Meer Europa

Schlagwort Archiv: Venusmuscheln

Kulinarisches Brevier: Frankreich 3 (Normandie) & Belgien

Auch in der Normandie änderte sich nicht die kulinarische Ausrichtung: Am Meer gibt es eben Meeresfrüchte und Fisch satt. Fleisch spielt eine Nebenrolle. Die Qualität ähnlich wie in der Bretagne. In der Regel sehr frische Ware. Alles hängt von der Kunst des Kochs ab. Insgesamt scheint mir die normannische Küche einen Tick rustikaler als die bretonische.

Ausgesprochen gute Muscheln (Knoblauch, Kräuter). Hab immer wieder mit Bot nachgetunkt bis kein Tropfen des Suds mehr über blieb. Seebarsch sehr gelungen mit delikater Sauce und exzellenten Beilagen. Ziegenkäse zum Schluß nicht zu schwer. War mit Walnusskernen bestreut. Klasse. Nachspeise gut.

Granville

Restaurant Du Port”
Sehr nettes Restaurant direkt am Hafen. Gut von Einheimischen besucht.

Menü (27,50 Euro)

“Praires farcies”
(Gefüllte Muscheln)
“Bar, infusion d’huître émulsionée au champagne”
(Seebarsch mit einer Champagner-Austern-Sauce)
“Salade de chèvre chaud”
(Warmer Ziegenkäse-Salat)
“Tarte au poire
(Birnentarte)

Ausgesprochen gute Muscheln (Knoblauch, Kräuter). Hab immer wieder mit Bot nachgetunkt bis kein Tropfen des Suds mehr über blieb. Seebarsch sehr gelungen mit delikater Sauce und exzellenten Beilagen. Ziegenkäse zum Schluß nicht zu schwer. War mit Walnusskernen bestreut. Klasse. Nachspeise gut.

Cherbourg

Restaurant “La Cale”
Leider hatten viele Restaurants an diesem Tag geschlossen, so dass ich nicht viele Optionen hatte. “La Cale” war ein Reinfall. Überteuert, steril, gelangweilter Service.

“Poëlée de Saint Jacques a la Normande”
(Gebratene Jakobsmuscheln mit Pilzsauce)
18,50 Euro

Muscheln waren noch sandig. Kaum gewürzt. Nicht gut.

Carentan

Restaurant “L’Escale des Sens”
Kleines Restaurant am Rande des Zentrums. Außerordentlich gut für das Städtchen, in dem es zwar viele Viehbarone gibt, aber kaum bessere Lokale. Menü wurde mündlich vorgetragen. Habe – da ich so gut wie nicht französisch spreche – kaum was verstanden. War gespannt und wurde nicht enttäuscht.

Menü (24,90 Euro)

Amuse gueule
Selbstgeräucherter Lachs
Gebratenes Stubenkücken
Apfelschnitten mit Calvados-Sorbet

Lachs mit einer feinen leicht salzigen Creme gefüllt: schmeckte ausgesprochen zart und fein. Kücken kross und klasse mit sehr stimmigen Beilagen. Apfel mit Sorbet gelungen. Klasse Menü im Apfelwunderland Normandie.

Bayeux

Restaurant “Le Pommier”, bei der Kathedrale
Traditionslokal. Bekannt für regionale Küche. Inneneinrichtung etwas zu sehr auf bürgerlich getrimmt. Aber aufmerksame Bedienungen.

Menü (34,50 Euro)

“L’assiette de coquillages et crevettes”
(huitres, bulots, birgoneaux, crevettes)

(Meeresfrüchte)
“Pavé de noix de veau campagnard et sauveurs d’automne aux bais rouges”
(Rindersteak)
“Normannischer Apfelkuchen mit Vanilleeis und Karamellcreme”

Meeresfrüchte frisch und gut. Fleisch halbrosa gebraten und sehr zart. Gute Sauce. Apfelkuchen einfach klasse.

Trouville-sur-Mer

Restaurant “L’Inattendu”, im Zentrum
Sehr schönes Restaurant, das nicht so rummelig wirkt wie viele andere. Geschmackvoll eingerichtet. Äußerst nette Bedienung, die aber manchmal überfordert wirkte, als das Lokal sich dann doch füllte. Trotzdem absolut empfehlenswert.

