Schinken gab den Pfiff.

“Tartar de atun rojo”
(Thunfisch-Tatar)
6 Euro
Sensationelles Essen. Obwohl “Street-Food” (ich aß das Gericht in einem Straßenbistro): Das Beste, was ich bisher auf meiner gesamten Europa-Reise gegessen habe. Unglaubliches Zusammenspiel der Zutaten. Der rohe Thunfisch (Tatar), gemischt mit gewürfeltem Avocado- und Mangofleisch. Dazu Algen, die dem Ganzen etwas Derbes (Hafen-, Mole-Geschmack) beimischten. Grandios. Und obendrein: 6 Euro für so eine Köstlichkeit. Ich war sprachlos.

Kassenzettel

San Sabastián

In San Sebsatián wechselte ich im Wesentlichen zwischen 3 Lokalen in der Altstadt:


“Gandarias”
Küche eher klassisch orientiert. Sehr fein. Grandiose Weinauswahl.


“Zeruko”
Küche experimentell. Das Unmögliche wird miteinander kombiniert. Manchmal seltsam, manchmal genial.


“Borda Berri”
Im Gegensatz zu den meisten Lokalen werden keine Pintxos auf der Bar ausgestellt. Man muss sie ausdrücklich laut, fast brüllend laut, bestellen.
(Eine aufgestellte Tafel mit der Liste der tagesaktuellen Pintxos hilft dabei.)

Pintxo Blutwurst mit Ei
Sehr fein! Die Kombi rote Paprika, Blutwurst, Spiegelei ist perfekt.

Pintxo Rindsfilet mit Meersalz und Pintxo Foie Gras mit Marmelade
Fleisch und Entenleber auf den Punkt gegart. Klasse.

Pilze mit Tomatenallerlei und Gebratener Tintenfisch
Nix zu meckern.

Seeigel
Ausgelöffelt. War gut – aber doch nicht wirklich definierbar. Soße schmeckte ein wenig nach mehligem Béchamel.

Entenleberpastete mit Schokoladenmantel
Super anzuschauen. Nicht ganz so prägnant im Geschmack. Mehr Gag!

Ziegenkäse mit ???
Käse Spitze! Wenn auch das “Anhängsel” undefinierbar blieb.

Risotto mit Pestostreifen
Durchschnitt.

Bruschetta Paprika mit Ziegenkäse und Marmelade
Bruschetta mit Tomaten

Schinken mit Käse, Weinsirup und grüner Soße

Alles sehr fein und gut!

Ravioli mit Sahnesoße
Undefinierbarer Geschmack. Völlig von merkwürdiger Soße zugedeckt

Anchoas in Knoblauchöl
Anchoas mit feinem Knoblauchgeschmack.

Kulinarisches Brevier: Albanien

Die paar Tage in Albanien reichten, um mich von der einheimischen Küche zu überzeugen. Von derb, kräftig bis fein und exquisit: Alles dabei. Nie Schnickschnack. Das Produkt immer im Vordergrund. Das ist in Albanien – ob Fleisch, Käse, Fisch oder Meeresfrüchte – meist von einer ausgezeichneten Qualität.

Shkodra

Restaurant “Tradita”
Außerordentlich gutes Lokal, das viel Wert auf Auftritt und Qualität legt. Sehr empfehlenswert.

“Ddjathë feta”
(Schafskäse mit Pita)
Beides köstlich. Brot auf offener Flamme geröstet.

„Antipasta“
(Frühlingsrolle mit Spinat gefüllt. Mit Reis gefülltes Weinblatt. Kartoffelauflauf.)
200 Lek (1,40 Euro)
Alles sehr fein zubereitet. Mit viel Genuss verzehrt.

„Trofte e Eger“ 
(Gegrillte Wildforellen)
1200 Lek (8,50 Euro)
Absolute Köstlichkeit. Superzart. Haut resch.

„Mish Mix“
(Grillplatte mit Hähnchenbrust, Lamm, Schwein, Salcicca, Speck)
1000 Lek (7 Euro)
Ebenfalls am offenen Feuer zubereitet Klasse. Nicht die Spur von zähem Fleisch.

Vore

Hotelrestaurant Continental
Gesichtsloses Geschäftshotel mit angeschlossenem Restaurant. Lieblose Zubereitung der Speisen. War mir an diesem Abend aber egal. Ich war froh, überhaupt eine Unterkunft und etwas zu essen gefunden zu haben.

„Supe peshku“
(Fischsuppe)
250 Lek (1,75 Euro)
„Spaghetti me te zeze, sepje e fruta deti“

(Spaghetti mit Tintenfisch und Meeresfrüchten)
600 Lek (4,25 Euro)

Sowohl Suppe als auch (die verkochten) Spaghetti hatten die gleichen Einlage: etwas gummiartige Meeresfrüchte und ein paar Fischfetzen.

Vlore

Taverne “Lela”, in Hafennähe
Niemand sprach verstehbares Englisch. Nur Einheimische im Lokal. Supernetter Wirt. Es gab keine Speisekarte auf Englisch, also brachte er mir einfach etwas aus der Küche. Später schrieb er mir auf, was ich gegessen hatte, so konnte ich mit einer Übersetzungshilfe entschlüsseln, was es ungefähr war.