Menü (28 Euro)

“L’Assiette de huitres et crevettes de terrine de la mer”
(Meeresfrüchte)
“Andouillete au canard grillée”
(Gegrillte Entenbrust)
“Sorbet framboise au coulis maison”
(Himbeersorbet)

Ausgesprochen gute Gänge.
Meeresfrüchte nicht üppig, aber schmackhaft. Entenbrust sehr fein und fast zu groß die Portion. Nachspeise routiniert.

Fécamp

Restaurant “Le Rocher”
Beliebtes Billiglokal. Strandnah. Sehr voll. Sympathisches Personal.

Menü (14,90 Euro)

“Terrine aux 3 poissons”
(Fischterrine)
“Moules a la crème frites”
(Venusmuscheln mit saurer Crème)
“Tarte aux pommes”
(Apfelkuchen)

Für diesen Preis gibt es absolut nichts zu meckern. Sicher keine Gourmet-Küche, aber sehr ordentlich.

Le Tréport

Restaurant “Saint Louis”
Sehr bekanntes Fischlokal. Überladen bis leicht schwülstiges Interieur. Professionelle Bedienung. Exzellente Fischküche.

Menü (34,50 E)

“12 Huitres Panachées de St Vaast”
(Austern)
“Dos de morue fraîche rôti au coulis de langouste et piment d’espelette”
(Kabeljau mit Espelette-Pfeffer)
“Assiette de 2 fromages”
(Käseplatte)
“Sorbet normand arrosé de calvados”

Die besten Austern, die ich bisher gegessen habe. Schmackhafter Kabeljau. Käse und Nachspeise gut. Ein richtig schönes Menü.

Boulogne-sur-Mer

Touristenlokal. Die besseren Lokalitäten hatten zu.

Menü (21,90 Euro)

“Flamiche au Maroilles”
(Warmer Käsekuchen / Maroille Käse)
“Carbonade flamande”
(Flämisches Biergulasch)
“Frommage blanc à la cassonade”
(Frischkäse mit in Butter geschwenkten Semmelbröseln)

Menü machte satt, mehr aber nicht.

Dunkerque

Restaurant “Grand Morien”
Brasserie. Hallenmäßig. Schnelle, aber uninteressierte Bedienungen.

“Camembert gratinée”
(Gebackener Camembert)
9,10 Euro
“Potjevleech fait maison”
(Fleisch in Sülze)
14,90 Euro

Dunkerque ist nördlichste französische Stadt.
Belgien ist nicht weit. Das merkt man an der Speisekarte. Da gibt es schon starke flandrische Einschläge. Potjevleesch zum Beispiel ist ein kaltes Gericht: Fleisch (Hühnchen, Rind, Schwein) in Biersülze. Schmeckte interessant. Nicht unbedingt fein. Vorspeise leicht angekokelt. Insgesamt kein kulinarischer Höhepunkt.

BELGIEN

Oostende

Waffel mit Sahne
5,50 Euro
Snack am Mittag. Ich war in Belgien angekommen.

Restaurant “‘t Vistraptje”, an der Promenade
Einigermaßen bieder. Suggerierte höhere Qualität als eingehalten wurde. Viel Firlefanz.

Menü (37 Euro)

“In huis gemaakte kroketten met Oostendse grijze garnalen”
(Kroketten aus Garnelenfleisch)
“Sorbet van de dag – sorbet du jour”
(Kirschsorbet mit Himbeere)
“In huis gemaakte Bouillabaise”
(Hausgemachte Bouillabaise)
“Chocolade mousse”

Insgesamt gut, aber nicht wirklich ausgefeilt oder überraschend. Wollte zum Abschluss meiner Etappe noch einmal einen Gourmet-Genuss. Fand ich aber nicht.

Kulinarisches Brevier: Portugal 1 (Nordküste)

Zumindest das, was ich bisher gegessen habe, deutet darauf hin, dass in den meisten Restaurants in Portugal eher eine deftige, bisweilen auch rustikale Küche gepflegt wird. Habe jedenfalls in der Regel nicht ganz so “fein” gegessen wie zuvor in Spanien.
Fisch ist so gut wie immer fangfrisch.
Eine schöne Angewohnheit ist, die Ware in einem durchsichtigen Kühlfach im Fenster auszustellen. Man kann dabei zuschauen, wie sich das Fenster leert und was von der Speisekarte verschwindet.

Typisch für Portugals Restaurants sind die Gedecke. Meist wird Käse, Oliven, Brot und Butter mitgereicht. Wer etwas davon isst, zahlt dann auch das Gedeck.

Dieses (aus dem Strandlokal “Marés Vivas” am “Praia do Pedrogao”) kostete 2,50 Euro. Hatte auch noch ein paar Schrimps dabei.

Viano do Castelo

Restaurant “O Laranjeira”
Ein gut geführter Familienbetrieb
.

“Queijo de Cabra”
(Ziegenkäse Mariniert)
Köstlicher Appetizer

“Sopa de sarrabulho”
(Suppe aus Schweineblut)
2,50 Euro
Exzellent zubereitete Suppe aus püriertem Schweinefleisch und -blut. Gewürzt mit einer kräftigen Brise Kreuzkümmel. Gab dem Ganzen einen Kick.

“Bacalhau à Laranjeira”
(Kabeljau nach Art des Hauses (O Laranjeira))
13,50 Euro
Traf nicht ganz meinen Geschmack. Bacalhau ist ein Nationalgericht. War mir aber zu salzig und auch zu zäh (eben Trockenfisch). Gleichwohl gut angerichtet.

Espinho

Restaurant “O Golfinho”, Touristenfalle

Arroz de marisco
(Reis mit Meeresfrüchten)
19 Euro
Als ich das Gericht in Espinho bestellte, dachte ich eher an eine Art Risotto. Bekam aber mehr oder weniger eine geschmacklose Reissuppe mit allerlei Resten aus dem Meer. Lieblos und völlig überteuert.

Torres Vedras

Restaurant “Polo Norte”
Im netten Stadtzentrum gelegen. Zur Mittagszeit sehr frequentiert. Gute Qualität zu niedrigen Preisen.

Arroz de marisco
(Reis mit Meeresfrüchten)
6,10 Euro
Hab das Gericht aus Trotz noch einmal probiert, diesmal in Torres Vedras, in einem Lokal, das nur von Einheimischen besucht wurde. War zwar auch kein Risotto, schmeckte aber hervorragend. Gut gewürzt, liebevoll zubereitet und frische Ware!

Figueira da Foz

Restaurant “Caravela Wine House”
Sehr nette Bedienung. Reichhaltige Weinkarte.

“Amêijoa”
(Venusmuscheln)
Absolut köstlich zubereitet. Nicht im Sud gekocht, sondern in Öl gegart.

“Pastéis”
(Frittierte Teigtaschen)
Wenn ich es richtig herausgeschmeckt habe, war das etwas Vegetarisches. Mit Bohnen und Karotten. Feiner Geschmack und sättigend.

Beide Gerichte waren Teil eines 5-gängigen “Tertúlia de Sabores” (Kulinarischer Zirkel). Kein Menü, sondern 5 typische Tapas. Neben den beiden genannten kamen noch frittierte Sardellen im Teigmantel, eine “Tarte” und eine “Chouriço de sangue” (Blutwurst) dazu. Das Ganze für 19 Euro.

“Tarte”
(Frittierte Teigtaschen)
Habe nicht wirklich herausgefunden, was ich da gegessen habe. Vermute, es war eine Spinat-Tarte. Schmeckte mir.

“Anchova”
(Sardelle)
In Teigmantel frittiert. Gut.

Praia do Pedrogao

Restaurant “Marés Vivas
Absolut gemütliches Strandlokal. Guter Service. Tolle Gerichte.

Sardinhas

“Sardinhas”
(Gegrillte Sardinen)
9,25 Euro
So wie sie sein müssen! Über Holzkohle gegrillt. Haut schon leicht angeschwärzt. Das grobe Meersalz ebenfalls. Und 6 Stück sind eine Menge. Klasse!

Caldas da Rainha

Restaurant “Pacha”
Richtige Entdeckung. In kleiner Sackgasse am Rande der Altstadt versteckt. Treffpunkt der Einheimischen. Exzellente Küche zu unfassbar günstigen Preisen. Dazu herrliche Weine!

“Mexilhão de escabeche”
(Marinierte Miesmuscheln)
2,50 Euro
Absolute Köstlichkeit. Mit gutem Öl, Zwiebeln und rotem Paprika mariniert.

“Orelhas de porco”
(Schweinsohren)
2 Euro
Zum ersten Mal gegessen. Ausgezeichneter Geschmack. Allerdings muß man immer wieder etwas Knorpel in Kauf nehmen. Auch die kleingehackten Schweinsohren in gutem Öl eingelegt zusammen mit Karotten und Blumenkohl.