“Sup pule”
(Hühnchensuppe mit Hühnchenfleisch)
Ausgezeichneter voller Geschmack.

“Lakror ose yohmer”
(Kartoffelauflauf) mit “Kas dele” (Schafs-Jogurth)
Überraschend gut.

Für alles zusammen (inklusive einem Glas Weißwein) kassierte der freundliche und aufmerksame Wirt 850 Lek (6 Euro).

Himare

Restaurant “Piazza Restoran”, an der Hafenpromenade
Familienbetrieb. Sehr rustikal. Die ganze Familie verzehrte ihr Abendbrot an einem großen Tisch. Ich war der einzige Gast.

“Djathë skuqur feta”
(Gebratener Schafskäse)
350 Lek (2,50 Euro)
Klasse intensiver Geschmack.

Tintenfisch in Zitronen-Tomatensoße
1100 Lek (7,80 Euro)
Köstlich zubereitet. Sehr zart.

Saranda

Taverne “Peshku Gerthela”
Gutes Lokal. Hatte aber das Pech, dass eine deutsche Reisegruppe anwesend war und mit Hossa Hossa Gesängen mich völlig nervte.

„Supe peshku“
(Fischsuppe)
400 Lek (2,85 Euro)
Gut zubereitet. Wieder mal anders: nicht klar, eher sämig – mit kleinen Fischfetzen.

„Ngyala“
(Gebratener Aal)
900 Lek (6,40 Euro)
Köstlichkeit. Bei weitem nicht so fett wie die deutschen Aale, die ich bisher gegessen habe. Vielleicht war das Fett auch herausgebraten. Aale nicht so dick, eher schlank. Ich war begeistert.

Kulinarisches Brevier: Montenegro

Bei nur drei Tagen Aufenthalt in Montenegro lässt sich nicht viel zur Küche sagen. Zumal ich einmal ausgesprochenes Pech mit der Restaurant-Auswahl hatte.
Insgesamt scheint sich aber das Angebot kaum von kroatischen Menüplänen zu unterscheiden. Nur im Süden orientiert man sich kulinarisch schon deutlich Richtung Albanien und Griechenland.

Herweg-Novi

Restaurant “Feral”, direkt am Hafen
Nannte sich “Konoba”. Sah aber für eine einfache Gaststätte (das ist normalerweise eine Konoba) sehr nobel aus. Ich ließ mich von der Speisekarte verführen. Totalreinfall. War nah dran, mich zu beschweren. Da es aber mein erster Tag in Montenegro war, war ich (dummerweise) nachsichtig.

Meeresfrüchte-Platte
(Shrimps, Garnelen, Muscheln, Tintenfisch etc.)
Sah schön angerichtet aus. Schmeckte aber scheußlich. Lauwarm, alles andere als frisch. Mit 20 Euro zudem total überteuert. Zumindest für hiesige Verhältnisse. Erst recht für die angebotene Qualität.

Kotor

Restaurant “Galion”, am Jachthafen
Modern eingerichtet mit großen Glasfronten aufs Meer. Stimmungsvoll und sehr gute Küche
.

“Bouillabaise riblja corba sa morskim plodovima, paradajzom, safranom i bijelim lukom”
(Fischsuppe im Bouillabaise Stil mit Fischstücken, Meeresfrüchten, Tomaten, Safran und Knoblauch)
5,40 Euro
Ausgesprochen köstlich. Ein Tick zuviel Tomatengeschmack, störte aber nicht besonders. Sonst sehr fein. Delikat.

“File San Pijera sa palentom, uljem od tartufa i pesto sosom”
(Petersfisch Filet mit Polenta, Trüffelöl und Basilikum Creme)
Wiederum raffiniert zubereitet, auch wenn es eigentlich “nur” ein gegrilltes Filet war. Die pürierte Pestocreme passte ausgezeichnet. Polenta sehr schmackhaft.

Ulcinj

Restaurant “Steak Café”
Einfachst eingerichet. Nettes Personal. Ehrliche Küche.

“Biftek”.
10 Euro
Das Gericht sah nicht besonders aus, eher nach Fast-Food. Das Fleisch aber köstlich, zart, medium. Der Rest eben Kebab-Buden Qualität.

Kulinarisches Brevier: Spanien 1 (Atlantikküste)

Es macht Spaß, sich durch die Küche Nordspaniens durchzuessen.
Die Qualität in den meisten Tapas-Bars und Restaurants ist gut.
Fisch und Meeresfrüchte sehr frisch. Oft Fang vom Tag. Vergleichsweise teuer!
Die Preise im allg. allerdings etwas günstiger als in Deutschland.
Absolut klasse das Weinangebot. Selbst in einfachen Bars. Immer sind auch die Roten richtig gekühlt. Kein Ort, an dem es nicht einen kleinen Weinkühlschrank gibt.
Das Sortiment im Norden: Weine aus Rias Baixas und Ribeiro. Meine Lieblingssorte (weiß): Albariño
Selten kostet ein Glas (0,1) mehr als 2 Euro. Oft 1,20 – 1,50 Euro.