“Bife chevre”
(Steak in Soße aus Ziegenkäse)
Wiederum exzellenter Geschmack. Hätte die ganze Speisekarte durchprobieren wollen.

Lissabon

Restaurant “O Cartaxinho”
Kleines Fischlokal in der Rua Santa Marta. Stimmungsvoll (zumindest an diesem Abend). Nur Portugiesen im Lokal. Eine Gruppe junger Burschen traktierte an ihrem Tisch eine Gitarre. Sang Rock-Adaptionen
.

Dorade

“Dourada”
(Goldbrasse)
7,50 Euro
Gegrillt. Ohne Schnickschnack. Intensiver Geschmack.

Lissabon

Restaurant “Bota Alta”
Sympathisches Lokal, das einfache Speisen aus dem Alentejo auf der Karte hat.

“Sopa Alentejana”
3,25 Euro
(Suppe nach Art der Region Alentejo)
Überraschend kräftiger und guter Geschmack. Grundlage eine Hühnerbrühe (?). Darin dünne Brotscheiben, die kräftig mit Knoblauch gewürzt sind und viel Petersilie. Sehr sättigend.

“Robalinho”
(Wolfsbarsch)
9,50 Euro
Gegrillt. Klassisch, einfach, frisch, gut.

Lissabon

Restaurant “Maria Catita
Hier wird ausdrücklich nur mit regionalen Produkten gekocht. Teuer, aber empfehlenswert. Gute Weinauswahl.

“Cataplana de Marsico. Com Langosta, mexilhão e amêijoa”
23 Euro
Cataplana ist eine Art verschließbarer Wok, oft aus Kupfer, in dem wunderbar aromatische Gerichte gegart werden. In meinem Fall wurden in einer sehr würzigen Tomatensoße Languste, Venus- und Miesmuscheln gebrutzelt. Herrlicher Geschmack.

Kulinarisches Brevier: Spanien 2 (Atlantikküste)

In den Restaurants, die ich besuche, wird Hausmannskost serviert. Das signalisiert in Spanien aber – anders als in Deutschland – gute Qualität.

In der Regel sind die Gasthäuser auf dem Land (sofern nicht übergroß) Familienbetriebe. Mutter kocht. So wie für sich und die Familie, so für die Gäste. I love it.

La Coruña

Restaurant “Tabera o secreto”
Klasse Lokal zwischen Restaurant, Bar und Vinothek. Äußerst reichhaltige Tapas. Super Weinauswahl.

“Gambas al ajillo”
(Garnelen in heißem Öl mit Knoblauch)
11 Euro
Klassiker! Trotzdem überraschend gut zubereitet. Bin mir nicht sicher, ob ein paar Scheiben Zwiebeln mit drin waren, oder ob es junger Knoblauch war, was so zart schmeckte. Hoher Preis gerechtfertigt!

Malpica de Bergantiños

Restaurant “Casa Rosa”
Etwas außerhalb des Zentrums. Leider auch etwas steril. Aber sehr ambitioniert. Chefin (die lange in der Schweiz lebte) erklärte mir auch den Unterschied zwischen billigen und teuren Percebes. Die Länge macht es, bzw. die Kürze. Je kürzer, umso teurer. Da dann das Krebsfleisch konzentrierter sei.

Zamburiñas
(Kammmuscheln)
12 Euro
In einem einfachen Sud zubereitet. Ohne Schnickschnack. Klasse. Fast die beste Art der Zubereitung bisher.

“San Martiño a la plancha”
(Petersfisch gebraten)
23 Euro
Warum auch immer Petersfisch hier Martinsfisch genannt wird: Es war ein Leckerbissen.

Carnota

Restaurant “Miramar”
Sympathisches Hotelrestaurant. Treffpunkt der Dorfältesten. Selten so lautes Geplänkel gehört.

Embutidos
(Wurstaufschnitt)
8 Euro
Nicht mit deutschem Billig-Wurstaufschnitt zu vergleichen! Klasse Ware! Schinken, Salami etc. … Bisschen Käse nebenbei.

Zamburiñas
(Kammmuscheln)
15 Euro
Im Sud mit gebratenem Speck. Kräftiger Geschmack. Fast ein wenig erdrückend.

Noia

Restaurant “Elisardo”
Gutes Fischlokal, in dem die Mutter kocht und in dem Hausmannskost sehr ordentlich zubereitet wird.

“Caldo Galego”
(Galizischer Gemüseeintopf)
Sehr ehrliche und fast schon bäuerliche Zubereitung. Ein Genuss!

Almejas
(Venusmuscheln)
12 Euro
Fantastisch! Genialer Sud! Ohne ihn wäre das alles nur geschmackloses Meerfleisch. Ganz große Einfachküche!

“Champiñones al ajillo”
(Champignons in heißem Öl mit Knoblauch)
4 Euro
Ebenfalls Klassiker. Diesmal auch so zubereitet. Ohne Überraschung. Champignons einen Tick zu lange gebraten, ohne Biß. Aber okay.

“Lubina a la plancha”
(Gebratener Wolfsbarsch)
Jein. Gut. Und doch nicht ganz überzeugend. Nicht gut gewürzt? Fisch nicht ganz frisch? I don’t know.

Cambados

Restaurant “Poste do Sol”
Exzellentes Fischlokal. Überragend zuvorkommender Kellner.

“Caldo Galego”
(Galizischer Gemüseeintof)
4 Euro
Weiter oben schon mehrfach erläutert. Hier die allerbeste Zubereitung. Ich konnte nebenbei so viel aus dem großen Topf schöpfen wie ich wollte. Ich hätte eine Kompanie versorgen können. (Und nur 4 Euro! Welch ein Preis!)

Cigalas
(Kronenhummer gibt der Internetübersetzer an)
16 Euro
Simpel serviert. Ausgezeichneter Geschmack. Superzartes Fleisch. Ich ließ mir vom Kellner zeigen, wie man dieses Getier überhaupt isst. Er sagte mir: Immer mit den Fingern. Alles! Auch Hirn (oder war es Stör?). Alles. Und danach die Finger in Zitronenwasser waschen.

Pontevedras

Restaurant “Casa de Xantar”, im historischen Zentrum Pontevedras
Neben ausgezeichneten Tapas ist das Lokal zugleich eine Enothek. Mit den besten Weinen der Region. Sehr kenntnisreicher Kellner!

“Tacos de bonito, sésame branco soia e tomate”
(Thunfischhappen mit weißem Sesam, Soja und Tomate)
12 Euro
Äußerst feine Zubereitung im Sushi Stil. Fantastische Sesamsoße.

“Buñuelos de bacallao e coliflor”
(Windbeutel mit Stockfisch gefüllt, dazu Creme aus Blumenkohl)
6,50 Euro
Aromabombe. Klasse. Die Gewürze: grobes Salz und Pfeffer dabei auf Teller gestreut. So konnte jeder Windbeutel extra je nach Lust gewürzt werden.

Irgendwo unterwegs

Irgendwo in einem Straßencafé gegessen.

“Empanada atún”
(Mit Thunfisch gefüllte Teigpastete)
2,50 Euro
Klassischer galizischer Snack.

Kulinarisches Brevier: Spanien 1 (Atlantikküste)

Es macht Spaß, sich durch die Küche Nordspaniens durchzuessen.
Die Qualität in den meisten Tapas-Bars und Restaurants ist gut.
Fisch und Meeresfrüchte sehr frisch. Oft Fang vom Tag. Vergleichsweise teuer!
Die Preise im allg. allerdings etwas günstiger als in Deutschland.
Absolut klasse das Weinangebot. Selbst in einfachen Bars. Immer sind auch die Roten richtig gekühlt. Kein Ort, an dem es nicht einen kleinen Weinkühlschrank gibt.
Das Sortiment im Norden: Weine aus Rias Baixas und Ribeiro. Meine Lieblingssorte (weiß): Albariño
Selten kostet ein Glas (0,1) mehr als 2 Euro. Oft 1,20 – 1,50 Euro.

Laredo

Restaurant “Mesón La Abadía”
Bekanntes Lokal. Aufmerksamer Service.

Bacalao sobre tomate confitado
(Kabeljau)
16,20 Euro
Mit ausgebackenem Serrano-Schicken. Passte wunderbar zusammen.

Santander

Tapasbar “Mesón Rampalay”
Angenehmer Ort.

“Pimientos al Padrón”
(Brat-Paprika)
6,40 Euro
Klassisch mit viel Meersalz.

San Vicente

Restaurant “Maruja”
Sympathisch und sehr gut.