Laredo

Restaurant “Mesón La Abadía”
Bekanntes Lokal. Aufmerksamer Service.

Bacalao sobre tomate confitado
(Kabeljau)
16,20 Euro
Mit ausgebackenem Serrano-Schicken. Passte wunderbar zusammen.

Santander

Tapasbar “Mesón Rampalay”
Angenehmer Ort.

“Pimientos al Padrón”
(Brat-Paprika)
6,40 Euro
Klassisch mit viel Meersalz.

San Vicente

Restaurant “Maruja”
Sympathisch und sehr gut.

Anchoas aus Santoña
(Eingelegte Sardellen)
15 Euro
Gelten als die besten Spaniens. Absolute Feinschmeckerware. Mit gehackten Eiern, gehacktem Knoblauch und gehackten eingelegten Paprikaspitzen. Fantastischer Geschmack. Am besten passte Knoblauch dazu. Delikatesse!

“Rodaballo con Salsa Menier”
(Steinbutt)
20 Euro
Klasse Fleisch, sehr gut gewürzt. Eine Spur zu viel Öl.

Llanes

Bar “Casa del Mar”, Hafengebiet
Typische Fischerkneipe, rustikal, schnell voll, beliebt. Stimmungsvoll.

Percebes
(Entenmuscheln)
Grandiose Meeresfrucht. Sehr schmackhaft zubereitet. 1/2 kg vertilgt. Zusammen mit einer Flasche Albariño: 19 Euro. Sensationell günstig.

Cudillero

Restaurant “El Remo”
Wurde mir vor Ort empfohlen. Ist urig, laut und hielt nicht ganz die versprochene Qualität.

“Jamón Serrano mit Tomatencrostini”
(Serrano-Schinken)
8 Euro
Delikat.

“Ventresca de bonito a la plancha”
(Thunfisch)
18 Euro
Bauchteil des Thunfischs. Gebraten. Große Portion. Fisch sehr zart und geschmackvoll. Dennoch ist die “a la plancha”-Braterei meist etwas einfach.

Luarca

Restaurant “Sport”
Geschätztes Fischlokal. Sehr nette Bedienungen. Lokal ohne Firlefanz
, mit Straßenterrasse. Gute Qualität.

“Lomo de Bacalao con crema de pisto und cebollas confitados”
(Kabeljau)
16 Euro
Tolle Kombination aus Fisch und geschmälzten Zwiebeln. Die rote Creme aus gebratenen Tomaten, Paprika und Zwiebeln gemacht. Äußerst gute Zubereitung.

Ribadeo

Restaurant “Gastronomico Balastrera”
Besitzerin kocht selbst. Gut. Allerdings etwas langsam der Betrieb.

Almejas
(Venusmuscheln)
8 Euro
In cremiger Knoblauchsoße Schmackhaft.

“Merluza a la romana”
(Seehecht)
14 Euro
Klassisch zubereitet. Nicht aufregend aber ok.

Cedeira

Fischlokal an der Straße Rau do Mariñeiro
Nett, eher einfach.

“Caldo galego”
(Galizische Brühe)
5 Euro
Toller Gemüseeintopf. Grundlage ist eine Art Grün-Kohl. Der schmeckt aber auch leicht nach Spinat. Wächst nur in Galizien und heißt hier “Grelo”. Der Eintopf besteht zudem noch aus Bohnen und Kartoffeln.

Berberechos
(Herzmuscheln)
10 Euro
Einfach zubereitet. Mit viel Zitrone gegessen, um Geschmack an das Gericht zu kriegen.

Betanzos

Restaurant “Mesón O Pote”
In interessanter Gasse gelegen. Lokal selbst etwas unterkühlt, auf schick getrimmt. Aber sehr guter Service und ausgezeichnete Tapas.

“Navallas a Prancha”
(Schwertmuscheln)
7,50 Euro
Gebraten. Richtig gut!

Zamburiñas o forno
(Kammmuscheln)
7 Euro
Gegrillt. Fein zubereitet mit einem Schmelz von Zwiebeln. Passt!

“Croquetas Caseiras”
Gute Hausmannskost.

Viveiro

Restaurant: O’Asador
Etwas langweilig das Ambiente. Aber sehr gute Produkt-Qualität.

“Pulpo a la brasa”
(Tintenfisch)
14 Euro
Originelle Zubereitungsart. Gegrillter Tintenfisch mit einer leckeren Soße auf Tomatenbasis. Als Vorspeise gedacht. Aber viel zu viel. Gleichwohl sehr gut.

“Paleta de Lechal”
(Milchlamm-Schulter)
21 Euro
Auf den Punkt gegrillt. Sehr saftig.

La Coruña

Restaurant: “Tabera o secreto”
Klasse Lokal zwischen Restaurant, Bar und Vinothek. Äußerst reichhaltige Tapas. Super Weinauswahl.

“Jamón ibérico pura bellota”
(Eichelschwein-Schinken)
Eine Ración 12 Euro
Äußerst fein!