Anchoas aus Santoña
(Eingelegte Sardellen)
15 Euro
Gelten als die besten Spaniens. Absolute Feinschmeckerware. Mit gehackten Eiern, gehacktem Knoblauch und gehackten eingelegten Paprikaspitzen. Fantastischer Geschmack. Am besten passte Knoblauch dazu. Delikatesse!

“Rodaballo con Salsa Menier”
(Steinbutt)
20 Euro
Klasse Fleisch, sehr gut gewürzt. Eine Spur zu viel Öl.

Llanes

Bar “Casa del Mar”, Hafengebiet
Typische Fischerkneipe, rustikal, schnell voll, beliebt. Stimmungsvoll.

Percebes
(Entenmuscheln)
Grandiose Meeresfrucht. Sehr schmackhaft zubereitet. 1/2 kg vertilgt. Zusammen mit einer Flasche Albariño: 19 Euro. Sensationell günstig.

Cudillero

Restaurant “El Remo”
Wurde mir vor Ort empfohlen. Ist urig, laut und hielt nicht ganz die versprochene Qualität.

“Jamón Serrano mit Tomatencrostini”
(Serrano-Schinken)
8 Euro
Delikat.

“Ventresca de bonito a la plancha”
(Thunfisch)
18 Euro
Bauchteil des Thunfischs. Gebraten. Große Portion. Fisch sehr zart und geschmackvoll. Dennoch ist die “a la plancha”-Braterei meist etwas einfach.

Luarca

Restaurant “Sport”
Geschätztes Fischlokal. Sehr nette Bedienungen. Lokal ohne Firlefanz
, mit Straßenterrasse. Gute Qualität.

“Lomo de Bacalao con crema de pisto und cebollas confitados”
(Kabeljau)
16 Euro
Tolle Kombination aus Fisch und geschmälzten Zwiebeln. Die rote Creme aus gebratenen Tomaten, Paprika und Zwiebeln gemacht. Äußerst gute Zubereitung.

Ribadeo

Restaurant “Gastronomico Balastrera”
Besitzerin kocht selbst. Gut. Allerdings etwas langsam der Betrieb.

Almejas
(Venusmuscheln)
8 Euro
In cremiger Knoblauchsoße Schmackhaft.

“Merluza a la romana”
(Seehecht)
14 Euro
Klassisch zubereitet. Nicht aufregend aber ok.

Cedeira

Fischlokal an der Straße Rau do Mariñeiro
Nett, eher einfach.

“Caldo galego”
(Galizische Brühe)
5 Euro
Toller Gemüseeintopf. Grundlage ist eine Art Grün-Kohl. Der schmeckt aber auch leicht nach Spinat. Wächst nur in Galizien und heißt hier “Grelo”. Der Eintopf besteht zudem noch aus Bohnen und Kartoffeln.

Berberechos
(Herzmuscheln)
10 Euro
Einfach zubereitet. Mit viel Zitrone gegessen, um Geschmack an das Gericht zu kriegen.

Betanzos

Restaurant “Mesón O Pote”
In interessanter Gasse gelegen. Lokal selbst etwas unterkühlt, auf schick getrimmt. Aber sehr guter Service und ausgezeichnete Tapas.

“Navallas a Prancha”
(Schwertmuscheln)
7,50 Euro
Gebraten. Richtig gut!

Zamburiñas o forno
(Kammmuscheln)
7 Euro
Gegrillt. Fein zubereitet mit einem Schmelz von Zwiebeln. Passt!

“Croquetas Caseiras”
Gute Hausmannskost.

Viveiro

Restaurant: O’Asador
Etwas langweilig das Ambiente. Aber sehr gute Produkt-Qualität.

“Pulpo a la brasa”
(Tintenfisch)
14 Euro
Originelle Zubereitungsart. Gegrillter Tintenfisch mit einer leckeren Soße auf Tomatenbasis. Als Vorspeise gedacht. Aber viel zu viel. Gleichwohl sehr gut.

“Paleta de Lechal”
(Milchlamm-Schulter)
21 Euro
Auf den Punkt gegrillt. Sehr saftig.

La Coruña

Restaurant: “Tabera o secreto”
Klasse Lokal zwischen Restaurant, Bar und Vinothek. Äußerst reichhaltige Tapas. Super Weinauswahl.

“Jamón ibérico pura bellota”
(Eichelschwein-Schinken)
Eine Ración 12 Euro
Äußerst fein!